
Damit ist auch das Narrativ vom angeblichen "Super-Glut" mit Ölpreisen von 40 Dollar erst einmal krachend in sich zusammengefallen. Der Markt glaubt diese Geschichte nicht mehr – und er handelt bereits ein völlig anderes Szenario.Im Zentrum steht die Straße von Hormuz. Über diese Meerenge laufen rund 20 % des weltweiten Ölverbrauchs. Genau dort liegt aktuell der Nerv des gesamten Energiemarktes. Die Nachrichtenlage ist widersprüchlich, teilweise chaotisch, und jeden Tag entstehen neue Schlagzeilen, neue Gerüchte und neue Einschätzungen. Vieles davon ist schwer einzuordnen. Genau deshalb ist es in solchen Phasen entscheidend, nicht den Schlagzeilen hinterherzulaufen, sondern auf das zu schauen, was der Markt tatsächlich tut. Und der Markt sagt ganz klar: Das Risiko wird neu bepreist.
Diese Neubewertung hat Konsequenzen weit über den Energiesektor hinaus. Denn ein Ölpreis auf diesem Niveau ist nicht nur ein Thema für Produzenten oder Tankerflotten. Ein dauerhaft höherer Ölpreis wirkt wie eine zusätzliche Steuer auf die Weltwirtschaft. Transport, Produktion, Logistik, Inputkosten – alles wird teurer. Genau daraus entsteht nun die nächste große Sorge: Inflation. Sollte sich der Ölpreisanstieg verfestigen, dann wird das Thema Zinssenkungen in den USA sofort schwieriger. Ein Teil des Marktes hatte weiter auf Lockerung gesetzt. Doch wenn Energiepreise erneut in die Inflationsdaten durchschlagen, gerät dieses Szenario ins Wanken. Die Fed hätte dann ein Problem: schwächeres Wachstum auf der einen Seite, neuer Preisdruck auf der anderen.
Auch das erklärt, warum die Marktreaktionen zuletzt nicht überall gleich ausgesehen haben. Immer wieder kommt die Frage auf, warum vor allem die Edelmetalle in dieser Phase nicht noch stärker steigen. Die Antwort ist relativ simpel: Gold und Silber sind bereits gut gelaufen. Viel Safe-Haven-Denken war dort längst eingepreist. Gleichzeitig wurden Silber, Platin und Palladium zuletzt stärker wie Industriemetalle behandelt – und damit auch über das Thema Konjunktur und Rezession verkauft. Der Markt differenziert also. Nicht jedes Krisenasset steigt automatisch, nur weil geopolitisch etwas eskaliert.
Interessanter ist deshalb, wo die nächste Bewegung entsteht. Unser Eindruck ist klar: Nach den Metallen und nach der Explosion im Energiesektor könnten die Agrarrohstoffe die nächste Station sein. Erste Signale sehen wir bereits. Sojabohnen, Weizen und Mais zeigen Stärke. Noch ist das keine flächendeckende Rohstoffpanik, aber die Richtung ist erkennbar. Wenn Energie teurer wird, steigen auch dort die Risiken – direkt über Inputkosten, indirekt über Kapitalflüsse und über die Angst vor neuen Angebotsstörungen.
Für unser Portfolio war diese Woche trotz aller Unruhe eine starke Woche. Wir sind durch diese Phase sehr gut durchgekommen, weil wir offensiv, aber nicht blind positioniert waren. Vor allem der Energiesektor hat geliefert. Genau dafür sind solche Portfolios da: nicht um jede Schlagzeile zu kommentieren, sondern um auf Regimewechsel vorbereitet zu sein. Und genau das sehen wir aktuell. Der Markt wechselt das Regime – weg von Überangebot und Entspannung, hin zu Risikoaufschlag, Unsicherheit und höherer Volatilität.
⸻
Korrektur unter den Hochs der Vorwochen. Safe-Haven-Flows in den US-Dollar belasteten, strukturell bleibt das Bild dank RBA-Fantasie, robuster Daten und ausgebauter Netto-Long-Positionierung jedoch konstruktiv.
• Baumwolle | –2,15 % | Long
Schwache Woche ohne echte Gegenbewegung. Positiv bleibt der deutliche Abbau der spekulativen Shorts – der Verkaufsdruck nimmt ab, auch wenn kurzfristig eher eine Konsolidierung als ein neuer Trend dominiert.
• Bund-Future | –1,79 % | Short
Erneut klassisches Muster: geopolitischer Safe-Haven-Impuls, dann klarer Abverkauf. Die Zone um 130 bleibt ein massiver Widerstand und bestätigt das Short-Setup weiter.
• CO₂-Zertifikate | +0,22 % | Long
Stabile Woche trotz politischer Diskussionen um mögliche Entlastungen. Solange keine konkreten Eingriffe beschlossen werden, bleibt der Markt zwischen regulatorischer Unsicherheit und strukturellem Verknappungspfad gefangen.
• EUR/USD | –1,64 % | Long
Der Dollar dominierte klar als Krisenwährung. Trotz des Rücksetzers bleibt die spekulative Positionierung deutlich netto long, dazu wirkt die Saisonalität kurzfristig noch unterstützend.
• Gold | –2,16 % | Long
Korrektur nach starker Rally. Der große Safe-Haven-Schub blieb aus, weil Öl und Dollar die Marktaufmerksamkeit an sich zogen. Mittelfristig bleibt Gold konstruktiv, kurzfristig aber anfällig für weitere Konsolidierung.
• Henry Hub Erdgas | +11,41 % | Long
Starker Ausbruch im Zuge der Nahost-Eskalation. Die extreme Netto-Short-Positionierung des Managed Money schafft zusätzliches Short-Squeeze-Potenzial, saisonal bleibt das Umfeld bis in den Frühsommer hinein unterstützend.
• Kaffee (Arabica) | +5,03 % | Long
Klarer Aufwärtstrend mit Wochenabschluss nahe Hoch. Die spekulative Long-Positionierung ist noch nicht überdehnt, und saisonal bleibt das Muster bis Mitte März und darüber hinaus konstruktiv.
• Kakao | +11,49 % | Long
Kräftige Gegenbewegung aus überverkauftem Zustand. Managed Money bleibt zwar noch short, aber ohne neue Ausweitung. Zusammen mit der positiven Saisonalität ergibt sich kurzfristig weiteres Erholungspotenzial.
• Kupfer | –3,68 % | Long
Konjunktursorgen und Rezessionsnarrativ belasteten. Trotzdem bleibt die strukturelle Basis stabil: Managed Money ist klar long positioniert, saisonal bleibt Kupfer bis weit ins zweite Quartal hinein unterstützt.
• Platin | –9,43 % | Long
Deutlicher Rückschlag im Windschatten der Wachstumssorgen. Positiv ist, dass die strukturelle Long-Positionierung intakt bleibt und die Saisonalität bis Ende Mai/Anfang Juni weiter Rückenwind liefert.
• Mais | +2,79 % | Long
Der Markt beginnt, die Rotation in die Agrarrohstoffe zu spielen. Besonders wichtig: Managed Money ist klar auf die Long-Seite gedreht. Energiepreise und Saisonalität sprechen für weiter steigende Notierungen.
• Silber | –10,24 % | Short
Silber wurde klar als Industriemetall und nicht als Krisenmetall gehandelt. Rezessionssorgen, vorsichtigeres Managed Money und negative Saisonalität sprechen dafür, dass das Umfeld für den Short vorerst unterstützend bleibt.
• Sojabohnen | +2,71 % | Long
Ausbruch über 1.200 US-Cent gelungen. Hohe spekulative Long-Positionierung, positive Saisonalität und der Rückenwind aus dem Energiesektor sprechen klar für weiter konstruktive Preisentwicklung.
• TTF Erdgas | +64,32 % | Short
Der Markt preist die kritische Versorgungslage in Europa und die dramatisch niedrigen Speicherstände aggressiv ein. Solange sich die Lage nicht entspannt, bleibt die Volatilität hier außergewöhnlich hoch.
• WTI Crude Oil | +35,66 % | Long
Die dominante Position der Woche. Der Ölmarkt preist geopolitische Knappheit, Hormuz-Risiko und eine neue Risikoprämie ein. Managed Money hat massiv aufgestockt, Energie bleibt aktuell der mit Abstand wichtigste Markttreiber.
Carsten S. Stork |


Fundamental bleibt der Hintergrund für den AUD jedoch weiterhin konstruktiv. Robuste Wirtschaftsdaten aus Australien sowie die Erwartung weiterer Zinsschritte der Reserve Bank of Australia stützen die Währung. Der Markt preist für 2026 weiterhin zusätzliche Straffungsschritte ein, während die Zinserwartungen für die US-Notenbank zuletzt stärker schwanken. Dieses geldpolitische Gefälle bleibt ein wichtiger mittelfristiger Rückenwind für den AUD.
Charttechnisch bleibt das Bild ebenfalls stabil. Trotz der Korrektur notiert AUD/USD weiterhin oberhalb wichtiger Unterstützungsbereiche zwischen 0,6980 und 0,7020 und bewegt sich damit weiterhin innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends. Rücksetzer werden aktuell eher als Konsolidierung innerhalb dieses Trends interpretiert.

Fundamental blieb die Woche insgesamt eher ruhig, dennoch spiegelte die Kursentwicklung die allgemein vorsichtige Stimmung in vielen Rohstoffmärkten wider. Auch im Baumwollmarkt fehlten kurzfristig neue Impulse, sodass sich der Markt in einem schwächeren Umfeld weiter nach unten bewegte.
Interessant bleibt jedoch die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer. Das Managed Money hat seine Short-Positionen in den letzten Wochen deutlich reduziert. Aktuell halten spekulative Investoren noch 28.097 Kontrakte Short. Vor ein bis zwei Wochen lag diese Positionierung noch bei rund 55.733 Kontrakten und damit nahezu doppelt so hoch. Der deutliche Abbau der Short-Positionen ist grundsätzlich als konstruktives Signal zu werten, da er auf nachlassenden Verkaufsdruck im Markt hindeutet.
Auch aus saisonaler Perspektive spricht aktuell wenig für eine starke Trendbewegung. Historisch tendiert der Baumwolle-Future in den kommenden Wochen eher zu einer seitwärtsgerichteten Entwicklung, bevor im späteren Jahresverlauf wieder stärkere Impulse auftreten können.

Damit bestätigt sich erneut ein Muster, das in den vergangenen Monaten mehrfach zu beobachten war. Immer dann, wenn der Bund-Future in den Bereich um 130 Punkte vorstößt, setzt verstärkter Verkaufsdruck ein. Diese Zone hat sich damit erneut als klarer Widerstandsbereich erwiesen.
Die Bewegung zeigt auch, wie sensibel der Markt aktuell auf geopolitische Nachrichten reagiert. Erste Fluchtbewegungen in sichere Staatsanleihen können zwar kurzfristig starke Kursanstiege auslösen, doch ohne nachhaltige fundamentale Unterstützung werden diese Bewegungen häufig wieder relativ schnell korrigiert.

Trotz dieser Diskussionen ist bislang jedoch kein konkreter politischer Schritt erkennbar, der das bestehende System des europäischen Emissionshandels grundlegend verändern würde. Der EU ETS bleibt damit weiterhin ein zentrales Instrument der europäischen Klimapolitik, und strukturelle Änderungen würden voraussichtlich umfangreiche politische Abstimmungsprozesse erfordern.

Mit der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten kam es zu einer klassischen Fluchtbewegung in den US-Dollar. In Phasen geopolitischer Unsicherheit bleibt der Greenback für viele Marktteilnehmer weiterhin die wichtigste Reserve- und Sicherheitswährung, was entsprechend Druck auf andere große Währungen wie den Euro ausübte.
Interessant bleibt dabei die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer. Das Managed Money hat seine Long-Positionen im Euro zuletzt zwar etwas reduziert, hält jedoch weiterhin rund 136.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese vergleichsweise hohe Netto-Long-Position deutet darauf hin, dass ein Teil der spekulativen Investoren weiterhin auf einen stärkeren Euro setzt.
Auch aus saisonaler Perspektive bleibt das Bild kurzfristig konstruktiv. Historisch zeigt EUR/USD häufig bis etwa Mitte März eine eher freundliche Tendenz, bevor sich das Muster im weiteren Verlauf des Frühjahrs verändert.
FAZIT

FAZIT

FAZIT

Fundamental blieb der Markt zuletzt von einem insgesamt festen Angebotsumfeld geprägt, während gleichzeitig technische Kaufimpulse den Aufwärtstrend unterstützten. Die starke Wochenperformance bestätigt damit die positive Dynamik, die sich bereits in den vergangenen Wochen aufgebaut hatte.
Interessant bleibt die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer. Das Managed Money hält aktuell nur rund 10.800 Kontrakte auf der Long-Seite. Damit wird die aktuelle Aufwärtsbewegung zwar unterstützt, von einer übermäßig starken spekulativen Überpositionierung kann jedoch nicht gesprochen werden.
Besonders konstruktiv zeigt sich aktuell das saisonale Muster. Historisch tendiert der Arabica-Kaffee-Future bis etwa Mitte März zunächst weiter nach oben. Danach folgt häufig eine weitere stärkere Aufwärtsphase, die sich statistisch bis in den späten Frühling und teilweise bis Ende Mai hinein erstreckt.

Damit reagierte der Markt auf die zuvor sehr starke Korrektur. Seit dem Rekordhoch von über 12.500 US-Dollar im Dezember 2024 hatten Kakao-Futures massiv an Wert verloren. Entsprechend war der Markt zuletzt technisch stark überverkauft, was die Grundlage für die aktuelle Gegenbewegung bildete.
Die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer zeigt weiterhin eine eher skeptische Haltung. Das Managed Money hält aktuell noch rund 18.000 Kontrakte auf der Short-Seite. Die Short-Positionen wurden zuletzt nicht weiter ausgeweitet, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck im Markt nachgelassen hat.
Unterstützend wirkt zudem die saisonale Dynamik. Historisch zeigt der Kakao-Future häufig bis Ende März eine eher positive Tendenz. Dieses Muster erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung in den kommenden Wochen zunächst weiterlaufen könnte.

Auslöser für die Korrektur waren vor allem makroökonomische Faktoren. Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten sowie die überraschend schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA haben an den Märkten erneut Rezessionssorgen aufkommen lassen. Da Kupfer als klassisches Industriemetall stark von der globalen Konjunktur abhängt, reagiert der Markt besonders sensibel auf solche Wachstumssorgen. Entsprechend führten diese Entwicklungen zu einer vorübergehenden Schwäche im Kupferpreis.
Trotz der kurzfristigen Korrektur bleibt das strukturelle Bild jedoch stabil. Aus saisonaler Perspektive zeigt Kupfer historisch häufig eine positive Entwicklung bis weit in das zweite Quartal hinein. Dieses Muster spricht dafür, dass Rücksetzer in dieser Phase des Jahres nicht ungewöhnlich sind und sich der übergeordnete Trend wieder nach oben entwickeln kann.
Auch die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer bleibt konstruktiv. Das Managed Money hat seine Positionen in den vergangenen Wochen weiter ausgebaut und hält aktuell knapp 60.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese Positionierung signalisiert weiterhin Vertrauen in eine mittelfristig positive Preisentwicklung.

Die Schwäche steht vor allem im Zusammenhang mit der zunehmenden Unsicherheit über die globale Konjunkturentwicklung. Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat die Sorge verstärkt, dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum abschwächen könnte. Da Platin neben seiner Rolle als Edelmetall auch ein wichtiges Industriemetall ist, reagiert der Markt sensibel auf solche Wachstumssorgen.
Trotz der deutlichen Korrektur bleibt die strukturelle Positionierung im Markt weiterhin relativ stabil. Das Managed Money hält aktuell knapp 14.000 Kontrakte auf der Long-Seite und signalisiert damit weiterhin eine grundsätzlich positive Haltung gegenüber dem Markt.
Auch aus saisonaler Perspektive bleibt das Umfeld unterstützend. Historisch zeigt der Platin-Future häufig eine positive Entwicklung bis in den späten Frühling hinein. Besonders die Phase bis Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni weist statistisch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für steigende Preise auf.

Unterstützung kam dabei vor allem aus dem Energiesektor. Der starke Anstieg der Rohölpreise im Zuge der Eskalation im Nahen Osten hat auch die Agrarrohstoffe zunehmend in den Fokus gerückt. In der Vergangenheit war häufig zu beobachten, dass in solchen Marktphasen zunächst Metalle, anschließend Energie und mit zeitlicher Verzögerung auch Agrarrohstoffe von steigenden Rohstoffpreisen profitieren. Mais spielt dabei eine besondere Rolle, da ein Teil der Produktion für Bioethanol verwendet wird und damit direkt mit den Energiepreisen verbunden ist.
Ein besonders wichtiger Faktor ist die Veränderung der spekulativen Positionierung. Das Managed Money hat seine Strategie zuletzt deutlich gedreht. Nachdem über längere Zeit eine Netto-Short-Position im Markt bestand, sind spekulative Investoren inzwischen auf die Long-Seite gewechselt und halten aktuell über 90.000 Kontrakte Long. Dieser Positionswechsel stellt ein strukturell positives Signal für den Markt dar.
Auch aus saisonaler Perspektive bleibt das Umfeld sehr konstruktiv. Historisch zeigt der Corn-Future häufig eine positive Entwicklung bis in den Frühsommer hinein, wobei insbesondere die Phase bis Mitte oder Ende Juni statistisch zu steigenden Preisen tendiert.
SILBER - SHORT

Der Rückgang steht vor allem im Zusammenhang mit der aktuellen geopolitischen Lage und den zunehmenden Sorgen um die Weltkonjunktur. Die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten sowie die überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten haben an den Märkten die Diskussion über ein mögliches Rezessionsszenario verstärkt. In diesem Umfeld wurde Silber weniger als klassisches Edelmetall, sondern stärker als Industriemetall gehandelt, dessen Nachfrage stark von der globalen Wirtschaftsaktivität abhängt.
Trotz der deutlichen Wochenverluste bleibt die Jahresperformance weiterhin außergewöhnlich stark. Der Markt befindet sich auf längere Sicht noch immer deutlich im Plus. Gleichzeitig zeigt die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer erste Anzeichen von Vorsicht. Das Managed Money hält aktuell noch etwas mehr als 23.000 Kontrakte auf der Long-Seite, was auf eine zurückhaltendere Marktstimmung hindeutet.
Auch aus saisonaler Perspektive bleibt das Umfeld derzeit eher herausfordernd. Historisch zeigt Silber häufig eine schwächere Entwicklung bis etwa Mitte oder Ende Juni, bevor sich im weiteren Jahresverlauf wieder stärkere Aufwärtsbewegungen einstellen können.

Sojabohnen über 1.200 Cent – Aufwärtstrend gewinnt an Dynamik
Auch die Positionierung der spekulativen Marktteilnehmer bestätigt den Aufwärtstrend. Das Managed Money hat seine Long-Positionen weiter ausgebaut und hält inzwischen mehr als 221.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese starke spekulative Positionierung unterstreicht die positive Marktstimmung und signalisiert, dass institutionelle Investoren weiterhin auf steigende Preise setzen.
Zusätzlich spricht die saisonale Entwicklung klar für den Markt. Historisch zeigt der Sojabohnen-Future häufig eine positive Tendenz bis in den Frühsommer hinein, wobei insbesondere die Phase bis Mitte oder Ende Juni statistisch zu steigenden Preisen neigt.

TTF-Gaspreis explodiert – Europas Speicher auf kritischem NiveauTTF-Gas zieht weiter an – Speicherstände werden zum Preistreiber
Diese Entwicklung hat sich bereits seit Wochen abgezeichnet und wurde von den Märkten zunehmend eingepreist. Die aktuelle Preisexplosion spiegelt daher nicht nur kurzfristige geopolitische Risiken wider, sondern auch strukturelle Unsicherheiten in der europäischen Energieversorgung.
WTI Crude Oil gewinnt auf Wochenbasis +35,66%.
Die letzte Woche im 30min Chart:

WTI Crude Oil explodiert – Geopolitik treibt den Markt
Diese geopolitische Unsicherheit hat eine massive Neubewertung der Risiken im Ölmarkt ausgelöst. Entsprechend stark fiel auch die Reaktion der spekulativen Marktteilnehmer aus. Das Managed Money hat seine Positionen deutlich ausgebaut und hält aktuell wieder mehr als 172.000 Kontrakte auf der Long-Seite. Diese starke Long-Positionierung unterstreicht die Erwartung vieler Marktteilnehmer, dass die geopolitische Risikoprämie im Ölpreis vorerst bestehen bleiben könnte.
Die Marktbewegung zeigt eindrucksvoll, wie sensibel der Energiemarkt auf geopolitische Entwicklungen reagiert. Solange die Situation im Nahen Osten ungeklärt bleibt und der Ölfluss aus der Golfregion eingeschränkt ist, dürfte der Ölpreis stark von geopolitischen Nachrichten geprägt bleiben.
