
Besonders nachdenklich stimmt mich allerdings das Verbrauchervertrauen der University of Michigan. Mit 51,0 Punkten fiel der Index deutlich schwächer aus als erwartet und liegt weit unter dem Konsens von 55,2 Punkten. Das ist ein Signal, das man nicht ignorieren sollte. Denn am Ende entscheidet nicht die politische Kommunikation über die Verfassung einer Volkswirtschaft, sondern die Stimmung der Verbraucher und Unternehmen. Die jüngsten Daten sprechen dafür, dass die US-Wirtschaft derzeit deutlich weniger dynamisch unterwegs ist, als es die öffentliche Darstellung aus Washington vermuten lässt.
Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage angespannt. Die Straße von Hormus ist nach wie vor kein sicherer Seeweg. Schiffe werden weiterhin angegriffen, die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind keineswegs gelöst und auch im Roten Meer bleibt die Sicherheitslage fragil. Auffällig ist lediglich, dass diese Ereignisse inzwischen deutlich weniger mediale Aufmerksamkeit erhalten als noch vor einigen Wochen. An der Realität vor Ort hat sich jedoch wenig geändert.
Umso bemerkenswerter ist die Reaktion der Finanzmärkte. Aktienindizes notieren auf oder nahe ihrer Höchststände, die Volatilität bleibt niedrig und geopolitische Risiken scheinen kaum noch eingepreist zu werden. Genau diese Sorglosigkeit bereitet mir Sorgen. Märkte neigen dazu, Risiken über lange Zeit auszublenden – bis sie plötzlich wieder eine entscheidende Rolle spielen. Ob dieser Zeitpunkt unmittelbar bevorsteht, weiß niemand. Aber die Kombination aus einer nachlassenden US-Konjunktur und unverändert hohen geopolitischen Spannungen sollte Anlegern zumindest Anlass geben, die Risiken nicht aus den Augen zu verlieren.
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Die vergangene Woche verlief für den DCX erneut positiv. Besonders starke Impulse kamen von WTI Crude Oil, Weizen und Mais, die jeweils deutlich zulegen konnten. Auch unser Neueinstieg Albemarle setzte nach der jüngsten Schwäche ein positives Zeichen. Gold, Silber, Baumwolle und mehrere Soft Commodities entwickelten sich ebenfalls freundlich. Belastungen blieben dagegen überschaubar: Kaffee und Platin gaben leicht nach, während unsere Short-Position im Bund-Future von den erneut fallenden Anleihekursen profitierte. Auffällig bleibt die außergewöhnlich starke Positionierung institutioneller Investoren in mehreren Märkten. Bei Kupfer, Baumwolle, Mais und Gold hält das Managed Money sehr große Long-Positionen, während bei Henry Hub Erdgas weiterhin eine extreme Short-Position besteht. Gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken, die US-Zinserwartungen und die Auswirkungen des Super El Niño die entscheidenden Treiber für unser Portfolio.
• Albemarle | +3,78 % | Long
Albemarle stieg auf 136,13 US-Dollar und zeigte nach der kräftigen Korrektur der vergangenen Monate erste Anzeichen einer Stabilisierung. Wir haben die Schwäche genutzt und sind wieder in die Aktie eingestiegen. Kurzfristig belasten niedrige Lithiumpreise und eine schwächere Nachfrage aus dem chinesischen Elektroautomarkt. Mittel- bis langfristig bleiben der steigende Bedarf an Batteriespeichern, der Ausbau von Rechenzentren und der weltweit zunehmende Stromverbrauch jedoch wichtige strukturelle Wachstumstreiber.
• Baumwolle | +0,49 % | Long
Baumwolle stieg auf 84,80 US-Cent je Pfund und liegt seit Jahresbeginn mittlerweile 31,76 % im Plus. Besonders bemerkenswert bleibt die Positionierung des Managed Money, das seine Netto-Long-Position auf 103.255 Kontrakte ausgebaut hat – die größte Long-Position seit 2021. Gleichzeitig bleiben die US-Exportzahlen robust und die ICE-Lagerbestände gehen weiter zurück. Auch saisonal bleibt das Umfeld bis Anfang September freundlich.
• Bund-Future | -0,66 % | Short
Der Bund-Future fiel auf 124,24 Punkte und entwickelte sich damit erneut in Richtung unserer Short-Position. Ein zwischenzeitlicher Anstieg über 125 Punkte wurde unmittelbar wieder verkauft. Steigende Renditen, hohe Staatsausgaben und die zunehmende Neuverschuldung in Deutschland bleiben strukturelle Belastungsfaktoren. Solange keine deutliche Entspannung bei Inflation und Renditen eintritt, sehen wir weiterhin gute Argumente für unsere Short-Position.
• EUR/USD | +0,07 % | Long
EUR/USD stieg leicht auf 1,15835 und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit rund acht Wochen. Die zuletzt moderateren US-Inflationsdaten haben die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Federal Reserve im September deutlich reduziert und den Dollar belastet. Das Managed Money hält allerdings weiterhin mehr als 60.000 Kontrakte netto short im Euro und setzt damit unverändert auf einen stärkeren US-Dollar.
• Gold | +0,70 % | Long
Gold stieg auf 4.432 US-Dollar je Feinunze und setzte damit seine Erholung fort. Seit dem Tief Ende Juni konnte der Future bereits knapp 14 % zulegen. Das Managed Money hat seine Netto-Long-Position deutlich auf 217.940 Kontrakte ausgebaut – die größte Position seit Januar 2026. Sinkende Zinserwartungen, ein schwächerer US-Dollar, anhaltende Notenbankkäufe und eine saisonal starke Phase bis in den Oktober hinein sprechen weiterhin für Gold.
• Henry Hub Erdgas | +1,65 % | Long
Henry Hub Erdgas stieg auf 2,715 US-Dollar je MMBtu und konnte sich nach mehreren schwachen Wochen erstmals wieder stabilisieren. Rekordhohe US-Produktion und komfortable Lagerbestände begrenzen zwar weiterhin das Aufwärtspotenzial. Gleichzeitig hält das Managed Money inzwischen extreme 197.135 Kontrakte netto short. Mitten in der Hurrikansaison schafft diese Positionierung erhebliches Short-Squeeze-Potenzial, sollte ein größerer Sturm den Golf von Mexiko treffen.
• Kaffee | -0,51 % | Long
Arabica Coffee fiel leicht auf 312 US-Cent je Pfund, nachdem der Future zwischenzeitlich über 327 US-Cent gestiegen war. Die laufende brasilianische Ernte sorgt kurzfristig für zusätzliches Angebot, gleichzeitig liegen die ICE-Lagerbestände mit rund 236.000 Sack auf dem niedrigsten Niveau seit fast drei Jahren. Das Managed Money hält weiterhin 27.179 Kontrakte netto long. Zusätzlich bleibt die Saisonalität bis Anfang September unterstützend.
• Kakao | +1,12 % | Long
Kakao stieg auf 5.786 US-Dollar je Tonne und stabilisiert sich nach der Schwäche der vergangenen Monate weiter. Gute Wetterbedingungen in der Elfenbeinküste und Ghana sowie hohe ICE-Lagerbestände begrenzen kurzfristig das Aufwärtspotenzial. Gleichzeitig nehmen die Risiken für die Ernte 2026/27 durch den Super El Niño zu. Das Managed Money hält lediglich 5.473 Kontrakte netto short. Saisonale Unterstützung ist ab Mitte August bis Ende September zu erwarten.
• Kupfer | +0,34 % | Long
Kupfer stieg auf 660,65 US-Cent je Pfund und konsolidiert nach der starken Rally der vergangenen Monate. Die chinesische Nachfrage zeigt kurzfristig leichte Schwächesignale, während Produktionsprobleme bei Codelco und die insgesamt angespannte Angebotslage den Markt stützen. Besonders auffällig ist die Positionierung: Das Managed Money hält inzwischen 80.388 Kontrakte netto long und damit eine außergewöhnlich hohe, möglicherweise sogar rekordhohe Long-Position.
• Mais | +4,82 % | Long
Mais sprang auf 483,75 US-Cent je Scheffel und schloss nahezu auf dem Wochenhoch. Rückenwind kam von der starken Weizenrally und den zunehmenden geopolitischen Spannungen im Schwarzen Meer. Gleichzeitig bleibt die US-Ernte im Fokus. Das Managed Money hält mit 244.912 Kontrakten weiterhin eine sehr große Netto-Long-Position. Die anstehende Crop Tour könnte in den kommenden Tagen neue Impulse liefern.
• Platin | -0,02 % | Long
Platin bewegte sich nahezu unverändert und schloss bei 1.756,8 US-Dollar je Feinunze. Zwischenzeitlich wurde sogar die Marke von 1.800 US-Dollar überschritten. Fundamental bleibt das Bild konstruktiv: Der Markt dürfte weiterhin ein Angebotsdefizit aufweisen, während Produktionsprobleme in Südafrika und eine robuste Nachfrage aus dem Hybridfahrzeugsektor unterstützen. Das Managed Money hält weiterhin 13.540 Kontrakte netto long. Saisonale Unterstützung ist insbesondere im vierten Quartal zu erwarten.
• Silber | +1,65 % | Long
Silber stieg auf 64,825 US-Dollar je Feinunze und erreichte im Wochenverlauf mit 66,98 US-Dollar den höchsten Stand seit mehreren Wochen. Sinkende Zinserwartungen und ein schwächerer US-Dollar sorgten für Rückenwind. Gleichzeitig bleibt die industrielle Nachfrage aus Solarenergie und Stromnetzen robust. Das Managed Money hält 23.646 Kontrakte netto long. Auch saisonal bleibt das Bild bis Ende September grundsätzlich freundlich.
• Sojabohnen | +1,32 % | Long
Sojabohnen stiegen auf 1.191,25 US-Cent je Scheffel. Besonders positiv entwickelt sich die Exportnachfrage aus China, nachdem das USDA mehrere Tage in Folge neue Großverkäufe melden konnte. Gleichzeitig bleiben die US-Ernteaussichten ein entscheidender Faktor. Das Managed Money hat seine Position zwar etwas reduziert, hält aber weiterhin 159.945 Kontrakte netto long und bleibt damit klar auf der Käuferseite.
• USD/JPY | +0,94 % | Long
USD/JPY stieg auf 159,24 Yen. Damit hat der Dollar bereits einen erheblichen Teil der Verluste nach der gemeinsamen Intervention der japanischen und amerikanischen Behörden wieder aufgeholt. Auffällig ist, wie schnell die Wirkung solcher Interventionen inzwischen nachlässt. Solange die Bank of Japan ihre Geldpolitik nicht deutlicher strafft und der Zinsvorteil der USA bestehen bleibt, dürfte der grundsätzliche Aufwertungsdruck auf den Dollar erhalten bleiben.
• Weizen | +5,60 % | Long
Weizen sprang auf 674 US-Cent je Scheffel und beendete die Woche nahezu auf dem Wochenhoch. Die erneute Eskalation zwischen Russland und der Ukraine und die zunehmenden Risiken für Exporte aus dem Schwarzmeerraum haben eine deutliche geopolitische Risikoprämie zurück in den Markt gebracht. Das Managed Money hält zwar weiterhin 24.910 Kontrakte netto short, hat diese Position jedoch deutlich reduziert. Weitere Short-Eindeckungen könnten die Bewegung zusätzlich verstärken.
• WTI Crude Oil | +5,80 % | Long
WTI Crude Oil stieg kräftig auf 81,49 US-Dollar je Barrel. Die Krise im Nahen Osten bleibt ungelöst, eine vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht absehbar. Gleichzeitig hält das Managed Money mit 99.196 Kontrakten eine vergleichsweise moderate Netto-Long-Position. Der Markt setzt damit nach wie vor auf eine spätere diplomatische Lösung. Solange diese ausbleibt, bleibt jedoch eine erhebliche geopolitische Risikoprämie im Ölpreis gerechtfertigt.
• Zucker | +0,97 % | Long
Zucker stieg auf 16,60 US-Cent je Pfund und erreichte zwischenzeitlich Kurse oberhalb von 17 US-Cent. Besonders wichtig ist der Stimmungswechsel bei den institutionellen Investoren: Das Managed Money ist erstmals seit Mai 2025 wieder netto long positioniert. Gleichzeitig nehmen die Sorgen um die weltweite Zuckerproduktion zu. Wetterprobleme in Brasilien, Indien und Thailand sowie die Risiken durch den Super El Niño sprechen weiterhin für ein konstruktives Umfeld.
Carsten S. Stork |


Wir haben die Korrektur genutzt und sind wieder in die Aktie eingestiegen. Aus unserer Sicht hat sich am langfristigen Investmentcase wenig verändert. Zwar stehen die Lithiumpreise kurzfristig unter Druck, weil sich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in China zuletzt etwas abgeschwächt hat und gleichzeitig zusätzliche Produktionskapazitäten auf den Markt kommen. Diese Faktoren belasten derzeit die Margen der gesamten Branche.
Langfristig bleibt Lithium jedoch ein Schlüsselrohstoff der Energiewende. Neben Elektrofahrzeugen entwickelt sich insbesondere der Markt für stationäre Batteriespeicher zu einem immer wichtigeren Nachfragetreiber. Gleichzeitig steigt der weltweite Stromverbrauch durch den Ausbau von Rechenzentren und Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz deutlich an. Damit wächst auch der Bedarf an leistungsfähigen Energiespeichern – und damit an Lithium.
Albemarle zählt weiterhin zu den weltweit führenden Lithiumproduzenten und investiert konsequent in den Ausbau seiner Förder- und Verarbeitungskapazitäten.

Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an einer weiteren Verbesserung der Produktivität und konnte in den vergangenen Quartalen erhebliche Kosteneinsparungen erzielen. Die solide Bilanz und der starke operative Cashflow verschaffen dem Konzern zudem genügend finanziellen Spielraum, um auch eine längere Phase niedriger Lithiumpreise gut zu überstehen.
Fazit:
Kurzfristig bleibt das Umfeld für Lithium-Aktien anspruchsvoll. Mittel- bis langfristig sehen wir jedoch weiterhin attraktive Chancen. Albemarle gehört zu den qualitativ stärksten Unternehmen der Branche, und die deutliche Kurskorrektur der vergangenen Monate eröffnet aus unserer Sicht wieder ein interessantes Einstiegsniveau.

Auch die Terminmarktdaten sprechen weiterhin für den Markt. Das Managed Money hat seine Netto-Long-Position erneut ausgebaut und hält aktuell 103.255 Long-Kontrakte. Damit haben institutionelle Investoren ihre größte Netto-Long-Position seit 2021 aufgebaut. Diese Entwicklung unterstreicht das hohe Vertrauen großer Marktteilnehmer in den bestehenden Aufwärtstrend und sorgt weiterhin für eine stabile strukturelle Unterstützung.
Fundamental präsentiert sich der Markt ebenfalls robust. Die US-Exportnachfrage bleibt außergewöhnlich stark. Die Exportverkäufe der alten Ernte liegen bereits über den offiziellen USDA-Prognosen, während auch die Verkäufe der neuen Ernte deutlich über dem Vorjahresniveau verlaufen. Gleichzeitig gehen die zertifizierten Lagerbestände an der ICE weiter zurück, was das verfügbare Angebot zusätzlich verknappt.
Aus charttechnischer Sicht behauptet sich Baumwolle weiterhin oberhalb der jüngsten Ausbruchszone. Dass Rücksetzer bislang konsequent gekauft werden, spricht für eine intakte Aufwärtsstruktur und anhaltendes Kaufinteresse.
Auch die Saisonalität liefert derzeit keinen Gegenwind. Historisch entwickelt sich der Baumwolle-Future bis Anfang September häufig freundlich und könnte damit den bestehenden Trend zusätzlich unterstützen.
Fazit:
Baumwolle bleibt einer der stärksten Agrarrohstoffe des Jahres. Die Kombination aus einer außergewöhnlich starken Positionierung institutioneller Investoren, robuster Exportnachfrage und einer weiterhin konstruktiven saisonalen Entwicklung spricht dafür, dass der übergeordnete Aufwärtstrend zunächst intakt bleibt.

Hinzu kommt die deutsche Fiskalpolitik. Die Bundesregierung setzt auf deutlich höhere Staatsausgaben und eine steigende Neuverschuldung. Ein größeres Angebot an Staatsanleihen trifft damit auf ein Umfeld, in dem Investoren gleichzeitig höhere Renditen verlangen. Diese Kombination spricht weiterhin gegen dauerhaft steigende Kurse beim Bund-Future und stützt unsere negative Einschätzung.
Auch charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Der Fehlausbruch über 125 Punkte wurde unmittelbar wieder verkauft und hat den kurzfristigen Abwärtstrend bestätigt. Solange keine deutliche Entspannung bei Inflation und Renditen eintritt, bleibt das Risiko weiterer Kursverluste erhöht.
Fazit:
Wir halten an unserer Short-Position fest. Die Kombination aus anhaltendem Inflationsdruck, steigenden Staatsausgaben, höheren Renditen und einem weiterhin schwachen Chartbild spricht aus unserer Sicht dafür, dass der Bund-Future auch in den kommenden Wochen unter Druck bleiben dürfte.

Fundamental wird das Währungspaar derzeit vor allem von den Zinserwartungen bestimmt. Die jüngsten Inflationsdaten aus den USA fielen weitgehend im Rahmen der Erwartungen aus und reduzierten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank im September deutlich. Das setzte den US-Dollar zeitweise unter Druck und gab dem Euro Rückenwind.
Interessant bleibt jedoch die Positionierung der institutionellen Investoren. Das Managed Money hält weiterhin eine Netto-Short-Position von etwas mehr als 60.000 Kontrakten im EUR/USD-Future. Diese Positionierung passt zum Dollar-Index, wo dieselben Marktteilnehmer unverändert netto auf der Long-Seite engagiert sind. Trotz der jüngsten Erholung des Euro setzen professionelle Investoren damit weiterhin auf einen stärkeren US-Dollar gegenüber der Gemeinschaftswährung.
Kurzfristig dürfte die weitere Entwicklung vor allem von den kommenden US-Konjunkturdaten und den Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve abhängen. Sollten sich die Zinserwartungen erneut zugunsten des US-Dollars verschieben, könnte der Euro seine jüngsten Gewinne rasch wieder abgeben.
Fazit:
Der Euro konnte sich zuletzt zwar stabilisieren, die Terminmarktdaten sprechen jedoch weiterhin für Vorsicht. Solange institutionelle Investoren netto auf einen stärkeren US-Dollar setzen, bleibt das Aufwärtspotenzial des EUR/USD-Futures vorerst begrenzt.

Unterstützung erhält Gold derzeit vor allem von der Geldpolitik. Die jüngsten US-Inflationsdaten fielen weitgehend im Rahmen der Erwartungen aus und haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September deutlich sinken lassen.
Gleichzeitig belastet der schwächere US-Dollar den Greenback und verbessert die Attraktivität von Gold für internationale Investoren. Hinzu kommen die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die die Nachfrage nach klassischen sicheren Häfen weiter hochhalten.
Besonders positiv präsentiert sich die Entwicklung bei den Terminmarktdaten. Das Managed Money hat seine Netto-Long-Position erneut deutlich ausgebaut und hält aktuell 217.940 Long-Kontrakte. Das ist die größte Netto-Long-Position seit Januar 2026 und ein klares Signal dafür, dass institutionelle Investoren wieder verstärkt auf steigende Goldpreise setzen.

Auch die Notenbanken bleiben ein wichtiger Nachfragefaktor. Vor allem China hat seine Goldreserven zuletzt den 21. Monat in Folge aufgestockt und sorgt damit für eine stabile strukturelle Nachfrage am physischen Markt.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Saisonalität. Historisch gehört der Zeitraum bis in den Oktober hinein zu den stärksten Phasen des Jahres für Gold und könnte den bestehenden Aufwärtstrend weiter unterstützen.
Fazit:
Gold präsentiert sich derzeit sowohl fundamental als auch technisch ausgesprochen konstruktiv. Sinkende Zinserwartungen, eine rekordhohe Positionierung institutioneller Investoren, anhaltende Käufe der Notenbanken und eine starke saisonale Phase sprechen dafür, dass die Aufwärtsbewegung in den kommenden Wochen weiter an Dynamik gewinnen könnte.

Fundamental bleibt das Bild jedoch zweigeteilt. Auf der einen Seite sorgen rekordhohe Fördermengen und überdurchschnittlich gut gefüllte Gasspeicher weiterhin für ein komfortables Angebot. Die Lagerbestände liegen deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt und begrenzen das kurzfristige Aufwärtspotenzial.
Auf der anderen Seite rückt nun ein Faktor immer stärker in den Fokus: die Hurrikansaison. Die ersten tropischen Stürme haben sich bereits über dem Atlantik gebildet, und in den kommenden Wochen steigt das Risiko deutlich, dass ein Hurrikan den Golf von Mexiko erreicht.
In diesem Fall könnten Förderanlagen, LNG-Terminals oder wichtige Infrastruktur vorübergehend beeinträchtigt werden – ein Szenario, das in der Vergangenheit mehrfach zu kräftigen Preissprüngen geführt hat.
Besonders auffällig bleibt die Positionierung institutioneller Investoren. Das Managed Money hat seine Netto-Short-Position erneut ausgebaut und hält inzwischen 197.135 Short-Kontrakte. Eine derart hohe Wette auf fallende Preise macht den Markt anfällig für einen sogenannten Short Squeeze. Sollte ein wetterbedingter Angebotsausfall eintreten, könnten viele dieser Positionen gleichzeitig eingedeckt werden und die Aufwärtsbewegung zusätzlich beschleunigen.
Fazit:
Die Fundamentaldaten sprechen derzeit noch für einen gut versorgten Gasmarkt. Die außergewöhnlich hohe Short-Positionierung institutioneller Investoren in Kombination mit der laufenden Hurrikansaison schafft jedoch ein erhebliches Überraschungspotenzial. Kommt es zu einem größeren Sturm im Golf von Mexiko, könnte sich die Stimmung am Erdgasmarkt sehr schnell drehen.

Fundamental steht dem Markt derzeit ein Spannungsfeld gegenüber. Einerseits sorgt die laufende Ernte in Brasilien kurzfristig für etwas Entspannung auf der Angebotsseite. Höhere Exporte – im Juli lagen die Ausfuhren knapp 10 % über dem Vorjahr – und günstigeres Erntewetter erhöhten zuletzt das verfügbare Angebot. Andererseits bleiben die Lagerbestände an der ICE mit rund 236.000 Sack auf dem niedrigsten Niveau seit fast drei Jahren.

Das zeigt, dass der physische Markt weiterhin eng versorgt ist und größere Rückschläge bislang begrenzt bleiben dürften.
Auch die Positionierung institutioneller Anleger spricht unverändert für den Markt. Das Managed Money hält aktuell netto 27.179 Long-Kontrakte und bleibt damit klar auf steigende Preise ausgerichtet. Von einer deutlichen Abkehr der spekulativen Investoren kann derzeit keine Rede sein.
Unterstützend wirkt zudem weiterhin die Saisonalität. Historisch entwickelt sich der Arabica Coffee Future bis Anfang September überdurchschnittlich stark. Gleichzeitig richten sich die Blicke bereits auf die Ernte 2027, denn ein sich verstärkender Super El Niño könnte die Entwicklung der Kaffeepflanzen in Brasilien erneut belasten.
Fazit:
Kurzfristig befindet sich der Markt nach der starken Rally in einer gesunden Konsolidierung. Die Kombination aus niedrigen Lagerbeständen, einer weiterhin konstruktiven Positionierung institutioneller Investoren und saisonalem Rückenwind spricht jedoch dafür, dass der übergeordnete Aufwärtstrend intakt bleibt.

Fundamental stehen sich derzeit positive und negative Faktoren gegenüber. Belastend wirken die zuletzt guten Wetterbedingungen in der Elfenbeinküste und Ghana, die die Entwicklung der neuen Haupternte begünstigen. Gleichzeitig sind die Kakaoanlieferungen in der Elfenbeinküste im bisherigen Vermarktungsjahr deutlich höher als im Vorjahr ausgefallen. Auch die Lagerbestände an der ICE befinden sich weiterhin auf dem höchsten Niveau seit rund zwei Jahren und sprechen kurzfristig gegen einen akuten Angebotsengpass.
Auf der anderen Seite bleiben die mittelfristigen Risiken bestehen. Der sich weiter entwickelnde Super El Niño könnte die Wetterbedingungen in Westafrika in den kommenden Monaten deutlich verschlechtern. Bereits erste Schätzungen für die Ernte 2026/27 deuten auf eine schwächere Produktion hin. Mehrere Analysehäuser haben ihre Erwartungen für den globalen Kakaoüberschuss zuletzt spürbar nach unten angepasst.
Bei den Terminmarktdaten hat sich das Bild kaum verändert. Das Managed Money hält aktuell eine kleine Netto-Short-Position von 5.473 Kontrakten. Von einer ausgeprägten Positionierung in die eine oder andere Richtung kann damit derzeit nicht gesprochen werden, sodass von institutioneller Seite momentan nur geringe Impulse ausgehen.
Unterstützend wirkt dagegen die Saisonalität. Historisch erreicht der Kakao-Future häufig Mitte August ein saisonales Tief, bevor sich bis Ende September eine überdurchschnittlich starke Aufwärtsphase anschließt.
Fazit:
Der Kakao-Future befindet sich derzeit in einer Übergangsphase. Kurzfristig sprechen höhere Lagerbestände und gute Erntebedingungen für Zurückhaltung. Mittelfristig könnten jedoch die Risiken durch den Super El Niño sowie die saisonal starke Phase ab der zweiten Augusthälfte wieder für steigende Preise sorgen.

Fundamental stehen sich derzeit zwei Entwicklungen gegenüber. Auf der einen Seite gibt es Hinweise auf eine etwas nachlassende Nachfrage aus China. Die sogenannte Yangshan-Prämie, ein wichtiger Indikator für die chinesische Importnachfrage, ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Offenbar schrecken die hohen Kupferpreise einige Käufer zunächst ab.
Auf der anderen Seite bleibt die Angebotsseite äußerst angespannt. Produktionsprobleme beim chilenischen Staatskonzern Codelco sowie anhaltende Unsicherheiten rund um die globale Minenproduktion begrenzen das Angebot. Hinzu kommen die möglichen US-Importzölle auf Kupfer, die den Markt zusätzlich beeinflussen und weiterhin für eine Verlagerung von Metall in die USA sorgen.
Besonders beeindruckend bleibt die Positionierung institutioneller Investoren. Das Managed Money hat seine Netto-Long-Position erneut ausgebaut und hält inzwischen 80.388 Long-Kontrakte. Damit wurde die größte Netto-Long-Position erreicht, die in diesem Markt bislang verzeichnet wurde. Eine derart ausgeprägte Positionierung zeigt, wie hoch das Vertrauen professioneller Marktteilnehmer in den langfristigen Aufwärtstrend derzeit ist.
Fazit:
Kupfer befindet sich nach der starken Rally in einer gesunden Konsolidierungsphase. Kurzfristig könnte die nachlassende Nachfrage aus China für Gegenwind sorgen. Die rekordhohe Positionierung institutioneller Investoren sowie die weiterhin angespannte Angebotslage sprechen jedoch dafür, dass der übergeordnete Aufwärtstrend vorerst intakt bleibt.

Unterstützung erhielt der Maismarkt vor allem durch die Eskalation im Schwarzen Meer. Die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sorgten für eine kräftige Erholung am Weizenmarkt, von der auch Mais profitierte.
Gleichzeitig bleibt die Aufmerksamkeit auf die US-Ernte gerichtet. In der kommenden Woche beginnt die traditionelle Crop Tour durch den Mittleren Westen, deren Ergebnisse wichtige Hinweise auf die tatsächlichen Ertragserwartungen liefern könnten.
Fundamental präsentiert sich der Markt insgesamt solide. Die Exportnachfrage nach US-Mais bleibt robust, während die jüngsten Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums eine etwas engere Versorgungslage erwarten lassen als noch vor wenigen Monaten.
Besonders konstruktiv bleibt die Positionierung institutioneller Investoren. Das Managed Money hält aktuell eine Netto-Long-Position von 244.912 Kontrakten und bleibt damit klar auf steigende Preise ausgerichtet. Eine derart große Long-Position unterstreicht das Vertrauen professioneller Marktteilnehmer in den mittelfristigen Aufwärtstrend.
Fazit:
Der Maismarkt befindet sich derzeit in einer starken Verfassung. Der dynamische Wochenschluss, die unverändert hohe Netto-Long-Position institutioneller Investoren und mögliche neue Impulse durch die anstehende US-Crop-Tour sprechen dafür, dass der Aufwärtstrend zunächst intakt bleibt.

Der Platin-Future bewegte sich in der vergangenen Woche nahezu unverändert und schloss mit einem minimalen Minus von 0,02 % bei 1.756,8 US-Dollar je Unze. Im Wochenverlauf kletterte der Preis zeitweise sogar über die Marke von 1.800 US-Dollar, konnte dieses Niveau jedoch nicht behaupten. Zum Wochenschluss setzte eine Erholung ein, die das insgesamt stabile Marktbild bestätigte.
Fundamental erhält Platin weiterhin Unterstützung von mehreren Seiten. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie bleibt dank der weltweit steigenden Produktion von Hybridfahrzeugen robust, da diese weiterhin Platin für Abgaskatalysatoren benötigen. Gleichzeitig gehen viele Marktbeobachter davon aus, dass der Platinmarkt auch in diesem Jahr ein strukturelles Angebotsdefizit aufweisen wird. Produktionsprobleme und Stromengpässe in Südafrika, dem weltweit größten Förderland, sorgen zusätzlich für Unsicherheit auf der Angebotsseite.
Darüber hinaus entstehen neue Nachfrageimpulse. So gewinnt Platin zunehmend als Alternative in der Schmuckindustrie an Bedeutung, während der Ausbau von Rechenzentren und Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz langfristig zusätzliche industrielle Nachfrage schaffen könnte.
Die Positionierung institutioneller Investoren bleibt ebenfalls konstruktiv. Das Managed Money hält unverändert eine Netto-Long-Position von 13.540 Kontrakten. Auch wenn sich diese Positionierung in den vergangenen Wochen kaum verändert hat, signalisiert sie weiterhin Vertrauen in den mittelfristigen Trend.
Saisonal spricht das Umfeld kurzfristig noch nicht für größere Impulse. Historisch beginnt die stärkere Phase für Platin erst im vierten Quartal und reicht häufig bis zum Jahresende.
Fazit:
Platin konsolidiert derzeit auf hohem Niveau und verfügt weiterhin über eine solide fundamentale Unterstützung. Das erwartete Angebotsdefizit, die stabile Positionierung institutioneller Investoren und mögliche neue Nachfragequellen sprechen dafür, dass der Markt im weiteren Jahresverlauf wieder an Dynamik gewinnen könnte.
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Unterstützung erhielt Silber zuletzt – ähnlich wie Gold – durch die nachlassenden Zinserhöhungserwartungen in den USA. Die jüngsten Inflationsdaten fielen weitgehend im Rahmen der Erwartungen aus und erhöhten die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Leitzinsen im September unverändert lässt.
Ein schwächerer US-Dollar sorgte zusätzlich für Rückenwind bei den Edelmetallen.
Im Gegensatz zu Gold profitiert Silber jedoch nicht nur von seiner Rolle als sicherer Hafen, sondern auch von einer robusten Industrienachfrage. Vor allem der Ausbau der Stromnetze sowie die weltweit hohe Nachfrage aus der Solarindustrie sorgen weiterhin für strukturelle Unterstützung. Zusätzlich stiegen Chinas Importe silberhaltiger Erze im Juni um mehr als 60 % gegenüber dem Vorjahr und unterstreichen die anhaltend hohe industrielle Nachfrage.
Auch die Terminmarktdaten bleiben konstruktiv. Das Managed Money hält aktuell eine Netto-Long-Position von 23.646 Kontrakten und zeigt damit weiterhin Vertrauen in den Markt. Zwar fällt die Positionierung nicht ganz so ausgeprägt aus wie bei Gold, dennoch bleibt die institutionelle Unterstützung erhalten.
Die Saisonalität spricht ebenfalls leicht für den Silberpreis. Historisch entwickeln sich die Notierungen bis Ende September häufig freundlich.

Bemerkenswert ist zudem, dass Silber seinem saisonalen Verlauf in diesem Jahr bislang außergewöhnlich genau folgt.
Fazit:
Silber profitiert derzeit sowohl von sinkenden Zinserwartungen als auch von einer unverändert starken Industrienachfrage. Zusammen mit der stabilen Positionierung institutioneller Investoren und dem positiven saisonalen Umfeld spricht dies dafür, dass die Erholung in den kommenden Wochen weiter anhalten könnte.
Sojabohnen gewinnen auf Wochenbasis +1,32%.
Performance 5 Jahre: -11,60%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Sojabohnen: Institutionelle Investoren bleiben optimistisch
Besonders erfreulich ist die Entwicklung auf der Nachfrageseite. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete bereits an mehreren Tagen in Folge neue Exportverkäufe an China. Die wiederkehrenden Großaufträge unterstreichen, dass die chinesische Nachfrage nach US-Sojabohnen trotz des zuletzt gestiegenen Preisniveaus hoch bleibt und den Markt stabilisiert.
Auf der Angebotsseite bleibt die Situation dagegen ausgeglichen. Zwar hat das US-Landwirtschaftsministerium die Anbaufläche zuletzt leicht nach oben angepasst, gleichzeitig wurden jedoch die Ertragserwartungen reduziert. In den kommenden Tagen dürfte deshalb die Entwicklung der US-Ernten wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Die traditionelle Crop Tour durch den Mittleren Westen könnte neue Hinweise auf die tatsächlichen Ertragspotenziale liefern und für erhöhte Schwankungen sorgen.
Auch die Positionierung institutioneller Investoren spricht weiterhin für den Markt. Das Managed Money hat seine Netto-Long-Position zwar leicht reduziert, hält aber unverändert 159.945 Long-Kontrakte. Damit bleiben große Marktteilnehmer klar auf der Käuferseite positioniert und signalisieren weiterhin Vertrauen in den mittelfristigen Ausblick.
Fazit:
Die Kombination aus einer robusten chinesischen Nachfrage und einer weiterhin deutlichen Netto-Long-Position institutioneller Investoren sorgt für eine solide Grundlage am Sojabohnenmarkt. Kurzfristig dürfte sich der Fokus jedoch zunehmend auf die Entwicklung der US-Ernte richten, die in den kommenden Wochen für neue Impulse sorgen könnte.
Weizen gewinnt auf Wochenbasis +5,60%.
Performance 5 Jahre: -4,15%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Weizen: Eskalation im Schwarzen Meer sorgt für Kurssprung
Der US-Weizen-Future legte in der vergangenen Woche kräftig um 5,60 % zu und schloss bei 674 US-Cent je Scheffel. Besonders bemerkenswert war der Wochenschluss: Der Future beendete den Handel nahezu auf Wochenhoch und signalisiert damit weiterhin hohe Kaufbereitschaft.
Auslöser der Rally war die erneute Eskalation im Schwarzen Meer. Nachdem Russland eine Waffenruhe für die Region abgelehnt hatte und ukrainische Angriffe auf russische Infrastruktur die geopolitischen Spannungen weiter verschärften, kehrten Sorgen über mögliche Störungen der Getreideexporte zurück. Russland und die Ukraine zählen gemeinsam zu den wichtigsten Weizenexporteuren der Welt. Entsprechend sensibel reagiert der Markt auf jede Veränderung der Sicherheitslage in dieser Region.
Auch die jüngsten Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums lieferten Unterstützung. Niedrigere Produktionserwartungen in den USA sowie Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Ernten tragen zu einem freundlicheren Marktumfeld bei. In den kommenden Tagen dürfte zudem die traditionelle Crop Tour durch den Mittleren Westen zusätzliche Hinweise auf die Ertragsaussichten liefern.
Bei den Terminmarktdaten zeigt sich dagegen noch Zurückhaltung. Das Managed Money hat seine Netto-Short-Position zwar deutlich reduziert, hält aber weiterhin 24.910 Short-Kontrakte. Institutionelle Investoren sind also noch nicht auf die Long-Seite gewechselt. Sollten die geopolitischen Risiken anhalten, könnte weiteres Short-Covering den Aufwärtstrend zusätzlich beschleunigen.
Fazit:
Der Weizenmarkt wird derzeit in erster Linie von geopolitischen Entwicklungen bestimmt. Die Eskalation im Schwarzen Meer hat dem Markt neue Dynamik verliehen. Solange die Spannungen anhalten und institutionelle Investoren ihre Short-Positionen weiter abbauen, bestehen durchaus Chancen auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.
WTI Crude Oil gewinnt auf Wochenbasis +5,80%.
Performance 5 Jahre: +11,49%
Die letzte Woche im 30min Chart:

WTI-Rohöl: Geopolitische Risiken treiben den Ölpreis
Fundamental bleibt das Umfeld angespannt. Die Internationale Energieagentur erwartet für das laufende Jahr das größte globale Angebotsdefizit seit fünf Jahren. Gleichzeitig bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erheblich beeinträchtigt, während auch die Sicherheitslage im Roten Meer angespannt ist. Diese Faktoren sorgen weiterhin für eine geopolitische Risikoprämie im Ölpreis.
Bemerkenswert ist jedoch die Positionierung der institutionellen Investoren. Das Managed Money hat seine Netto-Long-Position zuletzt erneut leicht reduziert und hält aktuell noch 99.196 Long-Kontrakte. Angesichts der unverändert hohen geopolitischen Risiken ist diese Positionierung vergleichsweise moderat. Der Terminmarkt scheint damit weiterhin davon auszugehen, dass sich der Konflikt letztlich entschärfen wird und es nicht zu einer längerfristigen Unterbrechung der weltweiten Ölversorgung kommt.
Auch die Saisonalität spricht derzeit für den Markt. Historisch entwickelt sich der WTI-Future bis etwa Mitte beziehungsweise Ende Oktober häufig freundlich und liefert damit zusätzlichen Rückenwind.
Fazit:
Der Ölpreis bleibt derzeit vor allem ein geopolitischer Markt. Solange die Lage im Nahen Osten ungelöst ist und die Straße von Hormus nicht vollständig geöffnet wird, dürfte eine Risikoprämie im Ölpreis bestehen bleiben. Die vergleichsweise zurückhaltende Positionierung institutioneller Investoren zeigt jedoch, dass der Markt weiterhin auf eine diplomatische Lösung setzt.
USD/JPY gewinnt auf Wochenbasis +0,94%.
Performance 5 Jahre: +45,25%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Bemerkenswert ist vor allem, wie schnell die Wirkung der Intervention wieder verpuffte. Während frühere Eingriffe der japanischen Notenbank den Yen teilweise über mehrere Wochen stützen konnten, scheint die Reaktionsdauer des Marktes inzwischen deutlich kürzer zu werden. Bereits wenige Tage nach der gemeinsamen Intervention setzte sich der übergeordnete Aufwärtstrend im USD/JPY wieder fort. Viele Marktteilnehmer gehen inzwischen davon aus, dass Interventionen allein nicht ausreichen, um den Yen nachhaltig zu stabilisieren. Dafür wären weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan erforderlich.
Der wesentliche Treiber bleibt damit die unterschiedliche Geldpolitik beider Notenbanken. Trotz der jüngsten Zinserhöhungen in Japan liegen die Zinsen dort weiterhin deutlich unter dem US-Niveau. Solange dieser Zinsvorteil des US-Dollars bestehen bleibt, dürfte der Aufwertungsdruck auf den Dollar gegenüber dem Yen grundsätzlich erhalten bleiben.
Fazit:
Die jüngste Entwicklung zeigt, dass Devisenmarktinterventionen zwar kurzfristig Wirkung entfalten können, ihre Nachhaltigkeit jedoch zunehmend abnimmt. Ohne eine straffere Geldpolitik der Bank of Japan dürfte es dem Yen schwerfallen, den langfristigen Abwertungstrend gegenüber dem US-Dollar zu durchbrechen.
Zucker gewinnt auf Wochenbasis +0,97%.
Performance 5 Jahre: -7,05%
Die letzte Woche im 30min Chart:

Zucker: Institutionelle Investoren drehen wieder auf Long
Fundamental bleibt die Lage konstruktiv. Immer mehr Marktbeobachter erwarten für die kommenden Erntejahre wieder ein globales Angebotsdefizit. Wetterprobleme in wichtigen Anbauregionen wie Indien, Thailand und Europa sowie eine rückläufige Zuckerproduktion in Brasilien sorgen für ein engeres Angebotsbild.
Gleichzeitig erhöht der sich weiter verstärkende Super El Niño das Risiko zusätzlicher Ernteausfälle in mehreren der weltweit wichtigsten Zuckeranbaugebiete.
Besonders positiv fällt derzeit die Entwicklung bei den Terminmarktdaten aus. Das Managed Money hat seine Netto-Position erstmals seit Mai 2025 wieder auf Long gedreht.

Die zuvor dominierenden Short-Positionen wurden weitgehend eingedeckt, was als wichtiger Stimmungswechsel gewertet werden kann. Häufig markiert ein solcher Wechsel den Beginn einer längerfristigen Aufwärtsbewegung, da institutionelle Investoren wieder Kapital auf der Käuferseite aufbauen.
Auch aus technischer Sicht hat sich das Bild deutlich verbessert. Der Ausbruch über die Hochs der vergangenen Monate bestätigt den neuen Aufwärtstrend und spricht dafür, dass Rücksetzer zunächst eher als Konsolidierung innerhalb einer intakten Rally zu werten sind.
Fazit:
Der Zucker-Future präsentiert sich derzeit so stark wie seit langer Zeit nicht mehr. Der Wechsel des Managed Money auf die Long-Seite, die zunehmenden Sorgen um das weltweite Angebot und die wetterbedingten Risiken durch den Super El Niño sprechen dafür, dass der übergeordnete Aufwärtstrend weiterhin Bestand haben könnte.
