Hormuz am Limit – Märkte zwischen Energie-Schock und Zins-Wende

22.03.26 11:05 AM - Von Mitarbeiter


Liebe Leserinnen und Leser,

 

die geopolitische Lage hat sich in den vergangenen Tagen weiter deutlich zugespitzt. Im Zentrum der Marktbeobachtung steht zunehmend die Straße von Hormuz – eine der wichtigsten Energietransitrouten der Welt. Das von Donald Trump formulierte 48-Stunden-Ultimatum an den Iran sowie die zunehmende Fokussierung militärischer Aktivitäten auf Energieinfrastruktur zeigen, wie fragil die Situation aktuell ist. Für die Finanzmärkte bedeutet das eine Phase erhöhter Unsicherheit, in der geopolitische Schlagzeilen kurzfristig dominieren und strukturelle Trends zeitweise überlagern.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang vor allem die Reaktion – oder vielmehr das Ausbleiben einer klassischen Reaktion – an den Edelmetallmärkten. Viele Marktteilnehmer stellen sich derzeit die Frage, warum Gold und Silber trotz der angespannten Lage nicht stärker profitieren. Die Antwort liegt vor allem in der geldpolitischen Neubewertung. Die Erwartungen an Zinssenkungen in den USA haben sich in kurzer Zeit massiv verschoben. Erstmals seit Monaten wird sogar wieder über mögliche Zinserhöhungen diskutiert – wenn auch bislang nur mit begrenzter Wahrscheinlichkeit. Diese Entwicklung signalisiert, wie stark die Unsicherheit hinsichtlich Inflation und Wachstum inzwischen zugenommen hat.

Parallel dazu geraten die Aktienmärkte weiter unter Druck, während die Renditen an den Anleihemärkten deutlich anziehen. Besonders markant ist die Entwicklung im Euroraum: Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe ist erstmals seit rund 15 Jahren über die Marke von drei Prozent gestiegen und notierte zuletzt bei etwa 3,03 %. Gleichzeitig preist der Markt zunehmend ein Szenario ein, in dem die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik erneut straffen könnte. Teilweise wird inzwischen sogar über mehrere Zinserhöhungen im Jahresverlauf spekuliert.

Diese Kombination aus geopolitischem Risiko, steigenden Energiepreisen und einem restriktiveren Zinsausblick sorgt für ein insgesamt nervöses Marktumfeld. Kapitalflüsse werden kurzfristiger, Positionierungen defensiver und Trends volatiler. Für uns als Trader bedeutet das vor allem eines: Die Märkte befinden sich in einer Phase erhöhter Sensitivität gegenüber Makro- und Nachrichtenimpulsen. Strategische Positionierung und diszipliniertes Risikomanagement gewinnen damit weiter an Bedeutung.



Unsere Positionen im Überblick

• AUD/USD | +0,61 % | Long

Der Austral-Dollar zeigte relative Stärke und konnte sich über 0,70 stabilisieren. Besonders positiv bleibt die spekulative Positionierung: Managed Money hält die größte Netto-Long-Position seit 2017. Das spricht weiterhin für ein konstruktives Setup.


• Baumwolle | +2,22 % | Long

Baumwolle überrascht weiter mit Stärke. Besonders wichtig ist der strukturelle Wechsel in der Positionierung: Das Managed Money ist erstmals seit Juni 2024 wieder netto long. Kurzfristig wirkt der Markt damit deutlich stabiler, auch wenn nach dem Anstieg zunächst Konsolidierung möglich ist.


• Bund-Future | –0,47 % | Short

Der Bund-Future bleibt klar im Abwärtstrend. Steigende Renditen, höhere Inflationserwartungen und ein „higher for longer“-Umfeld stützen das Short-Setup weiter. Safe-Haven-Impulse werden aktuell eher verkauft als gekauft.


• CO₂-Zertifikate | –2,42 % | Long

Der Markt bleibt politisch getrieben und deutlich unter Druck. Die Debatte um ETS-Eingriffe und mögliche Änderungen an der Market Stability Reserve belastet kurzfristig, strukturell bleibt das System aber intakt. Die Volatilität dürfte hoch bleiben.


• EUR/USD | +1,36 % | Long

Der Euro profitierte zuletzt von der schwächeren Safe-Haven-Wirkung des Dollars. Gleichzeitig mahnt der deutliche Abbau der spekulativen Long-Positionierung zur Vorsicht. Saisonal bleibt das Umfeld bis Anfang Mai dennoch konstruktiv.


• Gold | –10,55 % | Long

Gold erlebte eine außergewöhnlich schwache Woche. Der Markt litt massiv unter der Neubewertung der Zinsen, steigenden Renditen und höherem Inflationsdruck durch den Energiesektor. Die hohe Long-Positionierung wurde bislang noch nicht ausreichend bereinigt.


• Henry Hub Erdgas | –1,15 % | Long

Nach der starken Vorphase kam es zu einer moderaten Korrektur. Positiv bleibt, dass das Managed Money seine extreme Short-Position schrittweise reduziert. Zusammen mit der positiven Saisonalität bis in den Frühsommer hinein bleibt das Setup grundsätzlich interessant.


• Kaffee (Arabica) | +8,63 % | Long

Kaffee zeigte einen starken Rebound und schloss wieder klar über 300 US-Cent. Das Managed Money baut die Long-Positionen weiter aus, und auch saisonal bleibt das Umfeld freundlich. Der Markt hat damit kurzfristig weiter Aufwärtspotenzial.


• Kakao | –1,61 % | Long

Kakao bleibt schwach und wird weiter von besseren Angebotserwartungen und verhaltener Nachfrage belastet. Managed Money bleibt auf der Short-Seite, und saisonal ist das Umfeld bis Anfang April eher schwierig. Kurzfristig bleibt der Markt damit anfällig.


• Kupfer | –6,56 % | Long

Kupfer steht klar unter dem Einfluss der Rezessionssorgen infolge der Nahostkrise. Positiv bleibt, dass das Managed Money weiterhin deutlich netto long positioniert ist und die Saisonalität grundsätzlich noch unterstützt. Kurzfristig dominiert aber klar die Makro-Sorge.


• Mais | –0,16 % | Long

Mais hielt sich trotz erhöhter Volatilität stabil. Besonders konstruktiv bleibt der massive Aufbau der Long-Positionierung durch das Managed Money. Zusammen mit der positiven Saisonalität bis Ende Juni bleibt das ein weiterhin starkes Setup.


• Platin | –5,11 % | Long

Platin stand weiter unter Druck, aber das Managed Money nutzt die Schwäche bereits wieder zum Aufbau neuer Long-Positionen. In Kombination mit der positiven saisonalen Struktur bis in den Frühsommer hinein bleibt der Markt interessant.


• Silber | –15,85 % | Short

Der Silber-Short war erneut ein zentraler Stabilisator. Der Markt brach massiv ein, die spekulative Long-Positionierung wurde weiter reduziert, und auch saisonal bleibt Silber bis Ende Juni belastet. Das Setup bleibt damit kurzfristig klar intakt.


• Sojabohnen | –5,17 % | Long

Die Sojabohnen gerieten nach dem verschobenen Treffen zwischen Trump und Xi unter Druck. Strukturell bleibt das Bild jedoch positiv, da Managed Money weiterhin klar netto long positioniert ist und die Saisonalität bis weit in den Sommer hinein unterstützt.


• TTF Erdgas | +17,63 % | Short

Der TTF-Future bleibt extrem volatil und klar geopolitisch getrieben. Die niedrigen Speicherstände und die Unsicherheit bei den Lieferströmen halten die Risikoprämie hoch. Das Short-Engagement bleibt damit anspruchsvoll und stark headline-abhängig.


• WTI Crude Oil | –0,44 % | Long

WTI blieb trotz leichter Wochenverluste der dominierende geopolitische Markt. Die Schwankungsbreite war enorm, das Managed Money hat die Longs weiter ausgebaut, und die Risikoprämie bleibt hoch. Mittelfristig spricht das weiter für stabile bis feste Notierungen.


• Zucker | +9,26 % | Long

Zucker profitierte stark von Short-Eindeckungen und steigenden Energiepreisen. Die spekulative Short-Position bleibt zwar hoch, wurde zuletzt aber reduziert. Kurzfristig spricht das für Unterstützung, auch wenn die Saisonalität bis in den Frühsommer hinein eher Gegenwind liefert.


FAZIT
Für uns bedeutet dieses Umfeld vor allem eines: Flexibilität und Disziplin werden wichtiger als jede feste Markterwartung. Die Kombination aus geopolitischem Risiko, steigenden Renditen und sich verschiebenden Zinserwartungen sorgt für eine Marktphase, in der klassische Zusammenhänge nicht mehr zuverlässig funktionieren. Safe-Haven-Assets reagieren nicht automatisch bullish, Aktien geraten trotz hoher Energiepreise unter Druck und Rohstoffe handeln zunehmend headline-getrieben.

In solchen Phasen ist es entscheidend, Risiko aktiv zu steuern und Positionen selektiv aufzubauen. Trendstarke Segmente wie Energie bleiben interessant, gleichzeitig müssen zyklische Rohstoffe und Aktien enger überwacht werden. Steigende Volatilität eröffnet zwar Chancen, erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit schneller Gegenbewegungen.

Für Trader heißt das konkret: kleinere Positionsgrößen, klar definierte Einstiegsniveaus und konsequente Gewinnmitnahmen. Wer aktuell versucht, große Makro-Wetten zu fahren, läuft Gefahr, von kurzfristigen News-Impulsen überrascht zu werden. Wer hingegen taktisch handelt und Liquidität vorhält, kann die zunehmenden Schwankungen gezielt nutzen.

Die kommenden Wochen dürften stark davon abhängen, ob sich die Lage im Nahen Osten stabilisiert und wie sich die Zinserwartungen weiter entwickeln. Genau an dieser Schnittstelle entstehen derzeit die wichtigsten Trading-Chancen – aber auch die größten Risiken.

Good Luck in Trading,
Ihr
Carsten S. Stork

Performance DCX 

aktueller Indexstand: 159,33
Wochenperformance: -0,37%
Seit Jahresanfang 2026: +15,27%
Seit Auflegung (10. Dezember 2024): +59,49%


DCX POSITIONEN

AUD/USD - LONG

Der Austral-Dollar gewinnt auf Wochenbasis +0,61%.
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Austral-Dollar stabilisiert sich – starke Positionierung spricht für Aufwärtspotenzial

Der AUD/USD zeigte sich in der vergangenen Handelswoche insgesamt robust und konnte auf Wochenbasis um rund +0,61 % zulegen. Der Wechselkurs schloss bei 0,70245 und bestätigte damit die Stabilisierung oberhalb der wichtigen psychologischen Marke von 0,70. Der Wochenverlauf war dabei erneut von erhöhter Volatilität geprägt, blieb jedoch im Gesamtbild konstruktiv.

Unterstützend wirkte vor allem die veränderte Erwartungshaltung hinsichtlich der Geldpolitik in Australien. Die jüngsten Zinsschritte der Reserve Bank of Australia sowie weiterhin bestehende Inflationsrisiken im Zuge steigender Energiepreise sorgen für eine festere Renditestruktur und erhöhen die Attraktivität des Austral-Dollars gegenüber dem US-Dollar. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Markt zunehmend davon ausgeht, dass die australische Notenbank einen restriktiveren Kurs länger beibehalten könnte.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung auf der Positionierungsseite. Laut aktuellen COT-Daten hat das Managed Money seine Long-Positionen weiter ausgebaut und hält inzwischen nahezu 70.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Damit erreicht die spekulative Netto-Long-Positionierung den höchsten Stand seit dem Jahr 2017. Diese ausgeprägte Positionierung signalisiert ein deutlich verbessertes Sentiment institutioneller Marktteilnehmer und wirkt kurzfristig unterstützend für den Wechselkurs.

Gleichzeitig bleibt das Umfeld von globalen Risikofaktoren geprägt. Geopolitische Spannungen und Schwankungen bei Energiepreisen können weiterhin zu kurzfristigen Gegenbewegungen führen. Dennoch zeigt sich, dass der Austral-Dollar derzeit stärker von geldpolitischen Erwartungen und relativen Renditevorteilen gestützt wird.


FAZIT
Die jüngste Aufwärtsbewegung des Austral-Dollars wird von einer sehr starken spekulativen Positionierung begleitet und signalisiert ein konstruktives Marktumfeld. Solange die Netto-Long-Positionen auf diesem hohen Niveau bleiben und sich die globale Risikostimmung nicht deutlich verschlechtert, dürfte der AUD/USD kurzfristig stabil bis freundlich tendieren.



BAUMWOLLE - LONG

Baumwolle gewinnt auf Wochenbasis +2,22%.
Die letzte Woche im 15-Minuten-Chart:


Baumwolle überrascht mit Stärke – spekulatives Kapital dreht erstmals seit 2024 auf Long

Der Baumwolle-Future, gehandelt an der ICE US, konnte in der vergangenen Handelswoche erneut zulegen und schloss mit einem Wochenplus von 2,22 % bei 67,31 US-Cent. Damit setzte sich die positive Entwicklung fort, nachdem der Markt bereits in der Vorwoche rund zwei Prozent gewonnen hatte. Zwischenzeitlich notierten die Preise im Wochenverlauf sogar oberhalb von 69 US-Cent und markierten damit das höchste Niveau seit mehreren Monaten.

Besonders bemerkenswert ist die Veränderung auf der Positionierungsseite. Laut aktuellen COT-Daten hat das Managed Money nach einer langen Phase signifikanter Netto-Short-Positionen erstmals seit Juni 2024 wieder auf die Long-Seite gedreht. Aktuell halten spekulative Marktteilnehmer rund 16.225 Kontrakte netto long. Diese deutliche Verschiebung signalisiert eine spürbare Stimmungsverbesserung im Markt und kann kurzfristig als wichtiger Treiber für die jüngste Aufwärtsbewegung gewertet werden.

Auch technisch zeigt sich der Markt stabilisiert. Nach dem mehrmonatigen Abwärtstrend konnte sich Baumwolle zuletzt klar nach oben absetzen und befindet sich aktuell in einer Phase erhöhter Aufmerksamkeit seitens der Marktteilnehmer. Gleichzeitig deutet die saisonale Struktur derzeit eher auf eine Phase seitwärts gerichteter Preisbewegungen hin. Dies spricht dafür, dass nach der jüngsten Rally zunächst Konsolidierungstendenzen auftreten könnten.


FAZIT

Der Baumwolle-Future präsentiert sich aktuell in einer deutlich verbesserten Marktverfassung. Die signifikante Drehung der spekulativen Positionierung auf die Long-Seite stellt einen wichtigen strukturellen Faktor dar und könnte die Preise weiterhin unterstützen. Kurzfristig erscheint jedoch eine Phase der Stabilisierung oder Seitwärtsbewegung wahrscheinlich, bevor sich ein neuer klarer Trend etabliert.



BUND FUTURE - SHORT

Der Bund Future verliert auf Wochenbasis -0,47%.
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Starker Renditeanstieg drückt Bund-Future weiter nach unten

Der Euro-Bund-Future setzte in der vergangenen Woche seine Abwärtsbewegung fort und verlor auf Wochensicht 0,47 %. Der Kontrakt schloss am Freitag bei 125,15 Punkten und damit nahezu auf dem Wochentief, nachdem intraday kurzzeitig sogar Niveaus unterhalb der Marke von 125 Punkten erreicht worden waren. Damit bestätigt sich der deutliche Verkaufsdruck, der sich bereits seit Anfang März aufgebaut hat. Noch vor wenigen Wochen notierte der Bund-Future im Bereich um 130 Punkte, doch die Kombination aus geopolitischer Eskalation im Nahen Osten, steigenden Energiepreisen und entsprechend höheren Inflationserwartungen hat zu einem kräftigen Renditeanstieg und damit zu spürbaren Kursverlusten geführt.

Auf der Renditeseite verharren die 10-jährigen Bundesanleihen weiterhin nahe ihrer zyklischen Hochs um rund 3 %. Dieses Niveau stellt aktuell den zentralen Belastungsfaktor für den Bund-Future dar. Marktteilnehmer nutzen Erholungsphasen im Kursverlauf zunehmend dazu, Duration abzubauen oder bestehende Short-Positionen auszubauen. Dadurch entsteht ein typisches Sell-on-Rally-Umfeld, in dem kurzfristige Aufwärtsbewegungen rasch wieder abverkauft werden und nachhaltige Stabilisierungstendenzen bislang ausbleiben.

Die Marktstruktur bleibt damit klar renditegetrieben. Solange sich die Erwartungen an eine restriktivere Geldpolitik in der Eurozone halten und gleichzeitig Inflationsrisiken durch höhere Energiepreise bestehen bleiben, dürfte der Bund-Future anfällig für weitere Rücksetzer bleiben. Zwar kann es im Bereich um 125 Punkte zu temporären Gegenbewegungen kommen, doch diese ändern aktuell nichts am übergeordneten Abwärtstrend.


FAZIT
Der Bund-Future befindet sich weiterhin in einer technisch und fundamental belasteten Phase. Steigende Renditen und eine unsichere geldpolitische Perspektive sprechen kurzfristig eher für anhaltenden Druck. Erst eine klare Entspannung auf der Inflations- oder Zinsseite könnte eine nachhaltigere Stabilisierung einleiten.


CO₂-ZERTIFIKATE– LONG

CO₂-Zertifikate verlieren auf Wochenbasis -2,42%.
Die letzte Woche im Chart:


CO₂-Zertifikate unter Druck – Politikrisiken prägen den Markt

Die CO₂-Zertifikate im europäischen Emissionshandelssystem setzten ihre schwache Entwicklung auch in der vergangenen Handelswoche fort. Der Benchmark-Kontrakt verlor auf Wochensicht 2,42 % und schloss am Freitag bei 67,403 EUR. Damit bleibt der Markt klar im Abwärtstrend, nachdem die Preise noch zu Jahresbeginn oberhalb der Marke von 90 EUR gehandelt wurden und seither eine deutliche Korrektur vollzogen haben.

Im Wochenverlauf kam es zunächst zu weiteren Abgaben, die den Preis zeitweise auf ein neues Elf-Monats-Tief im Bereich von rund 65 EUR je Tonne drückten. Erst zum Wochenschluss setzte eine kräftige technische Gegenbewegung ein, die den stärksten Tagesanstieg seit fast zwei Jahren brachte. Diese Erholung konnte den übergeordneten Verkaufsdruck jedoch bislang nicht nachhaltig auflösen.

Belastend wirkten vor allem politische Signale aus Brüssel sowie aus mehreren Mitgliedstaaten, wonach mögliche Eingriffe in den CO₂-Markt diskutiert werden, um die Energie- und Industriekosten zu begrenzen. Insbesondere Überlegungen zur Anpassung der Market Stability Reserve (MSR) sorgten für Verunsicherung. Eine Reduzierung der Entnahmerate könnte zusätzliches Angebot in den Markt bringen und damit preisdämpfend wirken.

Der starke Rebound am Freitag wurde hingegen durch Hinweise ausgelöst, dass die EU-Kommission eher eine Stabilisierung der Volatilität anstrebt als eine grundlegende Aufweichung des Systems. Dennoch bleibt die Preisentwicklung stark von politischen Erwartungen geprägt.


FAZIT
Der CO₂-Markt befindet sich weiterhin in einer Phase erhöhter Unsicherheit. Politische Diskussionen über mögliche Anpassungen im Emissionshandelssystem sorgen für strukturellen Verkaufsdruck, während technische Gegenbewegungen bislang nur kurzfristigen Charakter haben. Für Trader bleibt entscheidend, ob sich das Angebot tatsächlich erhöht oder die Regulierung stabilisierend wirkt. Bis dahin dürfte die Volatilität hoch bleiben.


EUR/USD - LONG

Der EUR/USD gewinnt auf Wochenbasis +1,36%.
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart: 


Euro zeigt Stärke – Dollar verliert Safe-Haven-Momentum


Der Euro konnte in der vergangenen Handelswoche gegenüber dem US-Dollar deutlich zulegen und stieg um 1,36 %. Der EUR/USD schloss am Freitag bei 1,15855 und bestätigte damit die zuletzt zunehmende Aufwärtsdynamik. Bemerkenswert ist diese Entwicklung vor allem vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten geopolitischen Lage. Während der US-Dollar in früheren Krisenphasen häufig als klassische Safe-Haven-Währung gefragt war, blieb diese Wirkung zuletzt aus.

Ein wesentlicher Grund dafür könnte die zunehmende Skepsis der Marktteilnehmer gegenüber der langfristigen fiskalischen Situation der USA sein. Gleichzeitig sorgt die Verschiebung der Zinserwartungen sowie die global steigende Inflation infolge höherer Energiepreise für eine differenziertere Bewertung der Währungen.

Interessant ist zudem der Blick auf die Positionierungsdaten: Das Managed Money hat seine Long-Positionen im Euro deutlich reduziert und hält aktuell nur noch rund 21.132 Kontrakte auf der Long-Seite. Damit befindet sich die spekulative Positionierung auf dem niedrigsten Stand seit März 2025. Diese Entwicklung signalisiert eine deutlich vorsichtigere Haltung der Marktteilnehmer gegenüber weiteren kurzfristigen Kursgewinnen.

Aus saisonaler Perspektive ergibt sich jedoch ein konstruktiveres Bild. Historisch tendiert der Euro dazu, bis in den Zeitraum Anfang Mai hinein an Stärke zu gewinnen. Sollte sich dieses Muster auch in diesem Jahr bestätigen, könnte die Gemeinschaftswährung trotz der reduzierten spekulativen Positionierung weiterhin Unterstützung erfahren.


FAZIT

Der Euro profitiert aktuell von einer Kombination aus schwächerem Dollar-Momentum, veränderten Zinserwartungen und saisonalen Faktoren. Gleichzeitig mahnt die rückläufige Long-Positionierung zur Vorsicht. Kurzfristig bleibt das Umfeld chancenreich, jedoch weiterhin stark von makroökonomischen und geopolitischen Impulsen geprägt.


GOLD - LONG

Gold verliert auf Wochenbasis -10,55%.
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Gold-Future unter massivem Verkaufsdruck – Zinsschock und Energiekrise belasten Markt

Der Gold-Future an der CME zeigte in der vergangenen Handelswoche eine außergewöhnlich schwache Entwicklung und verlor 10,55 %. Der Kontrakt schloss am Freitag nahe dem Wochentief bei 4.492 US-Dollar je Unze. Damit erlebte der Markt eine der stärksten Wochenbewegungen seit vielen Jahren, insbesondere vor dem Hintergrund der zuvor ausgeprägten Rallyphase.

Auslöser der starken Abgaben war vor allem die deutliche Neubewertung der Zinsentwicklung in den USA. Steigende Energiepreise infolge der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten haben die Inflationserwartungen nach oben getrieben und gleichzeitig die Aussicht auf rasche Zinssenkungen deutlich reduziert. In diesem Umfeld geraten unverzinsliche Anlagen wie Gold unter Druck, während steigende Anleiherenditen zusätzliche Verkaufsimpulse liefern.

Bemerkenswert ist, dass sich die massive Kurskorrektur bislang kaum in den Positionierungsdaten widerspiegelt. Das Managed Money hält weiterhin nahezu 160.000 Kontrakte auf der Long-Seite und ist damit strukturell noch immer klar bullish positioniert. Diese Diskrepanz zwischen Preisentwicklung und Positionierung erhöht kurzfristig das Risiko weiterer Anpassungsbewegungen.

Auch aus saisonaler Sicht ergibt sich aktuell kein unterstützendes Bild. Historisch tendiert der Goldpreis in den kommenden Monaten eher seitwärts bis schwächer, bevor typischerweise erst ab Hochsommer wieder eine stabilere Aufwärtsphase einsetzt.


FAZIT
Der Goldmarkt befindet sich derzeit in einer ausgeprägten Korrekturphase, die maßgeblich durch steigende Zinsen und geopolitisch bedingte Inflationsrisiken ausgelöst wurde. Solange sich das Zinsumfeld nicht entspannt und die Positionierung noch nicht deutlich bereinigt ist, bleibt das kurzfristige Risiko weiterer Abgaben erhöht. Erst im weiteren Jahresverlauf könnten saisonale Faktoren wieder für Unterstützung sorgen.


HENRY HUB ERDGAS - LONG

Henry Hub verliert auf Wochenbasis -1,15%.
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Henry Hub Natural Gas: Short-Abbau trifft auf positive Saisonalität

Der Henry-Hub-Natural-Gas-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche erneut einen schwächeren Verlauf und gab um 1,15 % nach. Der Kontrakt schloss am Freitag bei 3,096 US-Dollar, nachdem er im Wochenverlauf zwischenzeitlich noch deutlich stärker notiert hatte und am Donnerstag intraday Niveaus von über 3,27 US-Dollar erreichte. Damit setzte sich die zuletzt erhöhte Volatilität im Energiesektor fort, wobei insbesondere kurzfristige Gewinnmitnahmen sowie fundamentale Angebotsfaktoren die Preise zum Wochenschluss belasteten.

Auf der Positionierungsseite bleibt das Bild weiterhin interessant. Das Managed Money hält nach wie vor eine sehr große Netto-Short-Position von rund 178.000 Kontrakten. Allerdings ist hierbei eine erste Entspannung zu erkennen, da die spekulativen Short-Engagements zuletzt reduziert wurden, nachdem sie zuvor zeitweise deutlich über der Marke von 200.000 Kontrakten gelegen hatten. Dieser schrittweise Abbau extremer Short-Positionierungen kann grundsätzlich als konstruktives Signal gewertet werden, da er den Druck auf der Verkaufsseite mittelfristig verringern könnte.

Auch aus saisonaler Perspektive ergibt sich aktuell ein unterstützendes Umfeld. Historisch zeigt der Natural-Gas-Future in den Monaten vor dem Sommer häufig eine festere Tendenz. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Strom zur Kühlung in den USA, wodurch die Gasverstromung typischerweise zunimmt. Sollte sich dieses Muster bestätigen, könnte der Markt bis in den Zeitraum Mitte bis Ende Juni hinein von einer saisonalen Nachfragekomponente profitieren.

FAZIT
Kurzfristig bleibt der Natural-Gas-Future von hoher Volatilität und fundamentalen Angebotsfaktoren geprägt. Gleichzeitig spricht der beginnende Abbau extremer Short-Positionierungen in Kombination mit einer positiven saisonalen Struktur für die Chance auf eine Stabilisierung oder moderate Aufwärtsbewegung in den kommenden Monaten. Entscheidend wird sein, ob sich diese Faktoren im weiteren Verlauf tatsächlich in steigenden Preisen niederschlagen.



KAFFEE - LONG

Der Kaffee-Future gewinnt auf Wochenbasis +8,63. 
Die letzte Woche im 30min Chart: 


Kaffee-Future mit starkem Rebound – Momentum und Saisonalität sprechen für weiteres Aufwärtspotenzial


Der Arabica-Kaffee-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche eine sehr starke Entwicklung und legte um 8,63 % zu. Der Kontrakt schloss bei 309,75 US-Cent und damit nahezu auf Wochenhoch. Mit dem dynamischen Anstieg konnte der Markt die wichtige Marke von 300 US-Cent zurückerobern, was das kurzfristige technische Bild deutlich verbessert hat.

Auch auf der Positionierungsseite ergibt sich ein konstruktives Signal. Das Managed Money hat seine Long-Positionen weiter ausgebaut und hält aktuell rund 18.594 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass spekulatives Kapital zunehmend wieder Vertrauen in eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung fasst. Gerade nach der zuvor schwächeren Phase ist eine solche Veränderung in der Positionierung häufig ein Hinweis auf eine mögliche Trendstabilisierung.

Fundamental bleibt der Kaffeemarkt von kurzfristigen Angebotsfaktoren geprägt. Hinweise auf geringere Exportmengen aus Brasilien sowie eine zurückhaltende Verkaufsbereitschaft der Produzenten stützen aktuell die Preise. Gleichzeitig sorgen geopolitische Unsicherheiten und steigende Transportkosten für zusätzliche Unterstützung auf der Nachfrageseite.

Saisonal betrachtet ergibt sich ebenfalls ein positives Umfeld. Historisch zeigt der Kaffee-Future ab dem Frühjahr häufig eine freundlichere Tendenz mit steigenden Kursen bis in den späten Frühling hinein. Diese saisonale Struktur könnte die aktuelle technische Dynamik zusätzlich verstärken.

FAZIT
Der Kaffee-Future präsentiert sich derzeit technisch stark und erhält Unterstützung durch verbesserte Positionierung sowie saisonale Rückenwinde. Kurzfristig bleibt der Markt jedoch anfällig für Nachrichten zur brasilianischen Produktion. Insgesamt bestehen gute Chancen, dass sich die Aufwärtsbewegung in den kommenden Wochen fortsetzt.


KAKAO - LONG

Der Kakao-Future verliert auf Wochenbasis -1,61%. 
Die letzte Woche im 30min Chart: 


Kakaofuture bleibt unter Druck – Angebotsperspektiven dominieren weiterhin


Der Kakaofuture zeigte in der vergangenen Handelswoche erneut einen schwächeren Verlauf und gab um 1,61 % nach. Der Kontrakt schloss am Freitag bei 3.245 US-Dollar je Tonne und blieb damit in der Nähe der jüngsten Tiefs. Insgesamt bestätigt sich damit weiterhin das Bild eines Marktes, der nach den extremen Preisschwankungen der vergangenen Monate aktuell stärker von Angebotserwartungen und Nachfragesorgen geprägt ist.

Fundamental bleibt die Lage gemischt. Verbesserte Wetterbedingungen in wichtigen Anbauregionen Westafrikas stützen die Perspektive einer stabileren Produktion, während gleichzeitig hohe Lagerbestände und eine zuletzt verhaltene Nachfrage preisdämpfend wirken. Diese Faktoren begrenzen kurzfristig das Aufwärtspotenzial und sorgen dafür, dass Erholungsversuche bislang nur von kurzer Dauer waren.

Auch auf der Positionierungsseite zeigt sich ein unverändertes Bild. Das Managed Money hält weiterhin eine Shortposition von rund 18.000 Kontrakten. Weder ein signifikanter Positionsabbau noch ein erneuter Aufbau von Shortengagements ist derzeit zu beobachten. Damit fehlt dem Markt aktuell ein klarer spekulativer Impuls, der eine nachhaltige Trendbewegung auslösen könnte.

Saisonal betrachtet bleibt die Perspektive zunächst eher verhalten. Historisch tendiert der Kakaomarkt bis in den frühen April hinein zu Schwäche, bevor sich häufig eine stabilere Phase oder eine technische Gegenbewegung entwickelt. Entsprechend dürfte der Markt kurzfristig weiterhin anfällig für Rücksetzer bleiben, während erst im weiteren Verlauf des Frühjahrs wieder konstruktivere Signale entstehen könnten.

FAZIT
Der Kakaofuture bleibt vorerst in einem von Angebotserwartungen und schwacher Nachfrage geprägten Umfeld gefangen. Die unveränderte Shortpositionierung und die saisonal eher negative Phase sprechen kurzfristig für anhaltenden Druck. Erst mit einer Veränderung der Fundamentaldaten oder einer Verschiebung in der Positionierung könnte sich das Bild im weiteren Jahresverlauf wieder aufhellen.


KUPFER - LONG

Der Kupfer-Future verliert auf Wochenbasis -6,56%. 
Die letzte Woche im 30min Chart: 


Kupfer unter Druck – Rezessionssorgen belasten Industriemetall


Der Kupfer-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche eine deutliche Schwächephase und verlor insgesamt 6,56 %. Der Kontrakt schloss am Freitag bei 530,20 US-Cent und damit klar unter den Niveaus der Vorwochen. Hauptbelastungsfaktor bleibt die geopolitische Eskalation im Nahen Osten, die zunehmend Sorgen vor einer globalen Konjunkturabkühlung auslöst. Gerade für ein stark wachstumsabhängiges Metall wie Kupfer wirkt dieses Umfeld kurzfristig klar preisdämpfend.

Interessant ist jedoch, dass sich diese Schwäche bislang nur begrenzt in den Positionierungsdaten widerspiegelt. Das Managed Money hält weiterhin eine Netto-Long-Position von über 48.000 Kontrakten. Dies deutet darauf hin, dass ein Teil der Marktteilnehmer trotz der jüngsten Korrektur weiterhin an einer grundsätzlich positiven Perspektive für den Kupfermarkt festhält.

Auch aus saisonaler Sicht bleibt das Bild konstruktiv. Historisch zeigen Kupferpreise häufig bis in den späten Frühling hinein eine positive Tendenz. Sollte sich diese typische Entwicklung erneut bestätigen und sich die geopolitische Lage stabilisieren, könnte sich die aktuelle Schwächephase als temporäre Korrektur innerhalb eines weiterhin intakten Aufwärtstrends erweisen.


FAZIT

Kurzfristig dominieren Rezessionsängste und geopolitische Risiken das Marktgeschehen und sorgen für erhöhte Volatilität. Gleichzeitig sprechen Positionierung und Saisonalität weiterhin für ein grundsätzlich unterstützendes Umfeld. Entscheidend bleibt, ob sich die globale Wachstumsperspektive stabilisiert – davon hängt ab, ob Kupfer seine saisonale Stärke in den kommenden Wochen ausspielen kann.


MAIS - LONG

Der Mais-Future verliert auf Wochenbasis -0,16%. 
Die letzte Woche im 15min Chart: 


Mais-Future stabilisiert sich – starke Long-Positionierung stützt Markt

Der Mais-Future an der CBOT zeigte sich in der vergangenen Handelswoche insgesamt stabil und schloss auf Wochenbasis nahezu unverändert mit einem leichten Minus von 0,16 % bei 466,25 US-Cent. Nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase konnte sich der Markt im Verlauf der Woche wieder erholen und bestätigte damit weiterhin eine konstruktive Grundtendenz.

Besonders auffällig bleibt die Entwicklung bei den Positionierungsdaten. Das Managed Money hat seine Long-Engagements erneut ausgebaut und hält inzwischen mehr als 312.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese ausgeprägte Netto-Long-Positionierung unterstreicht das weiterhin bullische strukturelle Sentiment im Markt und signalisiert, dass institutionelle Marktteilnehmer weiterhin steigende Preise erwarten.

Auch aus saisonaler Perspektive bleibt das Umfeld unterstützend. Historisch betrachtet weist der Mais-Future in den kommenden Wochen bis in den frühen Sommer hinein häufig eine positive Tendenz auf. Sollte sich dieses Muster erneut bestätigen, könnte der Markt bis in den Bereich Ende Juni hinein weiteres Aufwärtspotenzial entfalten.

FAZIT
Der Mais-Future präsentiert sich trotz kurzfristiger Schwankungen weiterhin stabil mit klar konstruktiven strukturellen Signalen. Die starke spekulative Long-Positionierung sowie das saisonal positive Umfeld sprechen grundsätzlich für weiter steigende Kurse. Entscheidend bleibt jedoch, ob die aktuelle Markterholung nachhaltig bestätigt wird und externe Faktoren wie Währungsbewegungen oder geopolitische Entwicklungen den positiven Trend nicht erneut unterbrechen.


PLATIN - LONG

Der Platin-Future verliert auf Wochenbasis -5,11%. 
Die letzte Woche im 15min Chart: 


Platinum-Future weiter unter Druck – Managed Money nutzt Rückgang für Positionsaufbau

Der Platinum-Future, gehandelt an der NYMEX in den USA, stand in der vergangenen Handelswoche deutlich unter Druck und verlor auf Wochenbasis 5,11 %. Der Kontrakt schloss am Freitag bei 1.920,10 US-Dollar und setzte damit die zuletzt schwächere Tendenz fort. Belastend wirkten weiterhin konjunkturelle Unsicherheiten sowie die angespannte geopolitische Lage, die zu erhöhter Volatilität an den Rohstoffmärkten geführt hat.

Strukturell zeigt sich jedoch eine interessante Entwicklung in den aktuellen COT-Daten. Das Managed Money nutzt die niedrigeren Kursniveaus zunehmend zum Aufbau neuer Long-Positionen und hält aktuell wieder knapp 17.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese Veränderung in der Positionierung ist als stabilisierendes Element zu werten, da sie auf ein wachsendes Vertrauen spekulativer Marktteilnehmer in eine mittelfristige Erholung hindeutet.

Auch aus saisonaler Sicht ergibt sich ein konstruktiveres Bild. Historisch weist der Platinum-Future in den kommenden Monaten eine positive Tendenz auf, mit erhöhten Chancen für steigende Notierungen bis in den Frühsommer hinein. Damit könnte die aktuelle Schwächephase eher als Konsolidierungsphase innerhalb eines übergeordneten saisonalen Aufwärtstrends interpretiert werden.

FAZIT
Trotz der zuletzt klar negativen Wochenperformance spricht der zunehmende Aufbau von Long-Positionen durch das Managed Money sowie das saisonal unterstützende Umfeld für eine mögliche Stabilisierung des Platinum-Futures in den kommenden Wochen. Entscheidend bleibt, ob sich die geopolitischen Risiken und makroökonomischen Belastungsfaktoren weiter zuspitzen oder eine Beruhigung einsetzt.


SILBER - SHORT

Der Silber-Future verliert auf Wochenbasis -15,85%. 
Die letzte Woche im 30min Chart: 


Silber bricht ein – historischer Wochenverlust nach Allzeithoch

Der Silber-Future an der CME hat eine katastrophale Handelswoche hinter sich. Auf Wochenbasis verlor das Metall 15,85 % und schloss deutlich unter der wichtigen Marke von 70 US-Dollar bei 67,81 US-Dollar je Unze. Der massive Abverkauf ist umso bemerkenswerter, da Silber noch Ende Januar ein Allzeithoch bei rund 121,79 US-Dollar markiert hatte. Innerhalb weniger Wochen hat sich der Preis damit nahezu halbiert, was die enorme Volatilität im aktuellen Marktumfeld eindrucksvoll unterstreicht.

Auch in den COT-Daten zeigt sich die Schwäche deutlich. Das Managed Money hat seine Long-Positionen weiter reduziert und hält aktuell nur noch knapp unter 22.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Zum Vergleich: Im Juni des vergangenen Jahres lag die spekulative Netto-Long-Position noch bei über 67.000 Kontrakten. Dieser deutliche Abbau signalisiert eine klare Zurückhaltung institutioneller Marktteilnehmer und bestätigt die derzeit fragile Marktstruktur.

Zusätzlich belastet die saisonale Perspektive den Markt. Historisch betrachtet tendiert Silber in den kommenden Monaten eher seitwärts bis schwächer, wobei das zyklische beziehungsweise saisonale Tief typischerweise erst gegen Ende Juni erreicht wird. Vor diesem Hintergrund bleibt das kurzfristige Chance-Risiko-Verhältnis weiterhin herausfordernd.

FAZIT
Der drastische Preisverfall, die rückläufige spekulative Positionierung sowie die negative saisonale Phase sprechen aktuell für ein weiterhin volatiles und anfälliges Marktumfeld. Eine nachhaltige Stabilisierung dürfte erst im weiteren Verlauf des Frühsommers wahrscheinlicher werden.



SOJABOHNEN - LONG

Der Sojabohnen-Future verlieren  auf Wochenbasis -5,17%.
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Sojabohnen unter Druck – geopolitische Unsicherheit belastet trotz bullischer Struktur

Der Sojabohnen-Future an der CBOT stand in der vergangenen Handelswoche deutlich unter Druck und verlor auf Wochenbasis 5,17 %. Der Markt schloss bei 1.160,5 US-Cent und reagierte damit vor allem auf die geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem verschobenen Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Präsidenten. Diese Entwicklung wurde von Marktteilnehmern als negatives Signal für den globalen Agrarhandel interpretiert und führte zu verstärkter Verkaufsbereitschaft.

Strukturell zeigt sich in den aktuellen COT-Daten jedoch weiterhin ein stabiles Bild. Das Managed Money hält nach wie vor eine ausgeprägte Long-Position von über 220.000 Kontrakten. Diese Positionierung unterstreicht die grundsätzlich bullische Marktstruktur, auch wenn kurzfristige politische Risiken und makroökonomische Unsicherheiten zuletzt zu deutlichen Kursrückgängen geführt haben.

Aus saisonaler Sicht bleiben die Perspektiven für Sojabohnen konstruktiv. Historisch betrachtet bestehen gute Chancen für steigende Notierungen bis weit in die Sommermonate hinein. Entscheidend wird sein, ob sich die geopolitische Lage stabilisiert und damit wieder mehr Vertrauen in die globale Nachfrageentwicklung zurückkehrt.

FAZIT
Trotz des jüngsten Kursrückgangs bleibt die übergeordnete Struktur im Sojabohnen-Future positiv. Die Kombination aus weiterhin hoher spekulativer Long-Positionierung und saisonal unterstützender Phase spricht mittelfristig für Erholungspotenzial, auch wenn kurzfristige politische Risiken für erhöhte Volatilität sorgen dürften.


TTF ERDGAS - SHORT

Der TTF Erdgas-Future gewinnt auf Wochenbasis +17,63%.
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


TTF-Gas explodiert – geopolitischer Schock treibt Volatilität


Der TTF-Natural-Gas-Future zeigte in der vergangenen Handelswoche erneut eine außergewöhnlich starke Aufwärtsbewegung und legte auf Wochenbasis um 17,63 % zu. Der Future schloss bei 59,525 EUR, nachdem er im Wochenverlauf am Donnerstag, den 19. März, sogar kurzfristig bis in den Bereich von knapp 70 EUR angestiegen war. Damit setzte sich die extreme Preisdynamik fort, die seit Beginn der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten zu beobachten ist.

Treiber dieser Entwicklung bleibt vor allem die angespannte Versorgungslage in Europa. Die Gasspeicher sind weiterhin auf vergleichsweise niedrigen Niveaus, während gleichzeitig erhebliche Unsicherheit über zukünftige Lieferströme besteht. Marktteilnehmer reagieren zunehmend sensibel auf politische Nachrichten und mögliche Störungen wichtiger Export- und Transportrouten. In diesem Umfeld kommt es zu starken spekulativen Bewegungen und einer deutlich erhöhten Volatilität, die den Markt kurzfristig in beide Richtungen ausschlagen lassen kann.

FAZIT
Der TTF-Gas-Future bleibt ein hochgradig geopolitisch getriebener Markt. Solange Unsicherheit über Versorgung und Transportwege anhält, ist mit anhaltend starken Preisschwankungen zu rechnen. Kurzfristige Übertreibungen nach oben sind ebenso möglich wie scharfe Korrekturen.


WTI CRUDE OIL - LONG

WTI Crude Oil verliert auf Wochenbasis -0,44%.

Die letzte Woche im 30min Chart:



WTI bleibt extrem volatil – geopolitischer Risk-Premium stabilisiert Preise


Der WTI Crude Oil Future zeigte in der vergangenen Handelswoche erneut ein sehr schwankungsintensives Bild und beendete die Woche leicht im Minus. Auf Wochenbasis verlor der Kontrakt 0,44 % und schloss am Freitag bei 98,81 US-Dollar pro Barrel. Die Handelsspanne war dabei außergewöhnlich groß: Zwischenzeitlich fiel der Future im Wochenverlauf unter die Marke von 92 US-Dollar, während auf der Oberseite kurzfristig Kurse von über 100 US-Dollar erreicht wurden. Diese ausgeprägte Volatilität unterstreicht die aktuell stark von geopolitischen Nachrichten getriebene Marktstruktur.

Im Mittelpunkt steht weiterhin der Konflikt im Nahen Osten, der das Risiko tatsächlicher Angebotsausfälle in den Fokus gerückt hat. Entsprechend bleiben Energiepreise stark headline-sensitiv und reagieren unmittelbar auf neue Entwicklungen. Auch auf der Positionierungsseite zeigt sich eine klare Tendenz: Das Managed Money hat seine Long-Positionen weiter ausgebaut und hält inzwischen wieder über 218.000 Kontrakte. Diese Entwicklung spricht für eine weiterhin konstruktive mittelfristige Markterwartung institutioneller Marktteilnehmer.

Aus saisonaler Sicht ergibt sich ebenfalls ein unterstützendes Bild. Historisch tendiert der WTI-Future dazu, in Richtung Sommermonate an Stärke zu gewinnen, was grundsätzlich eine stabilisierende Komponente darstellt – auch wenn kurzfristige Rücksetzer aufgrund der hohen Unsicherheit jederzeit möglich bleiben.

FAZIT

Der Ölmarkt befindet sich aktuell in einem klar geopolitisch getriebenen Trading-Umfeld mit hohen Ausschlägen in beide Richtungen. Solange keine nachhaltige Entspannung im Nahen Osten erkennbar ist, dürfte die Volatilität hoch bleiben und der Risk-Premium im Preis bestehen bleiben. Die weiterhin steigende Long-Positionierung sowie saisonale Faktoren sprechen mittelfristig eher für stabile bis festere Notierungen, kurzfristig bleibt der Markt jedoch extrem nachrichtenabhängig.


ZUCKER - LONG

Zucker gewinnt auf Wochenbasis +9,26%.

Die letzte Woche im 30min Chart:



Zucker-Future mit starker Rally – Short-Eindeckungen treiben den Markt

Der Zucker-Future an der ICE US zeigte in der vergangenen Handelswoche eine sehr starke Performance und legte um 9,26 % zu. Der Kontrakt schloss bei 15,70 US-Cent und bewegte sich über weite Strecken der Woche klar aufwärts, ohne nennenswerte Korrekturphasen. Damit setzte sich die dynamische Gegenbewegung nach den zuvor schwachen Monaten fort.

Ein wichtiger Treiber der Rally war die Entwicklung in der Positionierung. Das Managed Money reduzierte seine weiterhin sehr große Netto-Short-Position spürbar und hält aktuell noch rund 207.755 Kontrakte short. Diese Short-Eindeckungen sorgten für zusätzlichen Kaufdruck und verstärkten die Aufwärtsdynamik. Trotz der positiven Wochenentwicklung bleibt die strukturelle Ausgangslage damit jedoch weiterhin von einer hohen spekulativen Short-Positionierung geprägt.

Fundamental wurde der Markt zusätzlich durch steigende Energiepreise unterstützt. Höhere Benzin- und Ethanolpreise erhöhen die Attraktivität der Zuckerrohrverarbeitung zu Ethanol, was potenziell das Angebot an Zucker verknappen kann. Gleichzeitig bleibt die globale Versorgungslage durch erwartete Überschüsse mittelfristig ein belastender Faktor.

Aus saisonaler Sicht zeigt sich für Zucker historisch eher eine schwächere Phase bis in den Frühsommer hinein. Die aktuelle Rally steht damit im Gegensatz zum üblichen Muster und dürfte stark von kurzfristigen Energie- und geopolitischen Faktoren beeinflusst sein.

FAZIT
Der Zucker-Future konnte zuletzt deutlich zulegen, getragen vor allem von Short-Eindeckungen und steigenden Energiepreisen. Trotz der positiven Dynamik bleibt das saisonale Umfeld eher belastend, sodass kurzfristige Stärke mit erhöhter Volatilität einhergehen dürfte. Entscheidend wird sein, ob die spekulativen Short-Positionen weiter reduziert werden und ob die Energiepreise auf hohem Niveau stabil bleiben.


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