
Noch bemerkenswerter ist deshalb, dass diese Euphorie nun auf einem Fundament stand, das kaum belastbar war. Die Gespräche in Islamabad sind am Wochenende gescheitert. Damit fällt genau der Hoffnungsträger weg, den der Markt in den vergangenen Tagen so aggressiv eingepreist hat. Entsprechend spricht vieles dafür, dass sich ein Teil dieser Bewegung zu Beginn der neuen Woche wieder umkehren könnte. Vor allem beim Ölmarkt wäre das nur logisch. Denn die zugrunde liegenden Probleme sind ja nicht verschwunden: Die Straße von Hormuz bleibt ein kritischer Engpass, die geopolitische Unsicherheit ist weiter hoch und die Gefahr zusätzlicher Verwerfungen im Energiehandel ist real.
Was mich dabei besonders nachdenklich stimmt, ist die offensichtliche Diskrepanz zwischen Marktreaktion und realwirtschaftlicher Gefahr. Es wirkt fast so, als würde ein großer Teil der westlichen Welt – insbesondere in Europa und den USA – den möglichen Energieschock nach wie vor unterschätzen oder schlicht ignorieren. Viele Narrative in Medien und Marktkommentaren scheinen sich fast automatisch daran festzuhalten, dass „das Ganze schon gelöst werden wird“. Doch genau dafür gibt es aktuell kaum belastbare Anzeichen. Je länger dieser Konflikt anhält, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass nicht nur Energiepreise hoch bleiben, sondern dass tatsächliche Versorgungs- und Lieferkettenprobleme sichtbar werden.
Und genau darin liegt meines Erachtens der entscheidende Punkt für die kommenden Wochen: Die eigentlichen Folgen dieses Konflikts sind sehr wahrscheinlich noch gar nicht vollständig in den Märkten angekommen. In der ersten Phase reagiert der Markt auf Schlagzeilen. In der zweiten Phase beginnt er, reale Folgen einzupreisen. Diese zweite Phase könnte jetzt erst bevorstehen. Wenn sich die Unterbrechungen in Lieferketten verlängern, wird man weltweit zunehmend feststellen, wo Material fehlt, wo Transporte teurer werden und wo Energieengpässe operative Probleme verursachen. Erste Hinweise gibt es bereits, etwa Berichte über knapper werdendes Kerosin. Das sind keine Randnotizen, sondern potenzielle Frühindikatoren für das, was noch vor uns liegen könnte.
Hinzu kommt die politische Dimension. Für Donald Trump dürfte jeder weitere Konflikttag schwieriger werden. Je länger sich die Lage zieht, desto größer wird der Druck im eigenen Land – sowohl von Wählern als auch aus dem eigenen politischen Lager. Gleichzeitig unterstützen die Europäer die amerikanische Linie militärisch nicht wirklich. Das macht die Lage aus Sicht Washingtons nicht einfacher, sondern komplizierter. Auch das spricht dafür, dass die geopolitische Unsicherheit nicht kurzfristig verschwinden wird.
Währenddessen senden die Makrodaten ebenfalls Warnsignale. Besonders auffällig war zuletzt der Rückgang des Michigan-Index für das US-Verbrauchervertrauen. Mit 47,6 Punkten lag der Wert nicht nur deutlich unter der Prognose von 52,3, sondern auch klar unter dem Vormonat von 53,3. Ein Wert unter 50 ist kein normales Signal. Er zeigt, dass die Unsicherheit bei den Verbrauchern massiv zunimmt. Das ist gerade in einem Umfeld steigender Energiepreise und höherer Inflationserwartungen ein ernst zu nehmender Faktor. Denn wenn der Konsument unter Druck gerät, trifft das früher oder später auch die Konjunktur.
Und dennoch gibt es aus unserer Sicht einen sehr klaren positiven Aspekt: Genau dieses Umfeld spricht strukturell für Rohstoffe. Wenn Energie knapper, Transport teurer, Inflation zäher und geopolitische Risiken größer werden, dann steigt die Bedeutung realer Assets. Es ist deshalb kein Zufall, dass auch große Häuser wie die Bank of America Rohstoffe als einen der entscheidenden Trends der kommenden Jahre sehen. Genau das ist auch unsere Grundüberzeugung. Rohstoffe könnten in den nächsten Jahren zu den stärksten Asset-Klassen gehören – nicht trotz dieser Weltlage, sondern gerade wegen ihr.
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Carsten S. Stork |


Die Aufwärtsbewegung erfolgte vor dem Hintergrund einer kurzfristigen Entspannung im geopolitischen Umfeld sowie einer spürbaren Abschwächung des US-Dollars. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld jedoch fragil, da die Unsicherheiten rund um den Nahostkonflikt weiterhin bestehen und jederzeit neue Volatilität auslösen können.
Besonders auffällig bleibt die Positionierung. Die COT-Daten zeigen, dass das Managed Money weiterhin klar auf der Long-Seite engagiert ist und über 70.000 Kontrakte hält. Diese stabile und ausgeprägte Long-Positionierung signalisiert, dass institutionelle Investoren weiterhin von steigenden Kursen ausgehen und die Bewegung aktiv unterstützen.
Fundamental profitiert der Austral-Dollar zusätzlich von seinem Status als rohstoffnahe Währung. Steigende Energiepreise sowie generell festere Rohstoffmärkte wirken unterstützend, während die vergleichsweise höheren Zinsen in Australien ebenfalls einen positiven Beitrag leisten.
Auch aus saisonaler Sicht beginnt nun eine interessante Phase. Historisch tendiert der Austral-Dollar in Richtung Jahresende zur Stärke, was das aktuelle Setup zusätzlich unterstützt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Bewegung nicht nur kurzfristiger Natur ist.
Insgesamt ergibt sich damit ein konstruktives Gesamtbild: starke Momentumbewegung, unterstützende Positionierung und positive saisonale Tendenz treffen auf ein weiterhin unsicheres geopolitisches Umfeld.

Besonders bemerkenswert ist der Ausbruch aus der zuvor monatelangen Seitwärtsrange. Über einen langen Zeitraum bewegte sich Baumwolle in einer engen Spanne zwischen 60 und 70 US-Cent, bevor es seit Anfang März zu einer dynamischen Trendbewegung kam. Seit dem Tief Anfang März hat der Markt mittlerweile über 14 % zugelegt – ein klares Zeichen für zunehmendes Momentum.
Diese Bewegung wird auch durch die Positionierung bestätigt. Die COT-Daten zeigen, dass das Managed Money vor kurzem von einer Short- auf eine Long-Position gedreht hat und mittlerweile über 61.000 Kontrakte auf der Long-Seite hält. Dieser deutliche Stimmungswechsel ist ein zentraler Treiber der aktuellen Rally und unterstreicht die strukturelle Stärke des Marktes.
Fundamental erhält Baumwolle zusätzliche Unterstützung durch steigende Energiepreise. Höhere Ölpreise verteuern synthetische Fasern wie Polyester und erhöhen damit die Attraktivität von Baumwolle als Alternative. Gleichzeitig sorgen Wetterrisiken in wichtigen Anbaugebieten für zusätzliche Unsicherheit auf der Angebotsseite.
Auch saisonal bleibt das Setup klar unterstützend. Historisch zeigt der Baumwolle-Future bis Ende April eine positive Tendenz, was die aktuelle Aufwärtsbewegung zusätzlich untermauert.
Insgesamt ergibt sich ein sehr klares Bild: technischer Ausbruch, starke Positionierung und unterstützende Fundamentaldaten treffen auf eine positive saisonale Phase.

Fundamental bleibt das Umfeld klar negativ für den Bund Future. Steigende Energiepreise, geopolitische Spannungen und zunehmende Inflationsrisiken sorgen dafür, dass die Renditen in Deutschland und global weiter unter Aufwärtsdruck stehen. Diese Entwicklung wirkt direkt belastend auf Anleihekurse und damit auf den Bund Future.
Auch die Marktstruktur bestätigt dieses Bild. Die moderaten Handelsvolumina und ein weiterhin hohes Open Interest zeigen, dass institutionelle Investoren im Markt aktiv bleiben, jedoch ohne klare Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende. Vielmehr scheint sich der Markt in einer Phase zu befinden, in der steigende Renditen strukturell akzeptiert werden.
Insgesamt ergibt sich damit ein klares Muster: kurzfristige Gegenbewegungen innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends, ohne dass sich bislang eine stabile Bodenbildung abzeichnet.

Insbesondere die Debatte, ob Europa im Zuge steigender Energiepreise temporär Erleichterungen oder Anpassungen im CO₂-System vornehmen könnte, hatte für erhebliche Unsicherheit gesorgt. Diese politische Komponente bleibt auch weiterhin der zentrale Einflussfaktor für den Markt.
Gleichzeitig gibt es jedoch strukturelle Entwicklungen, die unterstützend wirken. Mit dem Start der CBAM-Preisreferenz bei rund 75 Euro pro Tonne wird erstmals eine klare Orientierung für Importpreise geschaffen. Das unterstreicht die strategische Bedeutung des CO₂-Preises innerhalb der europäischen Klimapolitik und spricht gegen eine grundlegende Abkehr vom System.
Auch die jüngste Erholung deutet darauf hin, dass auf tieferen Niveaus wieder Käufer in den Markt zurückkehren. Dennoch bleibt die Preisstruktur fragil, da die Unsicherheit über mögliche politische Eingriffe weiterhin hoch ist.
Insgesamt ergibt sich ein gemischtes Bild: erste Stabilisierung nach deutlicher Korrektur trifft auf ein weiterhin politisch geprägtes und damit anfälliges Marktumfeld.

Die Bewegung wurde maßgeblich durch eine Abschwächung des US-Dollars sowie durch veränderte Zinserwartungen in den USA unterstützt. Gleichzeitig sorgten schwache US-Konjunkturdaten, insbesondere beim Verbrauchervertrauen, für zusätzlichen Druck auf den Dollar und verstärkten die Aufwärtsdynamik im Euro.
Auffällig ist jedoch die Diskrepanz zur Positionierung. Die COT-Daten zeigen, dass das Managed Money aktuell sogar leicht netto short positioniert ist und rund 7.500 Kontrakte auf der Short-Seite hält. Diese Entwicklung steht im klaren Gegensatz zur jüngsten Kursbewegung und deutet darauf hin, dass der Anstieg bislang nicht von einer breiten institutionellen Überzeugung getragen wird.
Genau diese Konstellation kann jedoch auch als Chance interpretiert werden. Sollte sich die Aufwärtsbewegung fortsetzen, besteht Potenzial für weitere Käufe durch Short-Covering, was die Dynamik zusätzlich verstärken könnte.
Auch saisonal bleibt das Umfeld unterstützend. Historisch zeigt der EUR/USD bis Ende April eine positive Tendenz, was das aktuelle Setup zusätzlich untermauert und für eine Fortsetzung der Bewegung sprechen kann.
Technisch befindet sich der Markt aktuell an einer wichtigen Zone nahe der jüngsten Hochs. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Niveaus könnte weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen, während auf der Unterseite die kurzfristigen Unterstützungen entscheidend bleiben.
FAZIT

Gleichzeitig zeigt die Preisentwicklung der vergangenen Wochen, dass dieser Zusammenhang aktuell nicht mehr eindeutig ist. Trotz mehrfacher Eskalationen im Nahen Osten geriet Gold phasenweise sogar unter Druck. Hauptgrund dafür sind steigende Zinsen und ein festerer US-Dollar, die die klassische Safe-Haven-Funktion von Gold kurzfristig überlagern.
Ein wesentlicher Belastungsfaktor der vergangenen Wochen waren zudem Verkäufe auf Seiten der Zentralbanken. Insbesondere die türkische Zentralbank hat ihre Goldreserven deutlich reduziert, was maßgeblich zum zwischenzeitlichen Preisrückgang beigetragen hat. Dennoch zeigt sich diese Entwicklung nicht in der strukturellen Positionierung am Terminmarkt. Das Managed Money hält weiterhin über 156.000 Kontrakte auf der Long-Seite und signalisiert damit eine unverändert konstruktive Grundhaltung.
Auch wenn die Saisonalität in den kommenden Monaten eher gegen Gold spricht, deutet die jüngste Stabilisierung darauf hin, dass im Bereich unterhalb von 4.500 US-Dollar eine solide Nachfrage vorhanden ist. Rücksetzer werden aktuell weiterhin gekauft, was auf ein robustes Interesse institutioneller Marktteilnehmer hindeutet.
Insgesamt ergibt sich ein Spannungsfeld aus kurzfristigem Gegenwind durch Zinsen und Dollar auf der einen Seite sowie struktureller Nachfrage und geopolitischer Unsicherheit auf der anderen Seite.
FAZIT

Gleichzeitig steht diese Entwicklung im klaren Gegensatz zur globalen Energiesituation. Die geopolitische Eskalation im Nahen Osten, Einschränkungen im LNG-Handel sowie strukturelle Angebotsrisiken sprechen eigentlich für steigende Energiepreise. Auch politische Aussagen – wie zuletzt von Donald Trump, der davon ausgeht, dass die globale Energieversorgung zunehmend über die USA laufen wird – unterstreichen die strategische Bedeutung des US-Gasmarktes.
Besonders auffällig ist die Positionierung. Das Managed Money hat seine Short-Positionen weiter deutlich ausgebaut und hält inzwischen über 183.000 Kontrakte auf der Short-Seite. Diese extreme einseitige Positionierung erhöht das Potenzial für eine dynamische Gegenbewegung, sobald sich das fundamentale Bild dreht oder kurzfristige Impulse für Nachfrage entstehen.
Auch die Saisonalität spricht klar für steigende Preise in den kommenden Wochen. Historisch zeigt der Henry Hub Natural Gas Future bis Mitte Juni eine ausgeprägte Aufwärtsphase, insbesondere im Vorfeld der Sommernachfrage und der Hurricane-Saison.
Insgesamt ergibt sich ein klassisches konträres Setup: kurzfristig klar belastete Preise treffen auf ein strukturell zunehmend spannendes Umfeld auf der Long-Seite.
FAZIT

Gleichzeitig zeigt die Marktstruktur erste Stabilisierungstendenzen. Die Fähigkeit, sich zum Wochenschluss hin nahe der Hochs zu behaupten, ist ein wichtiges Signal und spricht dafür, dass auf dem aktuellen Niveau wieder Käufer in den Markt kommen.
Auch die Positionierung bleibt unterstützend. Das Managed Money hält weiterhin rund 21.700 Kontrakte auf der Long-Seite. Zwar liegt diese Positionierung deutlich unter früheren Höchstständen, signalisiert jedoch weiterhin eine grundsätzlich konstruktive Markterwartung.
Zusätzlich spricht die Saisonalität klar für den Markt. Historisch zeigt der Arabica-Kaffee-Future bis Ende Mai eine positive Tendenz, was das aktuelle Setup unterstützt und die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Erholung erhöht.
Ein weiterer potenzieller Treiber ist die Wetterentwicklung. Die Möglichkeit eines starken El-Niño-Ereignisses im weiteren Jahresverlauf könnte die Produktionsbedingungen in wichtigen Anbauregionen beeinflussen und damit zusätzliche Unsicherheit auf der Angebotsseite erzeugen.
Insgesamt ergibt sich ein gemischtes, aber zunehmend konstruktives Bild: kurzfristiger fundamentaler Gegenwind trifft auf eine stabilisierende Marktstruktur, unterstützende Positionierung und positive Saisonalität.

Fundamental bleibt das Umfeld gemischt. Auf der einen Seite belasten steigende Angebotszahlen, insbesondere aus der Elfenbeinküste, sowie höhere Lagerbestände die Preise. Auch schwächere Nachfrageindikatoren – etwa rückläufige Verkaufszahlen im Schokoladensektor – wirken dämpfend. Auf der anderen Seite bestehen weiterhin strukturelle Risiken, insbesondere durch Wetterprobleme in Westafrika sowie steigende Kosten entlang der Lieferkette.
Ein entscheidender Faktor bleibt die Positionierung. Das Managed Money hält weiterhin eine klare Short-Position von über 22.000 Kontrakten und hat diese zuletzt sogar leicht ausgebaut. Diese einseitige Positionierung erhöht das Potenzial für eine dynamische Gegenbewegung, insbesondere wenn es zu Short-Covering kommt.
Zusätzlich liefert die Saisonalität ein unterstützendes Bild. Historisch zeigt der Kakao-Future bis Ende April eine ausgeprägte Aufwärtsphase, was die aktuelle Stabilisierung zusätzlich untermauert.
Insgesamt ergibt sich ein interessantes Setup: kurzfristiger fundamentaler Gegenwind trifft auf eine stabile Nachfragezone, eine einseitige Short-Positionierung und positive saisonale Effekte.

Diese Stärke wird auch durch die Positionierung bestätigt. Das Managed Money hat seine Long-Positionen zuletzt weiter ausgebaut und hält inzwischen über 40.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese Entwicklung signalisiert eine klare Erwartung steigender Preise und unterstreicht das konstruktive Gesamtbild.
Fundamental ergibt sich ein gemischtes Bild. Während steigende Lagerbestände kurzfristig auf eine gewisse Nachfrageschwäche hindeuten, wird der Markt gleichzeitig durch die Hoffnung auf eine Stabilisierung der globalen Wirtschaft sowie durch strukturelle Nachfrage im Industriebereich unterstützt. Insbesondere die Erwartung, dass sich die Situation rund um die Straße von Hormuz perspektivisch entspannen könnte, wirkt stabilisierend auf die Nachfrageerwartungen.
Auch aus saisonaler Sicht bleibt das Setup klar unterstützend. Historisch gehört die Phase bis Ende April zu den stärkeren Perioden im Kupfermarkt, was die aktuelle Aufwärtsbewegung zusätzlich stützt.
Insgesamt zeigt sich der Markt in einer bemerkenswert stabilen Verfassung und bestätigt seine Rolle als Frühindikator für wirtschaftliche Entwicklungen.

Auch die Nachfrageimpulse bleiben bislang begrenzt. Zwar wurden zuletzt neue Exportverkäufe gemeldet, und die Exportzahlen liegen insgesamt über dem Vorjahresniveau, dennoch reichen diese Impulse aktuell nicht aus, um den Markt nachhaltig zu stützen.
Auffällig bleibt jedoch die Positionierung. Das Managed Money ist weiterhin massiv auf der Long-Seite engagiert und hält über 290.000 Kontrakte. Diese hohe Long-Positionierung unterstreicht die grundsätzlich bullishe Markterwartung institutioneller Investoren und bildet eine wichtige Grundlage für mögliche Aufwärtsbewegungen.
Zusätzlich liefert die Saisonalität ein klares Signal. Historisch zeigt der Mais-Future bis Mitte beziehungsweise Ende Juni eine positive Tendenz, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Schwächephase eher eine Konsolidierung innerhalb eines übergeordneten Aufwärtsszenarios sein könnte.
Insgesamt ergibt sich ein typisches Bild für den Maismarkt: kurzfristiger Druck durch Angebot und Wetter trifft auf eine strukturell starke Positionierung und unterstützende saisonale Faktoren.

Die Bewegung steht im Kontext einer generellen Erholung im Edelmetallsektor, unterstützt durch geopolitische Entwicklungen und zwischenzeitlich rückläufige Inflationssorgen. Gleichzeitig bleibt das fundamentale Umfeld gemischt, da insbesondere die industrielle Nachfrage – vor allem aus dem Automobilsektor – strukturell unter Druck steht.
Ein Blick auf die Positionierung zeigt jedoch ein konstruktives Bild. Das Managed Money hält weiterhin über 18.000 Kontrakte auf der Long-Seite und hat diese zuletzt leicht ausgebaut beziehungsweise stabil gehalten. Diese Entwicklung signalisiert, dass institutionelle Investoren die aktuelle Aufwärtsbewegung unterstützen.
Auch die Saisonalität spricht weiterhin für den Markt. Historisch zeigt der Platin-Future bis Anfang Juni eine positive Tendenz, was die aktuelle Entwicklung zusätzlich stützt und die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Bewegung erhöht.
Insgesamt ergibt sich ein solides Gesamtbild: stabile Marktstruktur, unterstützende Positionierung und positive saisonale Effekte treffen auf ein gemischtes, aber nicht klar belastendes fundamentales Umfeld.

Die aktuellen USDA-Daten zeichnen ein insgesamt stabiles Bild. Während die Verarbeitungsmenge auf ein Rekordniveau angehoben wurde, wurden die Exportprognosen leicht reduziert, sodass die Endbestände weitgehend unverändert bleiben. Global zeigt sich ein leicht rückläufiges Angebot, was den Markt zusätzlich unterstützt.
Ein entscheidender Faktor bleibt die Positionierung. Das Managed Money hält aktuell über 208.000 Kontrakte auf der Long-Seite und unterstreicht damit die klar bullische Grundhaltung institutioneller Investoren. Diese starke Positionierung fungiert weiterhin als stabilisierender Faktor für den Markt.
Auch saisonal bleibt das Umfeld unterstützend. Historisch tendieren Sojabohnen bis in den Sommer hinein fester, was die aktuelle Aufwärtsbewegung zusätzlich untermauert.

TTF Gas unter Druck trotz geopolitischer Risiken – Markt fokussiert kurzfristige Entspannung
Die aktuelle Preisentwicklung wirkt auf den ersten Blick kontraintuitiv. Trotz weiterhin angespannter geopolitischer Lage im Nahen Osten und anhaltender Unsicherheiten rund um die Straße von Hormuz steht der Gaspreis deutlich unter Druck. Der Markt fokussiert sich aktuell stark auf kurzfristige Entspannungssignale, insbesondere auf die Waffenruhe sowie mögliche Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
Ein zusätzlicher belastender Faktor ist die Aussicht auf eine teilweise Wiederaufnahme der LNG-Produktion in Katar. Erste Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der Anlage in Ras Laffan sorgen für Erwartungen steigender Angebotsmengen, auch wenn der tatsächliche Ramp-up weiterhin stark von der Sicherheit der Transportwege abhängt.
Gleichzeitig zeigt sich, dass der Markt derzeit stärker auf kurzfristige Angebots- und Nachfrageimpulse reagiert als auf strukturelle Risiken. Die Möglichkeit steigender LNG-Flüsse und die Hoffnung auf eine Stabilisierung der geopolitischen Lage überlagern aktuell die fundamentalen Unsicherheiten.
Genau diese Diskrepanz macht die aktuelle Situation bemerkenswert: Während die Risiken auf der Angebotsseite weiterhin erheblich sind, preist der Markt kurzfristig eher Entspannung ein.
WTI Crude Oil verliert auf Wochenbasis -14,60%.
Performance 5 Jahre: +60,91%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Öl unter Druck trotz Eskalation – gescheiterte Verhandlungen könnten Trend drehen
Fundamental bleibt die Lage angespannt. Die Straße von Hormuz ist weiterhin ein kritischer Engpass im globalen Ölhandel, und mögliche Störungen der Transportwege stellen ein zentrales Risiko für das Angebot dar. Diese Faktoren sind strukturell preistreibend und könnten kurzfristig wieder stärker in den Fokus rücken.
Auch die Positionierung unterstützt dieses Bild. Das Managed Money hält aktuell über 200.000 Kontrakte auf der Long-Seite und hat damit seine Positionen im Vergleich zu den niedrigen Niveaus im Herbst deutlich ausgebaut. Diese Entwicklung zeigt, dass institutionelle Marktteilnehmer weiterhin von steigenden Preisen ausgehen und den Markt entsprechend positionieren.
Zusätzlich spricht auch die Saisonalität für den Ölmarkt. Historisch befindet sich WTI in einer Phase, die tendenziell von steigenden Preisen geprägt ist, was die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Aufwärtsbewegung erhöht.
Zucker verliert auf Wochenbasis -8,33%.
Performance 5 Jahre: -6,65%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Zucker unter Druck – Überangebot und schwache Saisonalität dominieren den Markt
Fundamental bleibt das Bild klar belastend. Die Erwartungen an ein globales Überangebot haben sich weiter verfestigt, insbesondere durch steigende Produktion in Indien und Brasilien sowie die Aussicht auf höhere Exporte. Diese Entwicklung sorgt für anhaltenden Druck auf die Preise und verhindert bislang eine nachhaltige Stabilisierung.
Interessant ist jedoch die Entwicklung in der Positionierung. Das Managed Money hat seine Short-Positionen in den vergangenen Wochen massiv reduziert und hält aktuell nur noch etwas über 70.000 Kontrakte auf der Short-Seite, nachdem es im Februar noch über 250.000 Kontrakte waren. Dieser Abbau hat den initialen Aufwärtsimpuls ausgelöst, jedoch fehlt aktuell die Anschlussdynamik, da neue Käufer bislang nicht in ausreichendem Maße in den Markt kommen.
Auch saisonal bleibt das Umfeld negativ. Historisch tendiert der Zucker-Future bis in den Frühsommer hinein schwächer, was die aktuelle Abwärtsbewegung zusätzlich unterstützt.
