Wenn ein Hedgefonds den gesamten Markt bewegt

02.08.26 11:17 AM - Von Mitarbeiter


Liebe Leserinnen und Leser,

 

selten lässt sich eine turbulente Handelswoche im Nachhinein so klar erklären wie die vergangene. Noch bis Mitte der Woche schien der Technologiesektor völlig den Boden unter den Füßen zu verlieren. Selbst nach der aus Sicht der Aktienmärkte weitgehend erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank setzte sich der Ausverkauf zunächst unvermindert fort. Viele Marktteilnehmer fragten sich, warum selbst qualitativ hochwertige Unternehmen aus dem KI- und Halbleitersektor derart massiv unter Druck gerieten.

Die Antwort folgte nur wenige Stunden später. Auslöser war offenbar nicht eine grundlegende Neubewertung der Wachstumsaussichten, sondern die Schieflage des Hedgefonds Situational Awareness des deutschen Leopold Aschenbrenner. Der Fonds hatte sich innerhalb von weniger als zwei Jahren vom Newcomer zu einem der spektakulärsten Hedgefonds der Wall Street entwickelt. Mit einem stark konzentrierten und hoch gehebelten Portfolio profitierte er zunächst enorm vom Boom rund um Künstliche Intelligenz und verwaltete in der Spitze rund 45 Milliarden US-Dollar. Als die wichtigsten KI-Infrastrukturwerte im Juli jedoch deutlich korrigierten, geriet der Fonds unter massiven Druck. Margin Calls zwangen zu umfangreichen Liquidationen und lösten genau jene Verkaufswelle aus, die den Technologiesektor in den vergangenen Tagen belastete.

Die Situation entspannte sich erst, als Citadel den Großteil des Aktienportfolios in einem milliardenschweren Block-Trade übernahm und damit einen ungeordneten Fire Sale verhinderte. Im Anschluss setzte an den Aktienmärkten eine ebenso dynamische Gegenbewegung ein. Der Nasdaq 100 machte einen Großteil seiner Verluste innerhalb weniger Stunden wieder wett und zeigte einmal mehr, wie stark kurzfristige Marktbewegungen inzwischen von Positionierung und Liquidität beeinflusst werden können.

Parallel dazu bestätigte die US-Notenbank unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh erwartungsgemäß ihren geldpolitischen Kurs und beließ die Leitzinsen unverändert. Überraschungen blieben aus. Die neue Kommunikationsstrategie der Fed, die bereits im Juni angekündigt wurde, setzt weiterhin deutlich weniger auf konkrete Zinssignale und überlässt den Märkten mehr Interpretationsspielraum.

Zum Wochenschluss rückte schließlich wieder die Geopolitik in den Vordergrund. Nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit militärischen Konsequenzen gedroht hatte, legten die Ölpreise am Freitag deutlich zu. Über das Wochenende folgten jedoch erneut versöhnlichere Töne aus Washington. Damit bleibt der Energiemarkt weiterhin stark von politischen Schlagzeilen geprägt und kurzfristig nur schwer kalkulierbar.



Unsere Positionen im Überblick

Der DCX steht aktuell bei 160,53 Punkten. Auf Wochenbasis verlor der Index 1,99 %. Seit Jahresanfang 2026 liegt die Performance bei +16,14 %. Seit Auflegung am 10. Dezember 2024 beträgt der Gewinn +60,69 %. Die 5-Jahres-Performance liegt ebenfalls bei +60,69 %.

Die vergangene Woche verlief für den DCX insgesamt schwächer. Besonders belastend wirkten die deutlichen Rückgänge bei Weizen, Sojabohnen, Mais, WTI Crude Oil und Henry Hub Erdgas. Auch USD/JPY, Silber, Zucker und Gold gaben nach. Positive Impulse kamen dagegen von Kaffee, Platin, Kupfer, Baumwolle und Kakao. Zudem entwickelte sich unsere Short-Position im Bund-Future erneut in die gewünschte Richtung. Der Euro legte gegenüber dem US-Dollar kräftig zu. Insgesamt bleibt das Marktumfeld von wechselnden Wetterprognosen, hohen geopolitischen Risiken, starkem Einfluss der Geldpolitik und ungewöhnlich ausgeprägten spekulativen Positionierungen geprägt.

• Baumwolle | +2,28 % | Long

Baumwolle stieg auf 81,79 US-Cent je Pfund und schloss nahezu auf Wochenhoch. Seit Jahresbeginn liegt der Future bereits rund 27 % im Plus. Das Managed Money hält inzwischen 93.531 Kontrakte netto long und bestätigt damit den seit Ende März vollzogenen Stimmungsumschwung. Robuste US-Exporte und höhere Energiepreise wirken unterstützend. Kurzfristig könnte die saisonal häufig schwächere Phase bis Mitte August jedoch für Rücksetzer sorgen.

• Bund-Future | -0,17 % | Short

Der Bund-Future fiel auf 124,22 Punkte und entwickelte sich damit erneut zugunsten unserer Short-Position. Der Future notiert weiterhin nur knapp über seinem Jahrestief bei 123,74 Punkten. Steigende langfristige Renditen, die höhere deutsche Neuverschuldung und das wachsende Angebot an Bundesanleihen sprechen weiterhin gegen eine nachhaltige Erholung. Ein Bruch des Jahrestiefs könnte den bestehenden Abwärtstrend nochmals beschleunigen.

• EUR/USD | +1,47 % | Long

EUR/USD stieg kräftig auf 1,15365 US-Dollar und schloss nahezu auf Wochenhoch. Auslöser war vor allem eine deutliche Schwäche des US-Dollars nach der Sitzung der Federal Reserve. Gleichzeitig stützten robuste Konjunkturdaten und eine höhere Inflation in der Eurozone den Euro. Das Managed Money baute seine Netto-Short-Position allerdings auf mehr als 72.000 Kontrakte aus und begegnet der jüngsten Euro-Stärke damit weiterhin mit Skepsis.

• Gold | -0,37 % | Long

Gold fiel leicht auf 4.098,60 US-Dollar je Feinunze, beendete den Juli jedoch erstmals seit mehreren Monaten wieder mit einer positiven Monatsbilanz. Das Managed Money hält weiterhin rund 182.000 Kontrakte netto long. Fortgesetzte Zentralbankkäufe, insbesondere durch die chinesische Notenbank, und die nun beginnende saisonal starke Phase sprechen für eine mögliche Erholung in den kommenden Wochen.

• Henry Hub Erdgas | -3,96 % | Long

Henry Hub Erdgas fiel auf 2,792 US-Dollar je MMBtu. Hohe US-Produktion, Lagerbestände von rund 6,4 % über dem Fünfjahresdurchschnitt und Wartungsarbeiten an LNG-Anlagen belasten den Markt weiterhin. Das Managed Money hält inzwischen mehr als 190.000 Netto-Short-Kontrakte. Diese extreme Positionierung erhöht jedoch das Potenzial für einen kräftigen Short Squeeze, sobald sich die Wetterlage oder die fundamentale Situation verbessert.

• Kaffee | +5,56 % | Long

Arabica Coffee stieg kräftig auf 331,50 US-Cent je Pfund und notierte zwischenzeitlich über 340 US-Cent. Niedrige ICE-Lagerbestände, starke Niederschläge in Minas Gerais und dadurch verzögerte Erntearbeiten stützten den Markt. Das Managed Money hält weiterhin 27.408 Kontrakte netto long. Ein nachhaltiger Ausbruch über 340 US-Cent könnte die laufende Erholungsbewegung weiter beschleunigen.

• Kakao | +1,20 % | Long

Kakao stieg auf 5.394 US-Dollar je Tonne. Besonders stark war die Bewegung am Freitag, als der Future um mehr als 5 % zulegte. Produktionsrisiken in Ghana und der Elfenbeinküste, Pflanzenkrankheiten und ein sich verstärkender El Niño erhöhen die Wetterprämie. Das Managed Money hält nur noch 5.556 Kontrakte netto short. In Verbindung mit der saisonal häufig freundlichen Phase bis Anfang Oktober besteht damit zusätzliches Short-Covering-Potenzial.

• Kupfer | +2,67 % | Long

Kupfer stieg auf 650,75 US-Cent je Pfund und schloss nahezu auf Wochenhoch. Seit Jahresbeginn liegt der Future bereits 14,33 % im Plus. Die strukturell steigende Nachfrage aus Elektrifizierung, Stromnetzausbau, Rechenzentren und Künstlicher Intelligenz bleibt ein zentraler Preistreiber. Das Managed Money hält mehr als 67.280 Kontrakte netto long. Mögliche US-Importzölle auf raffiniertes Kupfer könnten den amerikanischen Markt zusätzlich verknappen.

• Mais | -4,82 % | Long

Mais fiel deutlich auf 463,75 US-Cent je Scheffel. Verbesserte Niederschlagsprognosen für den US-Corn-Belt reduzierten die Wetterprämie und sorgten für Verkaufsdruck. Das Managed Money baute seine Netto-Long-Position dennoch auf mehr als 254.300 Kontrakte aus und bewertet den Rücksetzer offenbar als Kaufgelegenheit. Die Exportnachfrage bleibt robust. Der USDA-Erntebericht im August dürfte nun zum nächsten entscheidenden Impulsgeber werden.

• Platin | +3,53 % | Long

Platin stieg auf 1.655,50 US-Dollar je Feinunze und bewegte sich damit weiterhin innerhalb der seit Mitte Juni bestehenden Handelsspanne zwischen rund 1.500 und 1.700 US-Dollar. Das strukturelle Angebotsdefizit und sinkende oberirdische Lagerbestände wirken unterstützend. Das Managed Money hält 11.635 Kontrakte netto long. Das niedrige Open Interest zeigt jedoch, dass bislang noch die breite Beteiligung der Investoren für einen nachhaltigen neuen Trend fehlt.

• Silber | -1,20 % | Long

Silber fiel auf 57,775 US-Dollar je Feinunze, nachdem der Future zu Wochenbeginn noch über 60 US-Dollar gestiegen war. Steigende Renditen und die Erwartung einer möglichen US-Zinserhöhung belasten den Markt weiterhin. Das Managed Money hält dennoch mehr als 22.200 Kontrakte netto long. Gleichzeitig beginnt im August historisch häufig eine freundlichere saisonale Phase, die eine technische Gegenbewegung unterstützen könnte.

• Sojabohnen | -5,11 % | Long

Sojabohnen fielen auf 1.188,25 US-Cent je Scheffel und schlossen nahezu auf Wochentief. Verbesserte Niederschlagsaussichten für den Mittleren Westen der USA reduzierten die Sorgen während der wichtigen Hülsenbildungsphase. Das Managed Money hält mit 211.757 Kontrakten weiterhin eine außergewöhnlich hohe Netto-Long-Position und nutzte die Schwäche sogar zum weiteren Positionsaufbau. Zusätzliche Unterstützung kommt von neuen US-Exportverkäufen, unter anderem nach China.

• USD/JPY | -3,85 % | Long

USD/JPY fiel kräftig auf 157,501 Yen. Umfangreiche Interventionen der japanischen Behörden und ein restriktiverer Ton der Bank of Japan sorgten für eine der stärksten Yen-Wochen seit Monaten. Gleichzeitig signalisierte die Bank of Japan eine mögliche Zinserhöhung im September. Das Managed Money hält dennoch weiterhin eine große Long-Position im US-Dollar gegenüber dem Yen und setzt offenbar darauf, dass die Zinsdifferenz mittelfristig wieder zugunsten des Dollars wirkt.

• Weizen | -6,00 % | Long

Weizen fiel deutlich auf 638 US-Cent je Scheffel. Nach der vorangegangenen Rally sorgten zum Monatsende umfangreiche Gewinnmitnahmen für Verkaufsdruck. Die geopolitischen Risiken im Schwarzen Meer bleiben jedoch bestehen, nachdem ukrainische Drohnen den russischen Hafen Taman angriffen. Das Managed Money hält nur noch 1.292 Kontrakte netto short und ist damit nahezu neutral positioniert. Neue Störungen der Exportströme könnten deshalb schnell wieder für Aufwärtsdruck sorgen.

• WTI Crude Oil | -3,98 % | Long

WTI fiel auf 86,80 US-Dollar je Barrel, nachdem der Future zwischenzeitlich unter 80 US-Dollar notiert hatte. Kurzfristige Hoffnungen auf eine diplomatische Entspannung zwischen den USA und dem Iran belasteten den Markt, erwiesen sich zum Wochenschluss jedoch erneut als verfrüht. Risiken für Förderanlagen, Raffinerien und Transportwege bleiben bestehen. Das Managed Money erhöhte seine Netto-Long-Position auf 120.108 Kontrakte und reagiert damit auf die weiterhin hohe geopolitische Unsicherheit.

• Zucker | -0,74 % | Long

Zucker fiel leicht auf 14,66 US-Cent je Pfund und blieb in seiner seit mehreren Wochen bestehenden Seitwärtsbewegung. Für August und September werden in Indien erneut unterdurchschnittliche Niederschläge erwartet. Gleichzeitig erhöht ein stärkerer El Niño die Produktionsrisiken in Brasilien, Indien und Thailand. Das Managed Money hält inzwischen 84.629 Kontrakte netto short. Sollte sich die Angebotslage wetterbedingt verschärfen, könnte diese Positionierung eine dynamische Short-Covering-Rally auslösen.


FAZIT
Die vergangenen Wochen waren geprägt von außergewöhnlich hoher Unsicherheit. Geopolitische Risiken, geldpolitische Spekulationen und erzwungene Liquidationen einzelner Marktteilnehmer sorgten immer wieder für abrupte und teilweise schwer nachvollziehbare Kursbewegungen. In einem solchen Umfeld ist Geduld häufig die beste Strategie.

Wir haben uns deshalb bewusst mit neuen Positionen zurückgehalten und verfügen aktuell über eine vergleichsweise hohe Cash-Quote. Das verschafft uns die notwendige Flexibilität, um auf neue Chancen zu reagieren. Mit dem Ende der Sommermonate, einer nachlassenden politischen Unsicherheit und den bevorstehenden saisonal starken Phasen in zahlreichen Rohstoffmärkten dürfte die Zahl attraktiver Trading-Setups wieder deutlich zunehmen. Genau darauf werden wir in den kommenden Wochen unseren Fokus richten.

Good Luck in Trading,
Ihr
Carsten S. Stork

Performance DCX 

aktueller Indexstand: 160,53
Wochenperformance: -1,99%
Seit Jahresanfang 2026: +16,14%
Seit Auflegung (10. Dezember 2024): +60,69%
Performance 5 Jahre: +60,69%


DCX POSITIONEN

BAUMWOLLE - LONG

Baumwolle gewinnt auf Wochenbasis +2,28%.
Performance 5 Jahre: -3,83%
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Baumwolle-Future: Spekulanten bleiben überzeugt – Aufwärtstrend setzt sich fort


Der an der ICE US gehandelte Baumwolle-Future knüpfte in der vergangenen Woche an seine starke Entwicklung der letzten Monate an. Auf Wochensicht gewann der Dezember-Kontrakt 2,28 Prozent und schloss mit 81,79 US-Cent je Pfund nahezu auf Wochenhoch. Damit setzt sich der seit dem Frühjahr bestehende Aufwärtstrend eindrucksvoll fort.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im laufenden Jahr. Seit Jahresbeginn hat der Baumwolle-Future bereits rund 27 Prozent zugelegt. Noch im vergangenen Jahr bewegte sich der Markt über weite Strecken in einer engen Handelsspanne zwischen 60 und 70 US-Cent. Der Ausbruch aus dieser langjährigen Konsolidierung unterstreicht die deutlich verbesserte Marktstruktur.

Ein wesentlicher Treiber bleibt die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer. Das Managed Money hält aktuell netto 93.531 Kontrakte long und zählt damit zu den bullischsten Positionierungen der vergangenen Jahre. Besonders bemerkenswert ist der Strategiewechsel, der Ende März begann. Damals drehten die institutionellen Spekulanten von einer Netto-Short- auf eine deutliche Netto-Long-Position und haben diese seitdem kontinuierlich ausgebaut. Ein solcher Positionswechsel spricht häufig für einen nachhaltigen Stimmungsumschwung am Markt.

Auch fundamental bleibt das Umfeld konstruktiv. Die US-Exportnachfrage entwickelt sich weiterhin robust und liegt bereits über den Erwartungen des US-Landwirtschaftsministeriums. Gleichzeitig sorgen die höheren Energiepreise für Unterstützung, da sie synthetische Fasern wie Polyester verteuern und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Baumwolle verbessern.

Saisonal könnte der Markt kurzfristig zwar noch etwas Gegenwind bekommen. Historisch zeigt Baumwolle bis etwa Mitte August häufig eine schwächere Tendenz, bevor sich bis Mitte September wieder eine freundlichere Marktphase anschließt.

Fazit: Der langfristige Aufwärtstrend bleibt vollkommen intakt. Die starke Positionierung des Managed Money, die robuste Exportnachfrage und die verbesserte Marktstruktur sprechen weiterhin für steigende Kurse. Kurzfristige saisonale Rücksetzer würden aus unserer Sicht das übergeordnete bullische Bild derzeit nicht infrage stellen.


BUND FUTURE - SHORT

Der Bund Future verliert auf Wochenbasis -0,17%.
Performance 5 Jahre: -27,57%
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Bund Future: Steigende Renditen halten den Abwärtstrend intakt

Der deutsche Bund Future setzte seine Schwäche in der vergangenen Woche fort. Auf Wochensicht verlor der richtungsweisende Dezember-Kontrakt 0,17 Prozent und schloss bei 124,22 Punkten – nur knapp über dem Wochentief. Damit bewegt sich der Future weiterhin in unmittelbarer Nähe seines Jahrestiefs von 123,74 Punkten, das im Mai markiert wurde.

Die Belastungsfaktoren bleiben unverändert. Weltweit steigen die Renditen langfristiger Staatsanleihen weiter an. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den zehn-, zwanzig- und dreißigjährigen Laufzeiten. Anleger verlangen zunehmend höhere Zinsen, um sich langfristig an Staaten zu binden. Von dieser Entwicklung kann sich auch der deutsche Anleihemarkt nicht abkoppeln.

Hinzu kommt die veränderte Fiskalpolitik Deutschlands. Die deutlich höhere Neuverschuldung zur Finanzierung umfangreicher Investitions- und Rüstungsprogramme führt zu einem steigenden Angebot an Bundesanleihen. Ein größeres Angebot trifft auf Investoren, die angesichts der höheren Staatsverschuldung und der anhaltenden Inflationsrisiken höhere Renditen fordern. Entsprechend geraten die Kurse der Anleihen weiter unter Druck.

Auch aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild angespannt. Der Bund Future notiert weiterhin unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten und hat sich bislang nicht nachhaltig von den Tiefständen der vergangenen Monate lösen können. Die Marke von 124 Punkten fungiert derzeit lediglich als kurzfristige Unterstützung. Ein Bruch des Jahrestiefs bei 123,74 Punkten würde den bestehenden Abwärtstrend bestätigen und könnte weitere Verkäufe nach sich ziehen.

An der Positionierung institutioneller Anleger hat sich zuletzt wenig geändert. Der Markt bleibt insgesamt von der Erwartung geprägt, dass langfristige Renditen vorerst eher steigen als fallen.

Fazit: Der Bund Future bleibt im Würgegriff steigender Kapitalmarktzinsen und einer expansiveren Fiskalpolitik. Solange das Jahrestief bei 123,74 Punkten nicht verteidigt werden kann, spricht das technische Bild weiterhin für fallende Anleihekurse beziehungsweise weiter steigende Renditen.


EUR/USD - LONG

Der EUR/USD gewinnt auf Wochenbasis +1,47%.
Performance 5 Jahre: -2,77%
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart: 


Euro/US-Dollar: Vertrauensverlust in den Dollar treibt den Euro nach oben


Das Währungspaar Euro/US-Dollar verzeichnete in der vergangenen Woche eine beeindruckende Aufwärtsbewegung. Auf Wochensicht gewann der Euro 1,47 Prozent und schloss bei 1,15365 nahezu auf Wochenhoch. Damit setzte sich die Erholung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar dynamisch fort.

Auslöser der Bewegung war weniger eine außergewöhnliche Stärke des Euro als vielmehr eine deutliche Schwäche des US-Dollars. Nach der Sitzung der US-Notenbank kamen Zweifel auf, ob die Federal Reserve entschlossen genug gegen die anhaltend hohe Inflation vorgehen wird.


Obwohl drei Mitglieder des Offenmarktausschusses bereits für eine sofortige Zinserhöhung stimmten, blieb die Fed unverändert. Die Kommunikation von Fed-Chef Kevin Warsh sorgte zusätzlich für Verunsicherung und belastete das Vertrauen vieler Marktteilnehmer in den geldpolitischen Kurs der Notenbank.

Unterstützung erhielt der Euro gleichzeitig von überraschend robusten Konjunkturdaten aus der Eurozone. Das Bruttoinlandsprodukt entwickelte sich im zweiten Quartal besser als erwartet, während die Inflationsrate erneut anzog. Damit bleibt die Europäische Zentralbank unter Druck, ihren restriktiven geldpolitischen Kurs fortzusetzen.

Interessant ist allerdings die Entwicklung der COT-Daten. Das Managed Money bestätigte den kräftigen Kursanstieg bislang nicht. Im Gegenteil: Die institutionellen Spekulanten bauten ihre Netto-Short-Position weiter aus und halten aktuell mehr als 72.000 Kontrakte short. Diese Positionierung deutet darauf hin, dass viele professionelle Anleger der jüngsten Euro-Stärke bislang noch mit Skepsis begegnen.

Fazit: Die Rally des Euro wurde in erster Linie durch die Schwäche des US-Dollars ausgelöst. Sollte sich das Vertrauen in die Geldpolitik der Federal Reserve weiter eintrüben und die Eurozone gleichzeitig robuste Wirtschaftsdaten liefern, könnte der Euro seine Aufwärtsbewegung zunächst fortsetzen. Die hohe Short-Positionierung des Managed Money zeigt jedoch, dass der Markt diese Entwicklung noch längst nicht einhellig unterstützt.



GOLD - LONG

Gold verliert auf Wochenbasis -0,37%.
Performance 5 Jahre: +131,93%
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Gold Future: Saisonaler Rückenwind könnte die nächste Aufwärtsbewegung einleiten

Der Gold Future bewegte sich in der vergangenen Woche leicht nach unten. Auf Wochensicht verlor der Future 0,37 Prozent und schloss bei 4.098,60 US-Dollar je Feinunze. Trotz des erneuten Wochenverlustes gelang dem Edelmetall im Juli erstmals seit mehreren Monaten wieder eine positive Monatsbilanz. Auf Monatssicht legte Gold um etwas mehr als zwei Prozent zu und beendete damit eine viermonatige Verlustserie.

Das übergeordnete Bild bleibt allerdings noch von der kräftigen Korrektur der vergangenen Monate geprägt. Seit Jahresbeginn liegt der Gold Future weiterhin 5,39 Prozent im Minus. Gegenüber dem im Januar erreichten Rekordhoch beträgt der Rückgang sogar noch 27,16 Prozent. Der Markt besitzt damit erhebliches Erholungspotenzial, sofern sich die fundamentalen und saisonalen Faktoren in den kommenden Wochen durchsetzen.

Besonders konstruktiv bleibt die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer. Das Managed Money hält weiterhin rund 182.000 Kontrakte netto long. Trotz der deutlichen Korrektur seit Jahresbeginn haben die institutionellen Anleger ihre grundsätzlich bullische Haltung damit nicht aufgegeben.

Zusätzliche Unterstützung erhält Gold durch die anhaltend hohe Nachfrage der Zentralbanken. Insbesondere die People’s Bank of China setzt ihre Goldkäufe fort. Insgesamt könnte die weltweite Nachfrage der Notenbanken auch in diesem Jahr wieder die Marke von 1.000 Tonnen erreichen.

Die Bestrebungen vieler Schwellenländer, ihre Währungsreserven breiter aufzustellen und die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren, bleiben damit ein wichtiger struktureller Preistreiber.

Auch die saisonale Entwicklung spricht für Gold. Historisch beginnt im Spätsommer eine der stärksten Phasen des Jahres, die häufig bis in den Herbst hinein anhält.



Nach der Stabilisierung im Juli könnte dieser saisonale Rückenwind nun zunehmend an Bedeutung gewinnen.


Fazit: Trotz der noch immer großen Distanz zum Januarhoch verbessert sich das Gesamtbild. Die hohe Long-Positionierung des Managed Money, fortgesetzte Zentralbankkäufe und die ausgesprochen positive Saisonalität sprechen dafür, dass Gold in den kommenden Wochen eine stärkere Erholungsbewegung starten könnte.



HENRY HUB ERDGAS - LONG

Henry Hub verliert auf Wochenbasis -3,96%.
Performance 5 Jahre: -26,67%
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Henry Hub Erdgas Future: Hohe Short-Positionierung erhöht das Überraschungspotenzial

Der Henry Hub Erdgas Future blieb in der vergangenen Woche erneut unter Druck. Auf Wochensicht verlor der Future 3,96 Prozent und schloss bei 2,792 US-Dollar je MMBtu. Gegen Ende der Woche konnte sich der Markt zwar etwas von seinen Tiefständen erholen, insgesamt blieb das Preisbild jedoch schwach.

Belastet wird Erdgas weiterhin durch das komfortable Angebot in den USA. Die Produktion bewegt sich auf hohem Niveau, während die Lagerbestände rund 6,4 Prozent über ihrem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt liegen. Gleichzeitig wurden die LNG-Exportmengen zuletzt durch Wartungsarbeiten an mehreren Anlagen etwas gedämpft. Diese Kombination verhindert bislang eine nachhaltige Erholung des Futures.


Besonders interessant bleibt die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer. Das Managed Money hat seine Netto-Short-Position erneut ausgebaut und hält inzwischen mehr als 190.000 Kontrakte short. Damit setzen die großen Spekulanten weiterhin klar auf fallende Erdgaspreise. Eine derart hohe Short-Positionierung kann den Markt zwar zunächst zusätzlich belasten, erhöht gleichzeitig aber das Potenzial für eine schnelle Gegenbewegung, sobald ein unerwartet bullischer Impuls auftritt.

Ein möglicher Katalysator könnte die nun zunehmend aktive Hurrikansaison sein. Aktuell ist es im Atlantik noch ruhig, weshalb kurzfristig kein unmittelbarer wetterbedingter Preistreiber vorhanden ist.



Mit dem Fortschreiten des Sommers steigt jedoch das Risiko von Störungen an LNG-Terminals, Förderanlagen oder wichtiger Infrastruktur am Golf von Mexiko.

Fazit: Das Preisniveau unterhalb von 3 US-Dollar bleibt grundsätzlich interessant, ein sofortiger neuer Einstieg drängt sich derzeit jedoch noch nicht auf. Hohe Lagerbestände und starke Produktion sprechen für Geduld. Die umfangreiche Short-Positionierung macht den Markt zugleich anfällig für einen kräftigen Short Squeeze, sobald sich die Wetterlage oder die fundamentale Situation zugunsten steigender Preise verändert.



KAFFEE - LONG

Der Kaffee-Future gewinnt auf Wochenbasis +5,56%.
Performance 5 Jahre: +106,15%
Die letzte Woche im 30min Chart: 


Arabica Coffee Future: Niedrige ICE-Lagerbestände geben den Bullen neue Kraft


Der Arabica Coffee Future legte in der vergangenen Woche kräftig zu. Auf Wochensicht gewann der Future 5,56 Prozent und schloss bei 331,50 US-Cent je Pfund. Im Wochenverlauf stieg der Preis zeitweise sogar über die Marke von 340 US-Cent, konnte dieses Niveau jedoch nicht bis zum Handelsschluss verteidigen.


Trotz der starken Wochenperformance bleibt das übergeordnete Bild noch von der vorangegangenen Korrektur geprägt. Seit Jahresbeginn liegt der Arabica Coffee Future weiterhin rund 5,23 Prozent im Minus. Gegenüber dem im Oktober vergangenen Jahres erreichten Allzeithoch beträgt der Rückgang sogar noch etwa 24,31 Prozent. Damit besteht grundsätzlich weiterhin Erholungspotenzial, sofern sich die fundamentale Lage weiter verknappt.




Niedrige Börsenbestände begrenzen die kurzfristig verfügbare Liefermenge und können bei gleichzeitig stabiler Nachfrage erheblichen Aufwärtsdruck auf den Future ausüben.

Unterstützung erhält der Markt zudem durch starke Niederschläge in Minas Gerais, der wichtigsten Anbauregion Brasiliens. Die Regenfälle verzögerten die Ernte, bremsten den Warenfluss und erhöhten die Sorgen über mögliche Qualitätsprobleme. Belastend wirken dagegen die Aussichten auf eine größere globale Kaffeeproduktion 2026/27 sowie robuste Robusta-Exporte aus Vietnam.


Auch die COT-Daten bleiben konstruktiv. Das Managed Money hält aktuell 27.408 Kontrakte netto long und damit eine weiterhin deutliche bullische Positionierung.


Fazit: Niedrige ICE-Lagerbestände, wetterbedingte Verzögerungen in Brasilien und eine positive saisonale Phase sprechen für weiteres Aufwärtspotenzial. Kann sich der Future nachhaltig über 340 US-Cent etablieren, wäre der Weg für eine Fortsetzung der Erholung frei.



KAKAO - LONG

Der Kakao-Future gewinnt auf Wochenbasis +1,20%.
Performance 5 Jahre: +125,91% 
Die letzte Woche im 30min Chart: 


Kakao Future: El Niño rückt in den Fokus – Bullen melden sich eindrucksvoll zurück


Der an der ICE US gehandelte Kakao Future zeigte in der vergangenen Woche erneut seine hohe Volatilität. Auf Wochensicht legte der Future 1,20 Prozent zu und schloss bei 5.394 US-Dollar je Tonne. Besonders beeindruckend war die Kursentwicklung zum Wochenschluss: Allein am Freitag sprang Kakao um mehr als fünf Prozent nach oben und machte damit einen Großteil der zwischenzeitlichen Verluste wieder wett.

Bereits zu Wochenbeginn war der Future kurzzeitig über die Marke von 5.500 US-Dollar gestiegen, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Der kräftige Rebound am Freitag zeigt jedoch, dass auf dem aktuellen Preisniveau wieder verstärkt Kaufinteresse vorhanden ist.


Fundamental richtet sich der Blick zunehmend auf Westafrika. Vor allem Ghana, der zweitgrößte Kakaoproduzent der Welt, erwartet für die Saison 2026/27 einen deutlichen Produktionsrückgang. Als Gründe werden die Ausbreitung der Swollen-Shoot-Krankheit, überalterte Plantagen sowie die zunehmenden Risiken durch den sich verstärkenden El Niño genannt. Auch für die Elfenbeinküste mehren sich Hinweise auf eine unterdurchschnittliche Ernte, sollte sich das trockene Wetter im weiteren Jahresverlauf fortsetzen.


Mehrere Analysehäuser haben ihre Prognosen für den globalen Kakaoüberschuss zuletzt deutlich reduziert. Damit rückt das Risiko eines wieder engeren Weltmarktes zunehmend in den Vordergrund. Gleichzeitig dürfte El Niño insbesondere in Westafrika für höhere Wetterprämien sorgen und die Preisschwankungen weiter erhöhen.


Auch die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer bleibt konstruktiv. Das Managed Money hält aktuell lediglich 5.556 Kontrakte netto short. Diese vergleichsweise kleine Short-Position bietet zusätzliches Potenzial für Short Covering, falls sich die fundamentale Lage weiter verschärfen sollte.


Auch aus saisonaler Sicht spricht vieles für den Markt. Historisch entwickelt sich Kakao häufig bis Anfang Oktober freundlich – ein Muster, das sich in diesem Jahr mit den zunehmenden Wetterrisiken überlagern könnte.


Fazit: Kakao zählt aus unserer Sicht zu den aussichtsreichsten Soft Commodities der kommenden Monate. Der sich verstärkende El Niño, sinkende Produktionserwartungen in Westafrika und die saisonal starke Phase sprechen für weiter steigende Preise bis in den Herbst hinein.



KUPFER - LONG

Der Kupfer-Future gewinnt auf Wochenbasis +2,67%.
Performance 5 Jahre: +50,75%
Die letzte Woche im 30min Chart: 


Kupfer Future: Strukturelle Nachfrage sorgt für ein konstruktives Marktbild


Der Kupfer Future setzte seine Aufwärtsbewegung in der vergangenen Woche fort. Auf Wochensicht gewann der Future 2,67 Prozent und schloss bei 650,75 US-Cent je Pfund nahezu auf Wochenhoch. Nach einer kurzen Schwächephase im Anschluss an die Zinssitzung der US-Notenbank kehrten die Käufer schnell in den Markt zurück und bestätigten damit den übergeordneten Aufwärtstrend.


Seit Jahresbeginn liegt der Kupfer Future bereits 14,33 Prozent im Plus und zählt damit weiterhin zu den Rohstoffen mit einer erfreulichen Jahresperformance. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Stabilität des Trends. Rücksetzer wurden in den vergangenen Monaten immer wieder konsequent zum Einstieg genutzt.


Fundamental bleibt das Umfeld konstruktiv. Die globale Elektrifizierung, der Ausbau der Stromnetze sowie die rasant steigenden Investitionen in Rechenzentren und Künstliche Intelligenz sorgen für eine strukturell wachsende Kupfernachfrage.



Hinzu kommt die Unsicherheit über mögliche US-Importzölle auf raffiniertes Kupfer. Sollten entsprechende Maßnahmen beschlossen werden, könnte dies den US-Markt zusätzlich verknappen und die Preisentwicklung unterstützen.


Auch die Positionierung der institutionellen Anleger spricht unverändert für den Markt. Das Managed Money hält aktuell netto mehr als 67.280 Kontrakte long und bleibt damit klar auf der Käuferseite.



Trotz der bereits deutlichen Kursgewinne gibt es bislang keine Anzeichen dafür, dass die großen Spekulanten ihre bullische Grundhaltung aufgeben.


Fazit: Das Gesamtbild beim Kupfer bleibt konstruktiv. Die Kombination aus einer strukturell steigenden Nachfrage, einer weiterhin bullischen Positionierung des Managed Money und möglichen handelspolitischen Impulsen aus den USA spricht dafür, dass Rücksetzer derzeit eher als Konsolidierungen innerhalb eines intakten Aufwärtstrends zu werten sind.



MAIS - LONG

Der Mais-Future verliert auf Wochenbasis -4,82%.
Performance 5 Jahre: -27,15% 
Die letzte Woche im 15min Chart: 


Mais Future: Regen im Corn Belt drückt die Preise

Der Mais Future geriet in der vergangenen Woche deutlich unter Druck. Auf Wochensicht verlor der Future 4,82 Prozent und schloss bei 463,75 US-Cent je Scheffel nahezu auf Wochentief. Damit setzte sich die Korrektur fort, nachdem sich die Wetteraussichten für die wichtigsten Anbaugebiete in den USA deutlich verbessert hatten.


Im Mittelpunkt standen erneut die Niederschläge im amerikanischen Corn Belt. Der Regen kommt für viele Anbauflächen genau zur richtigen Zeit und verbessert die Ertragsperspektiven für die diesjährige Maisernte. Entsprechend reduzierten viele Marktteilnehmer ihre Risikoprämien, was zusätzlichen Verkaufsdruck auslöste.


Interessanterweise zeigen die COT-Daten ein anderes Bild. Das Managed Money nutzte die Kursverluste zum weiteren Ausbau seiner Netto-Long-Position und hält inzwischen mehr als 254.300 Kontrakte long. Die großen institutionellen Anleger scheinen den jüngsten Rücksetzer somit eher als Kaufgelegenheit denn als Beginn eines neuen Abwärtstrends zu interpretieren.


Unterstützend wirkt außerdem die weiterhin robuste Exportnachfrage. Die kumulierten US-Maisexporte liegen bereits leicht über der Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums und unterstreichen, dass amerikanischer Mais auf dem Weltmarkt weiterhin wettbewerbsfähig ist.


Der Fokus der kommenden Wochen dürfte nun auf den Ertragsschätzungen des USDA liegen. Der August-Bericht gilt traditionell als einer der wichtigsten Termine des Jahres für den Maismarkt und könnte die Erwartungen an die US-Ernte nochmals deutlich verändern.


Fazit: Kurzfristig bestimmt das Wetter die Preisentwicklung am Maismarkt. Mittelfristig bleiben jedoch sowohl die robuste Exportnachfrage als auch die unverändert optimistische Positionierung institutioneller Anleger konstruktive Faktoren. Der USDA-Erntebericht im August dürfte nun zum nächsten entscheidenden Impulsgeber werden.



PLATIN- LONG

Der Platin-Future gewinnt auf Wochenbasis +3,53%.
Performance 5 Jahre: +54,79% 
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Platin Future: Stabilisierung in enger Handelsspanne – Investoren bleiben zurückhaltend

Der Platin Future konnte in der vergangenen Woche zulegen. Auf Wochensicht gewann der Future 3,53 Prozent und schloss bei 1.655,50 US-Dollar je Feinunze. Damit behauptete sich der Markt innerhalb der seit Mitte Juni bestehenden Handelsspanne zwischen rund 1.500 und 1.700 US-Dollar.


Trotz der freundlichen Wochenentwicklung bleibt die Jahresbilanz enttäuschend. Seit Jahresbeginn notiert Platin weiterhin rund 14 Prozent im Minus. Nach der kräftigen Korrektur der vergangenen Monate scheint sich der Markt aktuell zunächst in einer Konsolidierungsphase zu befinden.


Fundamental stehen sich weiterhin positive und negative Faktoren gegenüber. Einerseits bleibt das Angebot angespannt. Der Platinmarkt dürfte auch in diesem Jahr ein strukturelles Angebotsdefizit aufweisen, da die Minenproduktion begrenzt bleibt und die oberirdischen Lagerbestände weiter zurückgehen. Andererseits sorgen die Unsicherheit über die weltweite Industriekonjunktur sowie der langfristige Wandel hin zur Elektromobilität für Zurückhaltung auf der Nachfrageseite.


Auch die COT-Daten zeichnen ein insgesamt stabiles Bild. Das Managed Money hält aktuell netto 11.635 Kontrakte long. Zwar ist diese Position deutlich kleiner als noch Ende des vergangenen Jahres oder im Frühjahr, dennoch bleiben die institutionellen Anleger per Saldo auf der Käuferseite.


Bemerkenswert ist vor allem das niedrige Open Interest. Die geringe Zahl offener Kontrakte deutet darauf hin, dass das Interesse der Marktteilnehmer am Platinmarkt derzeit vergleichsweise gering ist. Solche Phasen gehen häufig mit einer ruhigen Kursentwicklung einher, können aber auch die Grundlage für stärkere Bewegungen bilden, sobald wieder neues Kapital in den Markt fließt.


Fazit: Der Platin Future befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase. Die stabile Long-Positionierung des Managed Money und das strukturell knappe Angebot wirken unterstützend. Das geringe Open Interest zeigt jedoch, dass dem Markt aktuell noch die breite Beteiligung der Investoren fehlt, um einen nachhaltigen neuen Trend zu etablieren.



SILBER- LONG

Der Silber-Future verliert auf Wochenbasis -1,20%.
Performance 5 Jahre: +120,14% 
Die letzte Woche im 30-Minuten-Chart:


Silber Future: Zinsängste bremsen die Erholung – Saisonalität macht Hoffnung

Der Silber Future stand in der vergangenen Woche erneut unter Druck. Auf Wochensicht verlor der Future 1,20 Prozent und schloss bei 57,775 US-Dollar je Feinunze. Zu Wochenbeginn war Silber noch über die Marke von 60 US-Dollar gestiegen, konnte diese Gewinne jedoch nicht verteidigen. Im weiteren Verlauf geriet der Markt wieder unter Verkaufsdruck und beendete die Woche nahe dem Wochentief.

Das übergeordnete Bild bleibt damit weiterhin enttäuschend. Gegenüber dem Hoch vom 29. Januar liegt der Silber Future inzwischen mehr als 52 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn beträgt der Rückgang rund 18,6 Prozent. Damit hinkt Silber der Entwicklung von Gold weiterhin deutlich hinterher.


Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt die Zinsperspektive in den USA. Die Federal Reserve ließ die Leitzinsen auf ihrer Sitzung zwar unverändert, gleichzeitig preist der Markt aber weiterhin eine mögliche Zinserhöhung im September ein. Steigende Zinsen beziehungsweise höhere langfristige Anleiherenditen erhöhen die Opportunitätskosten für Edelmetalle, da diese keine laufenden Erträge abwerfen. Silber reagiert darauf meist besonders sensibel, weil neben der monetären Komponente auch die industrielle Nachfrage eine wichtige Rolle spielt.


Bemerkenswert bleibt dagegen die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer. Das Managed Money hält weiterhin mehr als 22.200 Kontrakte netto long. Trotz der erheblichen Kursverluste haben die institutionellen Anleger ihre grundsätzlich bullische Haltung damit noch nicht aufgegeben.


Auch die saisonale Entwicklung verbessert sich nun deutlich. Historisch beginnt für Silber im August häufig eine freundlichere Phase, die sich bis Mitte oder Ende September fortsetzen kann. Nach dem starken Rückgang der vergangenen Monate könnte dieser saisonale Rückenwind zumindest eine technische Erholung begünstigen.


Fazit: Silber bleibt kurzfristig durch steigende Renditen und Zinserhöhungsängste belastet. Die hohe Long-Positionierung des Managed Money und die nun deutlich freundlichere Saisonalität sprechen jedoch dafür, dass sich in den kommenden Wochen eine stärkere Gegenbewegung entwickeln könnte.



SOJABOHNEN- LONG

Sojabohnen verlieren auf Wochenbasis -5,11%.

Performance 5 Jahre: -15,33% 

Die letzte Woche im 30min Chart:



Sojabohnen-Future: Wetterdruck belastet – Spekulanten bleiben dennoch optimistisch

Der an der CBOT gehandelte Sojabohnen-Future stand in der vergangenen Woche deutlich unter Druck. Auf Wochensicht verlor der Future 5,11 Prozent und schloss bei 1.188,25 US-Cent je Scheffel nahezu auf Wochentief. Über weite Strecken der Woche dominierten Verkäufe, nachdem sich die Wetteraussichten für die wichtigsten Anbaugebiete im Mittleren Westen der USA verbessert hatten..


Vor allem die erwarteten Niederschläge kommen für die Pflanzen in einer entscheidenden Entwicklungsphase, der Hülsenbildung, und haben die Sorgen über mögliche Ernteausfälle deutlich reduziert. Entsprechend nahmen viele Marktteilnehmer Gewinne mit, nachdem Sojabohnen in den vergangenen Monaten eine solide Aufwärtsbewegung verzeichnet hatten.


Interessant bleibt jedoch die Positionierung der institutionellen Anleger. Das Managed Money hält weiterhin eine außergewöhnlich hohe Netto-Long-Position von 211.757 Kontrakten.



Trotz der jüngsten Korrektur haben die großen Spekulanten ihre bullische Grundhaltung damit nicht aufgegeben und nutzten die Schwächephase sogar zum weiteren Positionsaufbau.


Unterstützend wirken zudem die Exportnachrichten aus den USA. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete zuletzt mehrere größere Sojabohnenverkäufe für die Ernte 2026/27, darunter Lieferungen nach China sowie weitere Verkäufe an zunächst nicht näher genannte Abnehmer. Diese Nachfrage zeigt, dass das Interesse am US-Sojabohnenmarkt trotz des jüngsten Preisrückgangs weiterhin vorhanden ist.


Fazit: Kurzfristig bleibt der Wetterverlauf der entscheidende Einflussfaktor für den Sojabohnenmarkt. Die hohe Netto-Long-Position des Managed Money und die anhaltend robuste Exportnachfrage sprechen jedoch dafür, dass die institutionellen Anleger den übergeordneten Ausblick weiterhin positiv einschätzen. Nach der kräftigen Korrektur dürfte nun vor allem die weitere Wetterentwicklung über die nächste größere Kursbewegung entscheiden.



WEIZEN - LONG

Weizen verliert auf Wochenbasis -6,0%.

Performance 5 Jahre: -5,85% 

Die letzte Woche im 30min Chart:



Weizen Future: Gewinnmitnahmen überlagern wachsende Risiken im Schwarzen Meer

Der Weizen Future geriet in der vergangenen Woche deutlich unter Druck. Auf Wochensicht verlor der Future rund 6,0 Prozent und schloss bei 638 US-Cent je Scheffel nahezu auf Wochentief. Nachdem der Markt zuvor kräftig gestiegen war, setzten zum Monatsende umfangreiche Gewinnmitnahmen ein.


Auslöser der vorangegangenen Rally waren die erneut eskalierenden Spannungen im Schwarzen Meer. Ukrainische Drohnen griffen den russischen Hafen Taman an der Straße von Kertsch an, einem der wichtigsten Umschlagplätze für Getreideexporte aus der Region. Die Straße von Kertsch verbindet das Schwarze Meer mit dem Asowschen Meer und ist für den Export russischer Agrarprodukte von erheblicher Bedeutung.




Angriffe auf diese Infrastruktur erhöhen das Risiko von Verzögerungen im Getreidehandel, steigenden Transport- und Versicherungskosten sowie möglichen Lieferunterbrechungen.


Obwohl sich der Markt zum Wochenschluss wieder beruhigte, bleiben diese geopolitischen Risiken bestehen. Viele Marktteilnehmer gehen derzeit davon aus, dass der Markt die Lage im Schwarzen Meer inzwischen weniger stark einpreist als noch zu Beginn der Eskalation. Sollten die Exportströme tatsächlich beeinträchtigt werden, könnte dieses Thema jedoch jederzeit wieder stärker in den Fokus rücken.


Bemerkenswert ist die Entwicklung der COT-Daten. Das Managed Money hat seine Netto-Short-Position im Zuge der jüngsten Marktbewegung deutlich reduziert und hält aktuell nur noch 1.292 Kontrakte netto short. Für den Weizenmarkt ist dies eine ausgesprochen neutrale Positionierung und deutet darauf hin, dass der starke Pessimismus der vergangenen Monate weitgehend abgebaut wurde.


Fazit: Der kräftige Wochenverlust war vor allem das Ergebnis technischer Gewinnmitnahmen nach der vorangegangenen Rally. Fundamental bleibt der Weizenmarkt jedoch anfällig für neue geopolitische Impulse. Die nahezu neutrale Positionierung des Managed Money lässt zudem Raum für eine neue Richtungsentscheidung, falls sich die Lage im Schwarzen Meer weiter verschärfen sollte.

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WTI CRUDE OIL - LONG

WTI Crude Oil verliert auf Wochenbasis -3,98%.

Performance 5 Jahre: +15,20% 

Die letzte Woche im 30min Chart:



WTI Crude Oil Future: Friedenshoffnungen verpuffen – geopolitische Risikoprämie bleibt hoch


Der WTI Crude Oil Future verlor in der vergangenen Woche 3,98 Prozent und schloss bei 86,80 US-Dollar je Barrel. Zwischenzeitlich war der Preis sogar unter die Marke von 80 US-Dollar gefallen. Auslöser waren erneut Hoffnungen auf eine diplomatische Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Diese Erwartungen erwiesen sich jedoch einmal mehr als verfrüht.

Zum Wochenschluss nahm die geopolitische Unsicherheit wieder deutlich zu. Es besteht das Risiko, dass die USA ihre Angriffe auf iranische Ziele weiter intensivieren und Israel erneut stärker in die militärischen Operationen eingebunden wird. Der Iran wiederum drohte für diesen Fall mit Angriffen auf kritische Infrastruktur in den benachbarten Golfstaaten. Besonders sensibel reagiert der Markt auf mögliche Attacken gegen Energieanlagen und wichtige Transportwege.


Trotz der weiterhin angespannten Lage notiert WTI inzwischen rund 27,35 Prozent unter dem Hoch, das unmittelbar nach Beginn des Krieges Anfang März erreicht wurde. Seit Jahresbeginn liegt der Future dennoch weiterhin mehr als 50 Prozent im Plus. Der Markt hat damit bereits einen erheblichen Teil der ursprünglichen Kriegsprämie abgegeben, ohne dass die fundamentalen Risiken verschwunden wären.


Ein wichtiger Belastungsfaktor für Verbraucher und Unternehmen bleiben die Crack Spreads. Die Preise für Benzin, Diesel und andere raffinierte Produkte sind deutlich weniger stark gefallen als der Rohölpreis und notieren weiterhin erheblich über dem Vorkriegsniveau. Engpässe bei Raffineriekapazitäten und Störungen im internationalen Warenverkehr halten die Produktmärkte angespannt.


Auch geht die Strategische Petroleum Reserve immer weiter zurück:



Die COT-Daten haben sich zuletzt wieder aufgehellt. Das Managed Money baute seine Netto-Long-Position auf 120.108 Kontrakte aus. Noch vor wenigen Wochen lag diese Positionierung nur etwa halb so hoch. Die Spekulanten reagieren damit auf die Erkenntnis, dass ein nachhaltiger Preiseinbruch bislang ausgeblieben ist.


Fazit: Der Rücksetzer der vergangenen Woche beruhte vor allem auf kurzfristigen Friedenshoffnungen. Solange die Risiken für Förderanlagen, Raffinerien und Transportwege bestehen bleiben, dürfte die geopolitische Risikoprämie im Ölpreis erhalten bleiben. Der Markt bleibt entsprechend volatil und stark nachrichtengetrieben.



USD/JPY - LONG

USD/JPY verliert auf Wochenbasis -3,85%.

Performance 5 Jahre: +41,74% 

Die letzte Woche im 30min Chart:



USD/JPY: Massive Intervention setzt Dollar unter Druck

Das Währungspaar USD/JPY geriet in der vergangenen Woche kräftig unter Druck. Der US-Dollar verlor gegenüber dem japanischen Yen 3,85 Prozent und schloss bei 157,501 Yen. Auslöser der außergewöhnlich starken Bewegung waren vor allem umfangreiche Interventionen der japanischen Behörden zur Stützung des Yen.

Nach Medienberichten wurden Banken im Vorfeld bereits darüber informiert, sich auf weitere Eingriffe vorzubereiten. Gleichzeitig erhielt Japan offenbar Rückendeckung aus den USA, was die Glaubwürdigkeit möglicher weiterer Interventionen deutlich erhöhte. Zusätzlich sorgte die Bank of Japan für einen restriktiveren Ton. Zwar blieb der Leitzins unverändert, die Notenbank signalisierte jedoch, dass bereits auf der nächsten Sitzung im September eine weitere Zinserhöhung möglich sei. Diese Kombination aus staatlichen Eingriffen und einer zunehmend restriktiven Geldpolitik führte zu einer der stärksten Wochenbewegungen des Yen seit Monaten.


Bemerkenswert ist jedoch die Entwicklung an den Terminmärkten. Das Managed Money hält weiterhin eine ausgesprochen große Long-Position im US-Dollar gegenüber dem Yen und setzt damit trotz der jüngsten Interventionen auf eine erneute Dollarstärke. Offenbar gehen viele institutionelle Anleger davon aus, dass die fundamentalen Zinsunterschiede zwischen den USA und Japan den Dollar mittelfristig wieder stützen werden.


Fazit: Kurzfristig bestimmen politische Eingriffe und die Kommunikation der Notenbanken das Geschehen im USD/JPY. Solange die japanischen Behörden bereit sind, den Yen aktiv zu verteidigen, bleibt die Volatilität hoch. Die weiterhin sehr bullische Positionierung des Managed Money zeigt jedoch, dass viele professionelle Investoren den langfristigen Aufwärtstrend des US-Dollars gegenüber dem Yen noch nicht abgeschrieben haben.




ZUCKER - LONG

Zucker verliert auf Wochenbasis -0,74%.

Performance 5 Jahre: -18,19% 

Die letzte Woche im 30min Chart:



Zucker Future: Wetterrisiken nehmen zu – El Niño könnte zum entscheidenden Preistreiber werden

Der Zucker Future bewegte sich in der vergangenen Woche weiterhin in einer Konsolidierungsphase. Auf Wochensicht verlor der Future 0,74 Prozent und schloss bei 14,66 US-Cent je Pfund. Damit setzte sich die seit mehreren Wochen andauernde Seitwärtsbewegung zunächst fort.

Fundamental richtet sich der Blick der Marktteilnehmer jedoch zunehmend auf die Wetterentwicklung. Nachdem sich die Monsunregen in Indien zwischenzeitlich etwas verbessert hatten, erwarten die Meteorologen für August und September wieder unterdurchschnittliche Niederschläge. Gleichzeitig gewinnt das El-Niño-Phänomen weiter an Stärke. Da Brasilien, Indien und Thailand die drei größten Zuckerproduzenten der Welt sind und alle von El Niño betroffen sein können, steigt das Risiko für Produktionsausfälle im weiteren Jahresverlauf deutlich an.


Passend dazu wurden die Prognosen für das globale Zuckerdefizit zuletzt mehrfach nach oben angepasst. Mehrere Analysten rechnen inzwischen mit einem deutlich größeren Angebotsdefizit für die Saison 2026/27 als noch vor wenigen Monaten erwartet. Sollte sich der Wettertrend bestätigen, dürfte dieses Thema in den kommenden Wochen zunehmend in den Fokus der Marktteilnehmer rücken.


Auch die Entwicklung des Open Interest ist bemerkenswert. Seit April 2026 steigt die Zahl der offenen Kontrakte kontinuierlich an, während das Managed Money seine Netto-Short-Position zuletzt auf 84.629 Kontrakte ausgebaut hat. Diese ausgeprägte Short-Positionierung könnte sich bei einer wetterbedingten Verschärfung der Angebotslage schnell als Treibstoff für eine dynamische Short-Covering-Rally erweisen.


Saisonal bleibt das Umfeld zwar bis in den September hinein eher verhalten. Erfahrungsgemäß beginnt jedoch anschließend eine deutlich freundlichere Marktphase.


Fazit: Kurzfristig befindet sich der Zucker Future weiterhin in einer Konsolidierung. Mittelfristig sprechen jedoch die zunehmenden El-Niño-Risiken, die wachsenden Defiziterwartungen und die hohe spekulative Short-Positionierung für ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Sollte das Wetter die Erwartungen bestätigen, könnte Zucker zu den größten Profiteuren unter den Soft Commodities gehören.



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