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Die vergangene Woche verlief für den DCX ausgesprochen erfreulich. Besonders starke positive Impulse kamen von Zucker, Silber, Gold, Kakao und Platin. Auch Baumwolle und Kupfer setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Belastend wirkten dagegen vor allem der kräftige Rückgang bei WTI Crude Oil sowie die erneute Schwäche bei Henry Hub Erdgas. Auch unsere Short-Position im Bund-Future entwickelte sich aufgrund steigender Anleihekurse gegen uns. Insgesamt zeigt sich derzeit ein außergewöhnlich heterogenes Marktbild: Edelmetalle profitieren von sinkenden Zinserwartungen, Soft Commodities zunehmend vom Super El Niño, während Energie weiterhin stark von den geopolitischen Entwicklungen rund um die Straße von Hormus geprägt wird.
• Baumwolle | +3,20 % | Long
Baumwolle stieg auf 84,40 US-Cent je Pfund und beendete die Handelswoche auf dem Wochenhoch. Robuste US-Exportzahlen, die Entwicklung der Energiepreise und eine außergewöhnlich hohe Long-Position des Managed Money von 96.376 Kontrakten stützen den Markt. Zusätzlich verbessert sich ab Mitte August das saisonale Umfeld, sodass die Chancen auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung gut bleiben.
• Bund-Future | +0,69 % | Short
Der Bund-Future erholte sich auf 125,07 Punkte und entwickelte sich damit gegen unsere Short-Position. Schwache US-Arbeitsmarktdaten und weltweit fallende Anleiherenditen sorgten für Unterstützung. Strukturell bleiben die hohe europäische Neuverschuldung und das steigende Angebot an Staatsanleihen jedoch Belastungsfaktoren. Für eine nachhaltige Trendwende nach oben sehen wir bislang noch zu wenige Argumente.
• EUR/USD | +0,26 % | Long
EUR/USD stieg auf 1,15570 und setzte seine Stabilisierung fort. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten belasteten den Dollar zusätzlich. Interessant bleibt die Positionierung des Managed Money, das rund 58.000 Kontrakte netto short im Euro hält. Damit entwickelt sich der Markt derzeit entgegen der institutionellen Positionierung. Setzt sich die Euro-Stärke fort, könnten Short-Eindeckungen zusätzlichen Kaufdruck erzeugen.
• Gold | +7,40 % | Long
Gold sprang auf 4.401,30 US-Dollar je Feinunze und schloss nahezu auf Wochenhoch. Die Rally hatte bereits zu Wochenbeginn eingesetzt und wurde durch die schwachen US-Arbeitsmarktdaten am Freitag nochmals deutlich beschleunigt. Das Managed Money baute seine Netto-Long-Position auf 197.634 Kontrakte aus. Gleichzeitig beginnt nun die saisonal stärkste Phase des Jahres, die bis in den Oktober hinein reicht.
• Henry Hub Erdgas | -4,30 % | Long
Henry Hub Erdgas fiel auf 2,671 US-Dollar je MMBtu und bleibt klar unter Druck. Rekordhohe Produktion und komfortable Lagerbestände belasten weiterhin. Gleichzeitig hält das Managed Money inzwischen extreme 197.546 Kontrakte netto short. Mit der bevorstehenden Hochphase der Hurrikansaison steigt das Potenzial für eine kräftige Gegenbewegung, sobald ein wetterbedingter Trigger auftritt.
• Kaffee | +0,03 % | Long
Arabica Coffee bewegte sich mit einem Schlusskurs von 313,65 US-Cent je Pfund praktisch seitwärts. Das Managed Money hält weiterhin 24.855 Kontrakte netto long. Gleichzeitig rücken die möglichen Auswirkungen des starken El Niño auf Brasilien stärker in den Fokus. Auch saisonal verbessert sich das Bild ab Mitte August, sodass wir für die kommenden Wochen weiterhin konstruktiv bleiben.
• Kakao | +6,14 % | Long
Kakao stieg kräftig auf 5.724 US-Dollar je Tonne. Die Wetterrisiken in Westafrika im Zusammenhang mit dem starken El Niño rücken wieder stärker in den Mittelpunkt. Das Managed Money hat seine Short-Position inzwischen auf nur noch 2.908 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig beginnt ab Mitte August eine saisonal freundlichere Marktphase, was der laufenden Erholung zusätzlichen Rückenwind verleihen könnte.
• Kupfer | +1,20 % | Long
Kupfer stieg auf 658,5 US-Cent je Pfund und testete im Wochenverlauf erneut das bisherige Allzeithoch oberhalb von 680 US-Cent. Charttechnisch steht nun die Entscheidung zwischen einem möglichen Triple Top und einem nachhaltigen Ausbruch an. Das Managed Money hält 77.123 Kontrakte netto long, während das Open Interest mit 271.760 Kontrakten auf einem außergewöhnlich hohen Niveau liegt.
• Mais | -0,49 % | Long
Mais gab leicht auf 461,5 US-Cent je Scheffel nach. Trotz der schwächeren Kursentwicklung baute das Managed Money seine Netto-Long-Position weiter auf 255.068 Kontrakte aus. Die institutionellen Anleger nutzen Rücksetzer damit weiterhin zum Positionsaufbau. Neben dem bevorstehenden WASDE-Bericht könnten vor allem die möglichen Auswirkungen des Super El Niño in den kommenden Monaten für neue Impulse sorgen.
• Platin | +6,18 % | Long
Platin stieg kräftig auf 1.757,40 US-Dollar je Feinunze. Trotz der starken Woche notiert der Future weiterhin deutlich unter seinem Allzeithoch von Ende Januar. Das Managed Money nutzte die vorangegangene Schwäche zum Ausbau seiner Long-Position auf 14.761 Kontrakte. Zusätzlich bleibt der Markt strukturell von einem Angebotsdefizit geprägt. Saisonale Unterstützung ist insbesondere im vierten Quartal zu erwarten.
• Silber | +10,45 % | Long
Silber gehörte mit einem Wochenplus von 10,45 % zu den stärksten Märkten und schloss bei 63,80 US-Dollar je Feinunze. Zwischenzeitlich wurde sogar die Marke von 65 US-Dollar überschritten. Sinkende Zinserwartungen, ein schwächerer US-Dollar und die robuste industrielle Nachfrage sorgten für Rückenwind. Das Managed Money hält weiterhin 22.280 Kontrakte netto long. Auch saisonal bleibt das Bild bis weit in den September hinein freundlich.
• Sojabohnen | -1,03 % | Long
Sojabohnen gaben leicht auf 1.176 US-Cent je Scheffel nach. Gute US-Ernteaussichten begrenzen derzeit die Aufwärtsbewegung, während robuste chinesische Nachfrage stützend wirkt. Das Managed Money hält mit 175.542 Kontrakten weiterhin eine sehr hohe Netto-Long-Position. Zusätzlich beginnt eine saisonal freundliche Phase, die häufig bis Mitte September anhält.
• USD/JPY | +0,18 % | Long
USD/JPY stieg leicht auf 157,794 Yen. Trotz der unspektakulären Wochenperformance bleibt das Währungspaar aufgrund der koordinierten Interventionen der japanischen und amerikanischen Behörden im Fokus. Der Zinsvorteil der USA spricht weiterhin für den Dollar, während schwächere US-Arbeitsmarktdaten und die ständige Gefahr erneuter Interventionen die Aufwärtsbewegung begrenzen.
• Weizen | +0,04 % | Long
Weizen bewegte sich praktisch seitwärts und schloss bei 638,25 US-Cent je Scheffel. Geopolitische Risiken im Schwarzmeerraum stützen den Markt, während das komfortable globale Angebot größere Kursanstiege bislang verhindert. Das Managed Money hält 14.759 Kontrakte netto short und ist damit nicht außergewöhnlich stark positioniert. Neue Exportstörungen könnten deshalb rasch für zusätzliche Bewegung sorgen.
• WTI Crude Oil | -11,17 % | Long
WTI Crude Oil fiel massiv auf 77,08 US-Dollar je Barrel. Der Markt setzt zunehmend darauf, dass eine zumindest teilweise Öffnung der Straße von Hormus zustande kommt, wobei sich die Verhandlungsposition deutlich zugunsten Irans verschoben hat. Von einer vollständigen geopolitischen Entspannung kann dennoch keine Rede sein. Das Managed Money hält weiterhin 112.443 Kontrakte netto long. Auch saisonal bleibt WTI bis etwa Mitte Oktober unterstützt.
• Zucker | +12,21 % | Long
Zucker war mit einem Plus von 12,21 % einer der stärksten Märkte der Woche und schloss bei 16,45 US-Cent je Pfund. Sorgen über die globale Produktion sowie die möglichen Auswirkungen des Super El Niño auf Brasilien, Indien und Thailand treiben die Preise. Das Managed Money reduzierte seine Netto-Short-Position auf 68.468 Kontrakte. Weitere Short-Eindeckungen könnten die laufende Bewegung zusätzlich beschleunigen.
Carsten S. Stork |


Besonders auffällig bleibt die Positionierung der professionellen Marktteilnehmer. Das Managed Money hält inzwischen 96.376 Netto-Long-Kontrakte und baut seine optimistische Positionierung damit weiter aus. Für den vergleichsweise kleinen Baumwollmarkt ist dies eine außergewöhnlich hohe Long-Position und unterstreicht das Vertrauen institutioneller Investoren in weiter steigende Preise. Unterstützung erhält dieses positive Bild zusätzlich durch die Saisonalität. Historisch beginnt ab Mitte August eine Phase, in der der Baumwolle-Future häufig weiter zulegen kann. Treffen eine starke institutionelle Positionierung und ein saisonaler Rückenwind zusammen, erhöht das die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des bestehenden Aufwärtstrends.
Fazit:
Der Baumwolle-Future präsentiert sich derzeit in einer ausgezeichneten Verfassung. Der Ausbruch auf ein neues Mehrmonatshoch, die robuste Nachfrage, die außergewöhnlich hohe Long-Position des Managed Money sowie die bevorstehende saisonal starke Phase sprechen weiterhin für steigende Kurse. Solange sich an diesen Rahmenbedingungen nichts Wesentliches ändert, bleibt Baumwolle aus unserer Sicht einer der aussichtsreichsten Märkte innerhalb der Soft Commodities.

Trotz der Erholung bleibt das übergeordnete Bild allerdings herausfordernd. Die hohe Neuverschuldung vieler europäischer Staaten sorgt weiterhin für ein deutlich steigendes Angebot an Staatsanleihen, während gleichzeitig die Inflation zwar zurückgeht, aber noch nicht vollständig besiegt ist. Entsprechend dürfte die Europäische Zentralbank auch in den kommenden Monaten vorsichtig bleiben. Nach der kräftigen Erholung der vergangenen Woche wird entscheidend sein, ob die Renditen ihren kurzfristigen Abwärtstrend fortsetzen können oder bereits wieder nach oben drehen.
Fazit:
Der Bund Future profitierte in der vergangenen Woche vor allem von den überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten und den daraufhin weltweit fallenden Renditen. Kurzfristig hat sich das Chartbild dadurch aufgehellt. Für eine nachhaltige Trendwende sprechen aus unserer Sicht jedoch noch zu wenige Faktoren, weshalb wir den Rentenmarkt weiterhin mit einer gewissen Zurückhaltung beurteilen.

Unterstützung erhielt der Euro vor allem zum Wochenschluss durch die überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Statt der erwarteten 80.000 neuen Stellen gingen im Juli 23.000 Arbeitsplätze verloren, gleichzeitig wurden die Beschäftigungszahlen der beiden Vormonate deutlich nach unten revidiert. In der Folge gingen die Renditen amerikanischer Staatsanleihen zurück und die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank wurden reduziert. Davon profitierte der Euro gegenüber dem US-Dollar, da sich der Zinsvorteil der Vereinigten Staaten zumindest kurzfristig etwas verringerte.
Besonders spannend bleibt derzeit die Entwicklung am Terminmarkt. Das Managed Money hält inzwischen rund 58.000 Netto-Short-Kontrakte im Euro. Diese Positionierung überrascht, denn obwohl institutionelle Investoren zuletzt ihre Short-Positionen ausgebaut haben, steigt der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter an. Damit entwickelt sich der Markt aktuell genau entgegen der Positionierung des Managed Money. Solche Divergenzen sind häufig besonders interessant, weil sie früher oder später meist aufgelöst werden. Entweder setzt sich die Einschätzung der professionellen Marktteilnehmer durch, oder das Managed Money wird gezwungen sein, seine Short-Positionen wieder einzudecken, was den Euro zusätzlich unterstützen könnte.
Fazit:
Der Euro/US-Dollar hat sich in den vergangenen Wochen deutlich stabilisiert und trotz einer wachsenden Short-Position des Managed Money weiter zugelegt. Genau diese gegensätzlichen Signale machen das Währungspaar derzeit besonders spannend. Sollte der Euro seinen Aufwärtstrend fortsetzen, könnte zusätzlicher Kaufdruck durch Short-Eindeckungen institutioneller Investoren entstehen.

Bereits zu Beginn der Woche setzte eine kräftige Erholung ein. Nach der langen Konsolidierungsphase gelang Gold der Ausbruch über mehrere wichtige Widerstandsmarken, wodurch zunehmend neue Käufer in den Markt kamen. Den entscheidenden zusätzlichen Schub erhielt die laufende Rally dann am Freitag durch den überraschend schwachen US-Arbeitsmarktbericht. Statt der erwarteten 80.000 neuen Stellen gingen im Juli 23.000 Arbeitsplätze verloren, gleichzeitig wurden die Beschäftigungszahlen der beiden Vormonate um insgesamt 103.000 Stellen nach unten revidiert. In der Folge gaben sowohl der US-Dollar als auch die Renditen amerikanischer Staatsanleihen deutlich nach. Gleichzeitig reduzierten die Finanzmärkte ihre Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank. Dieses Umfeld verlieh der bereits laufenden Aufwärtsbewegung zusätzlichen Rückenwind.
Auch die Terminmarktdaten bleiben ausgesprochen konstruktiv. Das Managed Money hat seine Netto-Long-Position erneut ausgebaut und hält inzwischen 197.634 Long-Kontrakte. Damit befinden sich institutionelle Investoren weiterhin klar auf der Käuferseite und unterstreichen ihr Vertrauen in den übergeordneten Aufwärtstrend. Hinzu kommt die Saisonalität, die nun ebenfalls für Gold spricht. Historisch beginnt Mitte August die stärkste Phase des Jahres. Bis in den Oktober hinein entwickelte sich der Goldpreis in den vergangenen Jahrzehnten überdurchschnittlich häufig positiv. Treffen eine starke institutionelle Positionierung, ein freundliches Zinsumfeld und eine positive Saisonalität zusammen, spricht vieles dafür, dass die laufende Erholung noch nicht abgeschlossen ist.
Fazit:
Gold hat in der vergangenen Woche ein wichtiges charttechnisches Signal geliefert und die mehrmonatige Korrektur mit einem überzeugenden Befreiungsschlag beendet. Die bereits zu Wochenbeginn einsetzende Rally wurde durch die schwachen US-Arbeitsmarktdaten zusätzlich beschleunigt. Zusammen mit der hohen Long-Position des Managed Money und der nun beginnenden saisonal stärksten Phase des Jahres bleiben wir für Gold in den kommenden Wochen und Monaten optimistisch.

Fundamental hat sich das Bild kaum verändert. Die US-Gasförderung bewegt sich weiterhin auf Rekordniveau, während die Lagerbestände deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen. Zwar ziehen die LNG-Exporte zuletzt wieder leicht an und auch die Stromnachfrage bleibt aufgrund der sommerlichen Temperaturen hoch, bislang reicht dies jedoch nicht aus, um das hohe Angebot spürbar abzubauen. Entsprechend bleibt die Stimmung am Markt zunächst verhalten.
Bemerkenswert ist jedoch die Entwicklung am Terminmarkt. Das Managed Money hat seine Netto-Short-Position erneut ausgeweitet und hält inzwischen 197.546 Short-Kontrakte. Das ist eine außergewöhnlich hohe spekulative Positionierung und erhöht das Risiko einer kräftigen Gegenbewegung, sobald sich die fundamentale Lage verändert. Genau darauf richtet sich unser Blick. Die Hurrikansaison erreicht in den kommenden Wochen ihre aktivste Phase. Sollten stärkere Stürme Förderanlagen oder LNG-Exportterminals im Golf von Mexiko beeinträchtigen, könnte sich die Marktstimmung sehr schnell drehen. In Verbindung mit der extrem hohen Short-Position des Managed Money hätte ein solcher Auslöser das Potenzial, eine dynamische Short-Squeeze auszulösen.
Kurzfristig bleibt der Henry-Hub-Erdgas-Future zwar unter Druck, gleichzeitig steigt mit jeder weiteren Woche die Wahrscheinlichkeit für einen möglichen Wendepunkt. Die außergewöhnlich hohe Short-Position des Managed Money und die bevorstehende Hochphase der Hurrikansaison könnten den Auslöser für eine kräftige Erholung liefern. Deshalb halten wir unverändert an unserer positiven Einschätzung für die kommenden Monate fest und warten auf den entscheidenden Trigger für unseren geplanten Long-Einstieg.

An der übergeordneten Ausgangslage hat sich allerdings wenig verändert. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Entwicklung des außergewöhnlich starken El Niño. Historisch zählen die Kaffeeanbaugebiete in Brasilien zu den Regionen, die besonders empfindlich auf die damit verbundenen Wetterveränderungen reagieren. Als weltweit größter Produzent und Exporteur von Arabica-Kaffee spielt Brasilien eine Schlüsselrolle für die globale Versorgung. Sollten sich die Wetterbedingungen in den kommenden Wochen verschlechtern oder die Erwartungen an die nächste Ernte nach unten angepasst werden, könnte dies den Markt rasch wieder nach oben treiben.
Unterstützt wird dieses Bild weiterhin durch die Positionierung der professionellen Marktteilnehmer. Das Managed Money hält aktuell 24.855 Netto-Long-Kontrakte und setzt damit unverändert auf steigende Kaffeepreise. Trotz der zuletzt eher richtungslosen Kursentwicklung haben institutionelle Investoren ihre grundsätzlich positive Einschätzung also nicht aufgegeben. Hinzu kommt, dass sich die saisonale Tendenz ab Mitte August deutlich verbessert. Historisch beginnt für den Arabica-Kaffee-Future jetzt eine Phase, in der die Preise bis in den Herbst hinein häufig anziehen. Zwar stellt die Saisonalität allein keinen ausreichenden Kaufgrund dar, sie liefert derzeit aber zusätzlichen Rückenwind für das insgesamt konstruktive Marktbild.
Fazit:
Auch wenn der Arabica-Kaffee-Future in der vergangenen Woche kaum Bewegung zeigte, bleiben die mittelfristigen Aussichten aus unserer Sicht positiv. Der außergewöhnlich starke El Niño, die unverändert hohe Long-Position des Managed Money und die nun beginnende saisonal starke Phase sprechen dafür, dass der Markt in den kommenden Wochen wieder an Dynamik gewinnen könnte. Daher halten wir unverändert an unserer positiven Einschätzung für den Kaffee-Future fest.

Im Mittelpunkt steht dabei Westafrika, wo die Elfenbeinküste und Ghana zusammen rund 60 % der weltweiten Kakaoproduktion stellen. Ein starker El Niño geht dort häufig mit wärmeren und trockeneren Wetterbedingungen einher, was die Bodenfeuchtigkeit reduziert und die Entwicklung der Kakaobäume belastet. Mehrere Analysehäuser haben ihre Prognosen für den globalen Kakaoüberschuss zuletzt bereits nach unten angepasst und verweisen auf die zunehmenden Wetterrisiken für die kommende Haupternte. Gleichzeitig deuten erste Schätzungen für die neue Ernte auf eine schwächere Produktion hin als noch vor wenigen Monaten erwartet.
Unterstützt wird diese Entwicklung durch die Positionierung am Terminmarkt. Das Managed Money hat seine Short-Positionen in den vergangenen Wochen kontinuierlich reduziert und hält aktuell nur noch 2.908 Netto-Short-Kontrakte. Damit ist der zuvor sehr hohe Verkaufsdruck der spekulativen Anleger inzwischen weitgehend abgebaut. Gleichzeitig verbessert sich nun auch das saisonale Umfeld. Historisch beginnt für den Kakao-Future ab Mitte August eine freundlichere Marktphase, die in den vergangenen Jahren häufig von steigenden Kursen begleitet wurde. Treffen eine positive Saisonalität und wetterbedingte Angebotsrisiken zusammen, entstehen häufig besonders dynamische Marktbewegungen.
Fazit:
Der Kakao-Future profitiert derzeit von einer Kombination aus wetterbedingten Angebotsrisiken, einer deutlich entspannteren Positionierung des Managed Money und einer saisonal günstigen Marktphase. Sollte der außergewöhnlich starke El Niño die Erwartungen an die westafrikanische Ernte weiter belasten, sehen wir gute Chancen, dass sich die laufende Erholung in den kommenden Wochen fortsetzen kann.

Fundamental bleibt das Umfeld jedoch konstruktiv. Die Angebotsrisiken nehmen weiter zu. Die Demokratische Republik Kongo hat den Export von Kupferkonzentraten eingeschränkt, um die heimische Weiterverarbeitung auszubauen. Gleichzeitig belasten Produktionsprobleme bei Codelco in Chile das globale Angebot. Hinzu kommt die anhaltende Diskussion über mögliche US-Importzölle auf Kupfer, wodurch zusätzlich Material in die USA umgeleitet wird. Auf der Nachfrageseite bleibt Kupfer einer der größten Profiteure der globalen Elektrifizierung, des Ausbaus der Stromnetze sowie der stark steigenden Investitionen in Rechenzentren und künstliche Intelligenz.
Auch die Terminmarktdaten sprechen weiterhin für den Markt. Das Managed Money hält aktuell 77.123 Netto-Long-Kontrakte und setzt damit unverändert auf weiter steigende Preise. Besonders bemerkenswert ist zudem das Open Interest an der CME, das inzwischen auf 271.760 Kontrakte gestiegen ist – der höchste Stand seit langer Zeit. Ein hohes Open Interest bei gleichzeitig hohen Kursen ist häufig ein Zeichen dafür, dass neues Kapital in den Markt fließt und die laufende Aufwärtsbewegung unterstützt. Saisonal könnte Kupfer kurzfristig zwar noch einmal etwas Luft holen, zum Jahresende verbessert sich das historische Muster jedoch wieder deutlich.
Fazit:
Der Kupfer-Future steht unmittelbar vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Charttechnisch geht es jetzt um die Frage, ob der Ausbruch auf neue Allzeithochs gelingt oder sich zunächst ein Triple Top ausbildet. Die hohe Long-Position des Managed Money, das außergewöhnlich hohe Open Interest und die unverändert positiven Fundamentaldaten sprechen aus unserer Sicht derzeit eher für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben.

Fundamental bleibt das Bild gemischt. Einerseits wurden erneut größere Exportverkäufe an Mexiko gemeldet, was die anhaltend robuste internationale Nachfrage unterstreicht. Andererseits richtet sich der Blick der Marktteilnehmer zunehmend auf den kommenden WASDE-Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums, von dem neue Hinweise auf die Größe der diesjährigen US-Ernte erwartet werden. Solange hier keine größeren Überraschungen auftreten, dürfte der Maismarkt zunächst in seiner aktuellen Handelsspanne verbleiben.
Ein deutlich bullischeres Signal liefern dagegen die Terminmarktdaten. Das Managed Money hat seine Netto-Long-Position trotz der schwächeren Kursentwicklung weiter ausgebaut und hält inzwischen 255.068 Long-Kontrakte. Für uns ist das besonders bemerkenswert. Institutionelle Investoren haben den jüngsten Rücksetzer also nicht zum Ausstieg genutzt, sondern ihre Positionen weiter aufgestockt. Das spricht dafür, dass die größeren Marktteilnehmer mittel- bis langfristig weiterhin von steigenden Maispreisen ausgehen. Hinzu kommt der Blick auf das Wetter. Mit dem außergewöhnlich starken El Niño könnten sich die Risiken für die weltweite Agrarproduktion in den kommenden Monaten wieder erhöhen. Zwar ist heute noch nicht absehbar, wie stark Mais tatsächlich betroffen sein wird, grundsätzlich nehmen wetterbedingte Unsicherheiten in einem solchen Umfeld jedoch deutlich zu.
Fazit:
Der Mais-Future zeigte in der vergangenen Woche zwar nur wenig Bewegung, die Positionierung des Managed Money bleibt jedoch ausgesprochen konstruktiv. Die weiter steigenden Long-Positionen institutioneller Anleger und die möglichen wetterbedingten Risiken im Zuge des Super El Niño sprechen dafür, dass der Maismarkt mittelfristig durchaus weiteres Aufwärtspotenzial besitzen könnte.

Der Platin-Future legte in der vergangenen Woche kräftig um 6,18 % zu und schloss bei 1.757,4 US-Dollar je Unze. Damit setzte sich die Erholung der vergangenen Wochen fort. Trotz dieser positiven Entwicklung notiert Platin allerdings noch immer deutlich unter seinem Allzeithoch vom 26. Januar, als der Future zeitweise über 2.900 US-Dollar gehandelt wurde. Das zeigt, dass der Markt trotz der jüngsten Kursgewinne weiterhin erhebliches Aufholpotenzial besitzt.
Unterstützt wurde die Aufwärtsbewegung durch das insgesamt freundlichere Umfeld für Edelmetalle. Die überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten zum Wochenschluss sorgten für sinkende Anleiherenditen und einen schwächeren US-Dollar, was den gesamten Edelmetallsektor zusätzlich stützte. Gleichzeitig gehen viele Marktbeobachter weiterhin davon aus, dass der Platinmarkt auch in diesem Jahr ein strukturelles Angebotsdefizit aufweisen wird. Hinzu kommt die Hoffnung auf eine steigende industrielle Nachfrage, unter anderem durch den Ausbau der KI-Infrastruktur und der Energieversorgung, in denen Platin ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.
Auch die Terminmarktdaten sprechen für eine zunehmend konstruktive Marktstimmung. Das Managed Money hat die vorangegangene Kursschwäche genutzt, um seine Long-Positionen weiter auszubauen, und hält inzwischen 14.761 Netto-Long-Kontrakte. Diese Entwicklung zeigt, dass institutionelle Investoren den Rücksetzer nicht als Warnsignal, sondern als Kaufgelegenheit interpretiert haben. Saisonale Unterstützung erhält Platin ebenfalls. Historisch entwickelt sich der Markt insbesondere im vierten Quartal häufig freundlich, sodass sich das ohnehin positive fundamentale Umfeld zum Jahresende zusätzlich verbessern könnte.
Fazit:
Der Platin-Future arbeitet sich Schritt für Schritt aus seiner langen Schwächephase heraus. Die steigende Long-Position des Managed Money, das strukturell knappe Angebot und die historisch starke Saisonalität im vierten Quartal sprechen dafür, dass die Erholung in den kommenden Monaten durchaus noch weiteres Potenzial besitzen könnte.

Bereits im Verlauf der Woche setzte eine dynamische Aufwärtsbewegung ein, die sich zum Wochenschluss nochmals deutlich beschleunigte. Zusätzlichen Rückenwind erhielt Silber am Freitag durch die überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Die deutlich niedrigere Beschäftigung sowie die Abwärtsrevisionen der Vormonate führten zu sinkenden Anleiherenditen und einem schwächeren US-Dollar. Davon profitierten die Edelmetalle insgesamt. Im Gegensatz zu Gold verfügt Silber jedoch über einen zweiten wichtigen Kurstreiber: die industrielle Nachfrage. Insbesondere die weiterhin hohe Nachfrage aus den Bereichen Solarenergie, Elektrifizierung und Stromnetzausbau sorgt dafür, dass Silber nicht nur als Edelmetall, sondern auch als Industriemetall gefragt bleibt.
Auch die Positionierung am Terminmarkt spricht weiterhin für den Markt. Das Managed Money hält aktuell 22.280 Netto-Long-Kontrakte und signalisiert damit, dass institutionelle Investoren trotz der kräftigen Kursgewinne weiterhin auf steigende Silberpreise setzen. Aus saisonaler Sicht fällt das Bild zwar etwas weniger ausgeprägt aus als bei Gold, dennoch beginnt auch für Silber nun eine historisch freundliche Marktphase. Bis weit in den September hinein entwickelte sich der Silberpreis in der Vergangenheit überdurchschnittlich häufig positiv, sodass sich auch von dieser Seite zusätzlicher Rückenwind ergibt.
Fazit:
Der Silber-Future hat in der vergangenen Woche ein starkes charttechnisches Signal geliefert und sich eindrucksvoll über der Marke von 60 US-Dollar etabliert. Die Kombination aus einer wieder freundlicheren Zinslandschaft, einer robusten industriellen Nachfrage, der weiterhin positiven Positionierung des Managed Money und einer saisonal günstigen Phase spricht dafür, dass die Aufwärtsbewegung in den kommenden Wochen durchaus noch weiteres Potenzial besitzen könnte.
Sojabohnen verlieren auf Wochenbasis -1,03%.
Performance 5 Jahre: -12,81%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Sojabohnen: Ruhiger Markt mit konstruktivem Gesamtbild
Fundamental präsentiert sich der Markt derzeit insgesamt ausgeglichen. Die Wetterbedingungen in den wichtigsten US-Anbaugebieten haben sich zuletzt verbessert und sprechen für eine solide Ernte. Gleichzeitig bleibt China als weltweit größter Importeur von Sojabohnen ein wichtiger Nachfragefaktor. In den vergangenen Wochen wurden erneut größere Käufe amerikanischer Sojabohnen gemeldet, was die Preise stabilisiert und zeigt, dass die internationale Nachfrage weiterhin auf einem hohen Niveau liegt. Damit treffen derzeit ein komfortables Angebot und eine robuste Nachfrage aufeinander, weshalb sich der Markt bislang nur wenig bewegt.
Ein positives Signal liefern weiterhin die Terminmarktdaten. Das Managed Money hält aktuell 175.542 Netto-Long-Kontrakte und bleibt damit klar auf der Käuferseite. Diese hohe Long-Positionierung zeigt, dass institutionelle Investoren unverändert von steigenden Preisen ausgehen und dem Markt mittelfristig weiteres Potenzial zutrauen. Unterstützung erhält dieses Bild zusätzlich durch die Saisonalität. Historisch beginnt jetzt eine freundliche Phase, die häufig bis Mitte September anhält. Auch wenn die saisonale Entwicklung allein kein ausreichender Kaufgrund ist, liefert sie derzeit zusätzlichen Rückenwind für den Sojabohnen-Future.
Fazit:
Der Sojabohnen-Future zeigte in der vergangenen Woche zwar wenig Dynamik, das übergeordnete Bild bleibt aus unserer Sicht jedoch konstruktiv. Die starke Positionierung des Managed Money, die anhaltend robuste Nachfrage aus China und die saisonal günstige Phase sprechen dafür, dass der Markt in den kommenden Wochen durchaus wieder an Aufwärtsdynamik gewinnen könnte.
Weizen gewinnt auf Wochenbasis +0,04%.
Performance 5 Jahre: -9,13%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Weizen: Der Markt wartet auf neue Impulse
Der Weizen-Future bewegte sich in der vergangenen Woche kaum von der Stelle. Mit einem minimalen Plus von 0,04 % schloss der Future bei 638,25 US-Cent je Scheffel. Damit setzte sich die zuletzt beobachtete Seitwärtsbewegung fort. Weder die geopolitischen Risiken im Schwarzmeerraum noch die insgesamt komfortable globale Versorgungslage konnten den Markt in eine klare Richtung bewegen.
Fundamental stehen sich derzeit zwei gegenläufige Faktoren gegenüber. Einerseits sorgen die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine immer wieder für Unsicherheit hinsichtlich der Exporte über das Schwarze Meer. Angriffe auf Hafeninfrastruktur und Schiffe verdeutlichen, dass die Risiken für den internationalen Getreidehandel weiterhin bestehen. Andererseits bleibt das globale Angebot insgesamt hoch. Solange die Exporte aus der Schwarzmeerregion nicht nachhaltig beeinträchtigt werden, dürfte das ausreichende weltweite Angebot größere Kursanstiege zunächst begrenzen.
Auch die Terminmarktdaten liefern derzeit kein eindeutiges Signal. Das Managed Money hat seine Netto-Short-Position zuletzt leicht auf 14.759 Kontrakte ausgebaut. Im historischen Vergleich handelt es sich dabei jedoch um keine außergewöhnlich große Positionierung. Weder auf der Long- noch auf der Short-Seite haben institutionelle Investoren aktuell eine besonders klare Meinung zum Weizenmarkt. Entsprechend dürfte der Blick der Marktteilnehmer in den kommenden Tagen vor allem auf den neuen WASDE-Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums gerichtet sein, der frische Hinweise zur globalen Angebots- und Nachfragesituation liefern könnte.
Fazit:
Der Weizen-Future befindet sich derzeit in einer Phase der Orientierung. Die geopolitischen Risiken im Schwarzmeerraum stützen den Markt zwar weiterhin, werden jedoch durch das insgesamt komfortable globale Angebot weitgehend ausgeglichen. Solange sich an diesem Kräfteverhältnis nichts ändert, dürfte Weizen vorerst in einer breiten Handelsspanne bleiben.
WTI Crude Oil verliert auf Wochenbasis -11,17%.
Performance 5 Jahre: +6,78%
Die letzte Woche im 30min Chart:

WTI-Rohöl: Der Markt setzt auf einen Deal zu iranischen Bedingungen
Entscheidend war vielmehr die zunehmende Erwartung, dass es zu einer Vereinbarung über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus kommen könnte. Dabei zeichnet sich allerdings immer deutlicher ab, dass die Bedingungen hierfür vor allem von Iran vorgegeben werden. Teheran knüpft eine Normalisierung des Schiffsverkehrs unter anderem an die Aufhebung der amerikanischen Blockade iranischer Häfen und will sich offenbar gleichzeitig erheblichen Einfluss auf die Nutzung der Straße von Hormus sichern. Die USA verfügen damit deutlich weniger über die Bedingungen einer möglichen Lösung, als dies noch vor einigen Wochen den Anschein hatte.
Genau diese Erwartung hat die Preise zuletzt belastet. Der Markt setzt darauf, dass zumindest ein Teil der bislang blockierten oder eingeschränkten Ölströme wieder auf den Weltmarkt zurückkehren könnte. Gleichzeitig zeigen die fortgesetzten Angriffe auf Schiffe und die Aktivitäten der Huthi-Milizen, dass von einer wirklichen Entspannung im Nahen Osten noch lange keine Rede sein kann.
Das Managed Money hat seine Positionierung zuletzt kaum verändert und hält weiterhin 112.443 Netto-Long-Kontrakte. Damit zeigen sich institutionelle Investoren trotz des starken Preisrückgangs nicht wesentlich pessimistischer. Auch die Saisonalität bleibt unterstützend. Historisch befindet sich WTI bis etwa Mitte Oktober weiterhin in einer freundlichen Phase.
Fazit:
Der starke Rückgang der vergangenen Woche ist weniger Ausdruck einer Entspannung als vielmehr die Folge der Erwartung, dass eine teilweise Öffnung der Straße von Hormus zu Bedingungen Irans zustande kommen könnte. Die geopolitischen Risiken bleiben hoch, und solange keine belastbare Vereinbarung vorliegt, dürfte auch die Risikoprämie im Ölpreis bestehen bleiben.
USD/JPY gewinnt auf Wochenbasis +0,18%.
Performance 5 Jahre: +43,83%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Die Kursbewegungen wurden dabei von zwei gegensätzlichen Kräften bestimmt. Einerseits bleibt der deutliche Zinsvorteil der USA grundsätzlich ein Argument für einen starken US-Dollar gegenüber dem Yen. Andererseits hat der überraschend schwache US-Arbeitsmarktbericht zum Wochenschluss die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve deutlich gedämpft. Gleichzeitig nutzten japanische Vertreter erneut die Gelegenheit, den Markt an ihre Bereitschaft zu erinnern, bei übermäßigen Wechselkursbewegungen erneut einzugreifen. Dadurch blieb die Aufwärtsdynamik des US-Dollars insgesamt begrenzt.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich das Währungspaar weiterhin in einer spannenden Phase. Die Marke von 160 Yen bleibt eine wichtige psychologische Hürde, an der in den vergangenen Wochen wiederholt Verkäufe beziehungsweise Interventionssorgen aufkamen. Gleichzeitig spricht der nach wie vor bestehende Zinsunterschied zwischen den USA und Japan dagegen, den Dollar bereits abzuschreiben. Solange keine grundlegende Veränderung der Geldpolitik auf einer der beiden Seiten erfolgt, dürfte der Markt zwischen diesen beiden Kräften gefangen bleiben.
Fazit:
Der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen bleibt derzeit vor allem ein politischer Markt. Neben den klassischen Fundamentaldaten bestimmen vor allem mögliche Interventionen und Aussagen der japanischen Behörden das kurzfristige Geschehen. Solange diese Unsicherheit bestehen bleibt, dürfte die Volatilität hoch bleiben und größere Trendbewegungen immer wieder ausgebremst werden.
Zucker gewinnt auf Wochenbasis +12,21%.
Performance 5 Jahre: -7,89%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Zucker: Angebotsängste lösen Kursexplosion aus
Im Mittelpunkt steht dabei der außergewöhnlich starke El Niño. Die Wetterveränderungen erhöhen das Risiko von Trockenheit in den wichtigsten Anbauregionen Brasiliens, Indiens und Thailands – den drei größten Zuckerproduzenten der Welt. Gleichzeitig mehren sich die Hinweise auf rückläufige Erträge in Europa. Mehrere Analysehäuser haben ihre Prognosen zuletzt deutlich nach unten angepasst und erwarten inzwischen ein globales Produktionsdefizit für die kommende Saison. Diese Entwicklung hat den Markt in der vergangenen Woche kräftig angeschoben.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Positionierung am Terminmarkt. Das Managed Money hat seine Netto-Short-Position in den vergangenen Wochen kontinuierlich reduziert und hält aktuell noch 68.468 Short-Kontrakte. Damit befinden sich zwar weiterhin viele spekulative Leerverkäufer im Markt, gleichzeitig erhöht sich aber das Potenzial für weitere Short-Eindeckungen. Sollten die fundamentalen Nachrichten angesichts der Wetterentwicklung weiter positiv bleiben, könnten zusätzliche Rückkäufe der Short-Positionen den Aufwärtstrend weiter beschleunigen.
Aus saisonaler Sicht könnte der Markt ebenfalls Unterstützung erhalten. Historisch beginnt für den Zucker-Future ab Ende September eine freundliche Marktphase. Sollten sich die wetterbedingten Risiken bis dahin bestätigen, könnte sich der saisonale Rückenwind mit den fundamentalen Faktoren zu einem ausgesprochen positiven Gesamtbild verbinden.
Fazit:
Die Kombination aus wachsenden Sorgen über die globale Zuckerproduktion, einem außergewöhnlich starken El Niño und einer weiterhin hohen Short-Position des Managed Money hat den Zucker-Future in der vergangenen Woche kräftig nach oben getrieben. Solange sich die Wetterprognosen nicht deutlich verbessern und weitere Short-Positionen eingedeckt werden müssen, bleiben die Aussichten für den Zucker-Future aus unserer Sicht konstruktiv.
